Unterweißenbach ist ein Gemeindeteil der Stadt Helmbrechts im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Unterweißenbach liegt in der Gemarkung Oberweißenbach.

Geografie Das Dorf bildet mit Helmbrechts im Nordosten eine geschlossene Siedlung. Die Kreisstraße HO 23 führt nach Helmbrechts zur Staatsstraße 2195 (0,3 km nordöstlich) bzw. nach Wüstenselbitz (1,5 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberweißenbach (1 km nordwestlich) bzw. nach Ottengrün zur Kreisstraße HO 38 (1,5 km südöstlich).

Geschichte Der Nürnberger Burggraf Friedrich V. hatte den damals als „Niederweißenbach“ bezeichneten Ort im Jahr 1386 von den Brüdern Wolfstriegel aus dem Rittergeschlecht der von Schauenstein erworben, wodurch das Dorf in den Besitz der Hohenzollern gelangte. Infolgedessen wurde es von diesen dem Vogteiamt Helmbrechts des späteren Markgraftums Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth zugeordnet.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 728.

Zur Realgemeinde Unterweißenbach gehörte Hampelhof. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Unterweißenbach aus 19 Anwesen (1 Hof, 5 Halbhöfe, 4 Dreiachtelhöfe, 1 Viertelhof, 1 Mühle, 2 Häuser, 1 Häuslein, 4 Tropfhäuser). Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Helmbrechts zu. Das Kastenamt Helmbrechts war Grundherr sämtlicher Anwesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 440.

Von 1797 bis 1810 unterstand Unterweißenbach dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde 1812 der Steuerdistrikt Unterweißenbach gebildet. Zu diesem gehörten Bärenbrunn, Hampelhof, Kriegsreuth, Lehsten, Ochsenbrunn, Oberweißenbach, Ort, Rappetenreuth, Stechera und Taubaldsmühle. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Unterweißenbach, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war mit Ausnahme von Oberweißenbach und Taubaldsmühle. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg. 1820 wurden die Gemeinden Oberweißenbach und Unterweißenbach vereinigt.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 495 f. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Unterweißenbach am 1. Juli 1972 nach Helmbrechts eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 132 165 163 169 204 198 176 206 263 226 171HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 22 22 24 27 30 41 49Quelle

Religion Unterweißenbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und ist bis heute nach St. Johannes der Täufer (Helmbrechts) gepfarrt.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftsbetriebe im Ort sind eine Färberei, ein Appreturanstalt und ein Textilbetrieb. An der Bahnstrecke Münchberg–Helmbrechts hatte der Ort bis 1922 einen Haltepunkt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Helmbrechts Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Gemarkung Oberweißenbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1820 Kategorie:Ersterwähnung 1386