Die Liste der Wegekreuze und Bildstöcke in Würselen listet die Flur- und Wegekreuze sowie die Bildstöcke mit ihrer jeweiligen persönlichen Geschichte – soweit bekannt – in Würselen ohne Anspruch auf Vollständigkeit auf.
Liste Standort Stadt-/Ortsteil Datierung Beschreibung/Inschrift Bild Aachener Straße() Scherbergunbekannt Weißes Holzkreuz für eine Tote durch Verkehrsunfall gegenüber Gut Kaisersruh im Jahr 2016. Ein männlicher Fahrer kam aus Richtung Würselen und hatte zu Beginn einer mittigen Grüninsel den Fahrstreifen verlassen und war auf die Spur für den Gegenverkehr gefahren, wo er ungebremst mit dem Auto einer 26-Jährigen zusammenstieß. Die 26-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Ihr 33-Jähriger Begleiter wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.Tödlicher Unfall: Verursacher litt unter Wahnvorstellungen, in: Aachener Zeitung vom 8. Juli 2016 95px|zentriert Aachener Straße() Scherberg 2024 Metallkreuz für zwei Tote durch Verkehrsunfall an der Bushaltestellen nördlich von Haus-Nr. 209. Ein Transporte war nach einem riskanten Überholmanöver, bei dem er die Kontrolle über den Wagen verlor, auf den Gehweg der Bushaltestelle gefahren und tötete eine dort wartende Mutter mit ihrem Kind.Transporter rast in Bushaltestelle – Mutter und Kind tot, in: Der Westen vom 2. September 2021Das alte Holzkreuz an derselben Stelle mit der Inschrift: „Für immer geliebt – Larissa & Aaliyah – 01.09.2021“: 75px 95px|zentriert Ackerstraße/Holzweg() Linden-Neusen 1908Erinnerungskreuz für den Landwirt Nikolaus Merx des benachbarten Ackerhofes. Eingemeißelt: „Errichtet von Nikolaus Merx * 31.7.1818, † 29.3.1908“.Im Sockel eingemeißelt: „Mein Jesus Barmherzigkeit!“1970 renoviert und Kruzifix erneuert (Jahreszahl 1970 eingraviert); 230 cm hoch. 95px|zentriert Adamsmühle()Scherberg Juli 2014 Metallkreuz zur Erinnerung an zwei gefallene Soldaten des Zweiten Weltkriegs; Einweihung am 25. Oktober 2014, Kreuz endend in Dreipässen, angebrachte Plakette mit der Inschrift:„In Erinnerung an die 1944 im Kampf um Aachen gefallenen Soldaten“ Stellvertretend für alle Opfer: Gefreiter Leonard Vorbuchner, Artillerie-Regt. 116. Panzer-Division * 10.02.1922 in Bayern † 19.09.1944 in Würselen PFC Allison Ray Jackson, 30th Inf. Div., 119th Inf. Regt. * 20.12.1921 in Tennessee, USA † 07.11.1944 in Würselen 95px|zentriertweitere Bilder Alte Mühle 2Wegekreuz Pütz() Bardenberg 1944 Steinkreuz beim Gutshof „Alte Mühle“, Postament mit der Inschrift: „Dem Allgütigen zum Danke für gnädige Errettung aus dem fürchterlichen Kriegsgeschehen des Jahres 1944 – Gestiftet von Familie Pütz“. 95px|zentriert Alter Schüttsberg/Ather Straße 10() Bardenberg 1808 Metallkreuz mit Kruzifix, oben auf dem Kreuz angebrachte Plakette mit der Inschrift „INRI“, unten im Stamm eingeritzt „ANNO 1808“. 95px|zentriert Am Güterbahnhof() Bissen 1988 Von der Salmanus-Bogen-Schützengesellschaft 1889 e.V. errichtet, 2012 restauriert. 95px|zentriert Am Mühlenhaus/Pleyer Straße() Bardenberg 1891 Dreigeschossiger Sockel mit Kreuz mit Knorpel und Kruzifix, 313 cm hoch, schräg abschließend, Blaustein.Im Querbalken eingemeißelt: „Mein Jesus Barmherzigkeit!“Postament mit der Inschrift: „Christus unsere Hoffnung 1891“.30px|rechtsDie Gesamtanlage steht seit dem 4. Oktober 1985 unter der Nummer A 71/St unter Denkmalschutz. 95px|zentriert Ankerstraße/Oppener Straße()Oppen-Haalunbekannt Holzkreuz mit Kruzifix, oben auf dem Kreuz angebrachte Plakette mit der Inschrift „INRI“. 95px|zentriert Bardenberger Straße 102/Burgstraße() Bardenberg 1913 Steinkreuz auf Altartisch mit Kruzifix aus Metallguss, mehrfach zerstört, aber immer wieder instand gesetzt. 95px|zentriert Birk() Birk 1961 Holzkreuz mit Kruzifix unter halbrundem Schutzdach 100 Meter südlich von Gut Pfaffenholz. Das Kreuz wurde 2004 von anderer Stelle in Birk hierher versetzt. Früher diente als Basis ein alter Mühlstein.95px|zentriertweitere Bilder Birker Weg() Birk ca. 1970 Blausteinsockel mit Kruzifix, im unteren Teil ein eingesetztes Relief eines Christuskopfes, Inschrift auf gerolltem Schild „INRI“, Gesamthöhe 248 cm.Seit Mitte des 18. Jahrhunderts stand hier ein Steinkreuz, es wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, nach 1945 stand hier ein Holzkreuz. Um 1970 Erwerb des bestehenden Kreuzes von einem belgischen Friedhof, welches restauriert wurde. 