mini|Die Pillmersreuther Feriensiedlung, im Vordergrund zwei ältere Höfe

Pillmersreuth ist ein Gemeindeteil der Stadt Schwarzenbach am Wald im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Pillmersreuth liegt in der Gemarkung Döbra.

Geografie Das Dorf liegt am Nordwesthang des Rauhenberges () in der Quellmulde des Baiergrüner Baches. Von Pillmersreuth aus reicht der Blick über das weitgeschwungene Bachtal bis Schauenstein. Nordöstlich des alten Ortskerns ist südlich des Waldrands eine ausgedehnte Feriensiedlung entstanden, daneben gibt es im Ort einige Ferienwohnungen und -häuser.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. Sp. 469f. Die Staatsstraße 2194 führt an Rauhenberg vorbei nach Einzigenhöfen (1 km östlich) bzw. nach Thron (1,3 km nördlich).

Geschichte Westlich der nach Döbra führenden heutigen Staatsstraßen und am Hang des Rauhenberges verlief einstmals die Grenze zwischen dem Hochstift Bamberg und dem Markgraftum Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Pillmersreuth aus neun Anwesen (1 Hof, 1 Dreiviertelhof, 3 Halbhöfe, 3 Viertelhöfe, 1 Tropfhaus). Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bambergische Centamt Enchenreuth. Das bambergische Kastenamt Stadtsteinach war Grundherr sämtlicher Anwesen.M. Körner: Naila, S. 300.

Von 1802 bis 1810 unterstand Pillmersreuth dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Pillmersreuth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Döbra und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Döbra zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Pillmersreuth am 1. Mai 1978 nach Schwarzenbach eingegliedert.

Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 8: Eingeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus mit Halbwalmdach und verschiefertem Giebeltrapez, sicherlich frühes 19. Jahrhundert; Türrahmungen profiliert und geohrt, mit Scheitelstein.K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 52. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 9: Eingeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus mit Halbwalmdach und verschiefertem Giebeltrapez; profilierte und geohrte Türrahmungen mit Scheitelstein, über der Wohnungstür bezeichnet „FAH 1810“. Kreuzgewölbter Stall mit Mittelsäule aus Granit. Grenzstein, 500 Meter westsüdwestlich des Ortsausgangs in der Waldabteilung Rauhenberg. Sandstein mit Wappen des Hochstifts Bamberg und der Markgrafschaft Bayreuth, auf der Bamberger Seite bezeichnet „5“, auf der Bayreuther Seite „1573“.

Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 61 84 93 96 78 76 53 47 40 38 38HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 11 12 11 11 10 31 Quelle

Religion Pillmersreuth ist evangelisch-lutherisch geprägt und gehört zur Kirchengemeinde St. Bartholomäus (Döbra), die im 19. Jahrhundert zur Pfarrei erhoben wurde.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Schwarzenbach am Wald) Kategorie:Ort im Landkreis Hof