Jelisaweta Alexandrowna Koschewnikowa (; bei der FIS nach englischer Transkription ; * 27. Dezember 1973 in Moskau) ist eine ehemalige russische Freestyle-Skierin. Sie war auf die Buckelpisten-Disziplinen Moguls spezialisiert. Koschewnikowa gewann zwei olympische Medaillen sowie drei Einzelwettkämpfe im Weltcup.

Biografie Sportliche Laufbahn Jelisaweta Koschewnikowa gab im Dezember 1989 noch vor ihrem 16. Geburtstag ihr Debüt im Freestyle-Skiing-Weltcup und erreichte als Siebente auf Anhieb ein Spitzenergebnis. Ein knappes Jahr später konnte sie in Tignes ihren ersten Weltcupsieg feiern. Zwei Monate danach wurde sie bei ihren ersten Weltmeisterschaften in Lake Placid Zwölfte. Noch in derselben Saison gelangen ihr in Skole und am Pyhätunturi zwei weitere Siege im Weltcup, weil sie jedoch nur an sechs Wettkämpfen teilnahm, belegte sie in der Moguls-Disziplinenwertung lediglich Rang neun.

Auch in den beiden folgenden Wintern trat die junge Russin nur vereinzelt im Weltcup an, konnte dabei aber nicht mehr an ihre frühen Erfolge anknüpfen. Der größte Erfolg ihrer Karriere gelang Koschewnikowa bei den Olympischen Spielen von Albertville, wo die Buckelpiste erstmals auf dem offiziellen Programm stand: Für das Vereinte Team gewann sie die Silbermedaille hinter der US-Amerikanerin Donna Weinbrecht. Bei den Weltmeisterschaften 1993 in Zauchensee klassierte sie sich – ihren Weltcup-Resultaten entsprechend – auf Rang 13. Erneut reüssieren konnte sie bei den Olympischen Spielen von Lillehammer, wo sie mit Bronze ihre zweite Medaille errang. Zudem erreichte sie 1994 mit Platz sieben ein Karrierehoch in der Weltcup-Disziplinenwertung. Im Januar 1995 belegte sie als Dritte in Lake Placid zum fünften und Mal in ihrer Karriere einen Podestplatz. Bei den folgenden Weltmeisterschaften in La Clusaz schaffte sie mit Platz acht ihr bestes WM-Ergebnis. Nach der Saison 1995/96 musste sie ihre Laufbahn in Folge einer schweren Ellenbogenverletzung 22-jährig beenden.

Weitere Karriere Koschewnikowa absolvierte das Staatliche Institut für Körperkultur. Nach dem Karriereende arbeitete sie ab 1997 als Sportkommentatorin für den Fernsehsender NTW und schrieb historisch-biografische Artikel für eine russische Skizeitschrift. 1999 veröffentlichte sie ein Buch über die Geschichte des alpinen Skisports. 2003 wurde sie als eine der zehn besten Sportjournalisten des Landes mit dem Nikolai-Ozerow-Preis ausgezeichnet. Für NTW Plus wirkte sie an der Programmgestaltung hinsichtlich der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi mit.

Hauptberuflich ist Koschewnikowa als Sportpsychologin tätig und betreute unter anderem die russischen Curling- und Biathlon-Nationalmannschaften sowie das Radsportteam Gazprom-RusVelo als Mentaltrainerin.

Erfolge Olympische Spiele Albertville 1992: 2. Moguls Lillehammer 1994: 3. Moguls

Weltmeisterschaften Lake Placid 1991: 12. Moguls Altenmarkt-Zauchensee 1993: 13. Moguls La Clusaz 1995: 8. Moguls

Weltcupwertungen Saison Gesamt Moguls Platz Punkte Platz Punkte 1989/90 42. 3 14. 16 1990/91 23. 7 9. 56 1991/92 42. 2 14. 17 1992/93 57. 30 21. 272 1993/94 20. 72 7. 580 1994/95 36. 60 11. 420 1995/96 31. 66 8. 528

Weltcupsiege Koschewnikowa errang im Weltcup 5 Podestplätze, davon 3 Siege:

Datum Ort Land Disziplin 6. Dezember 1990 Tignes Frankreich Moguls 25. Februar 1991 Skole Sowjetunion Moguls 16. März 1991 Pyhätunturi Finnland Moguls

Weitere Erfolge 1992: Verdienter Meister des Sports der UdSSR

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Freestyle-Skier (Sowjetunion) Kategorie:Freestyle-Skier (Russland) Kategorie:Sportler (Moskau) Kategorie:Olympiateilnehmer (Russland) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1992 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1994 Kategorie:Sportpsychologe Kategorie:Sportjournalist Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Frau