95px|zentriert Broicher Pfad() Broich unbekannt Bildstock unter Schutzdach vor der Einfahrt zum Gut „Broicher Hof“, Bild mit Maria. 95px|zentriert Broicher StraßeFahrweg vor Euchener Bach() Euchen 2011 Ehemaliges Grabkreuz eines Würselener Friedhofs als Ersatz für ein schmiedeeisernes Kreuz, das 2011 gestohlen wurde. Breiter querrechteckiger Fuß mit Darstellung „Jesus fällt unter das Kreuz“, aufgebaut auf querrechteckigem Steinsockel. 95px|zentriert Broicher Straße 118() Broich 1760 Im Jahr 1760 ist beim Vogelschuss in Broich wohl versehentlich ein Jakobus Becker durch einen Schuss aus einer anderen Büchse tödlich getroffen worden. Auf dem Kreuz wird darum gebeten, für ihn ein Pater Noster und ein Ave Maria zu beten.Das Kreuz wurde mehrmals verstellt. Auf dem jetzigen Dreiecksplatz (Stand 2021) steht es seit 1993. 95px|zentriert Broicher StraßeKloster Broich() Broichunbekannt Metallkreuz mit seitlich angebrachten Symbolen für Alpha und Omega im Blausteinrahmen der ehemaligen Eingangstür zum Turm der Klosterkirche von Kloster Broich, heute Teil des Heilig-Geist-Gymnasiums. 95px|zentriert Broicher StraßeKloster Broich() Broich unbekannt Steinkreuz mit Korpus am Kopf des Gräberfeldes der ehemaligen Mönche von Kloster Broich. Auf dem Postament unter einer stilisierten Gravur mit Gott Vater, dem Heiligen Geist und dem Herz Jesu ist die Inschrift: „Coemeterium Sodalium Congregationis Sancti Spiritus et Immaculati Cordis Mariae“. (deutsch: „Friedhof der Mitglieder der Kongregation vom Heiligen Geist und des Unbefleckten Herzens Mariens“) 95px|zentriert Broicher StraßeKloster Broich() Broich 1957 Gemauertes Kreuz in der Giebelwand vom Kloster Broich. 95px|zentriert Broicher Straße/Blumenrather Straße() Linden-Neusen 1967 Steinkreuz mit Jesusbildnis in der Kreuzmitte, Gesamthöhe 200 cm. 95px|zentriert Dommerswinkel/Joststraße() Weiden 1888 Das Kreuz steht an der Stelle der ehemaligen St. Jodokus-Kapelle, 1888 errichtet, Sockel jünger. Nachdem bei Sturm die dahinterliegende Linde auf das Kreuz gefallen war (ca. 1995?) wurde das Kreuz restauriert und ein neuer Setzling (wieder Linde) gepflanzt.Eingemeißelte Inschrift auf dem Postament: „Christus hat für uns gelitten und uns ein Beispiel hinterlassen, dass wir in seine Fussstapfen eintreten sollen. 1 Petri 2.21“.„Erecta sum anno Domine 1888“.Gesamthöhe 286 cm.30px|rechtsDie Gesamtanlage steht seit dem 4. Oktober 1985 unter der Nummer A 74/St unter Denkmalschutz. 95px|zentriertweitere Bilder Dorfstraße/Niederbardenberger Straße() Bardenberg 1899 Im Postament unter dem eingemeißeltem Kreuz ist die Inschrift: „Im Kreuz ist Heil“ eingraviert.Im untersten Sockelbereich ist die Jahreszahl 1899 eingemeißeltGesamthöhe 363 cm30px|rechts Die Gesamtanlage steht seit dem 4. Oktober 1985 unter der Nummer A 73/St unter Denkmalschutz. 95px|zentriert Duffesheider Weg() Bardenberg unbekannt Hagelkreuz aus Puddeleisen mit Kruzifix, aufgestellt an der Einmündung des Feldweges südlich Haus-Nr. 141. In der Nacht vom 19. auf 20. Dezember 2012 wurde es durch Vandalismus beschädigt und 2013 wiederhergestellt. 95px|zentriert Elchenrather Straße/Nordstraße 106() Elchenrath 1936 Kreuzanlage Elchenrath, stilisiert wie ein Heiligenhäuschen mit spitzem Giebel unter Satteldach. Holzkreuz mit rückseitiger Holzwand, aufgebaut auf Blausteinsockel, Kruzifix flankiert von Maria und Johannes, 395 cm, aufwändige Schnitzereien unter dem Schutzdach, ausgearbeitet von Hermann Derichs, eingraviert: „Rette deine Seele“ und „ANNO 1936“. 95px|zentriert Elchenrather Weg/Quemeller Weg() Euchen 2004 Vor dem Zweiten Weltkrieg stand hier ein Wegkreuz, dessen Verbleib unbekannt ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ca. 60 Meter entfernt an der Kreuzung Broicher Straße/Fabrikstraße eine neue Anlage errichtet. Diese Anlage bestand aus einem aus Ziegelsteinen gemauerten Sockel, der als Altar bei Fronleichnamsprozessionen diente, einem Holzkreuz mit Korpus und Dach. Bei einem Autounfall wurde die Anlage in den 1970er Jahren komplett zerstört. Die neue Anlage war eine moderne Holz-Metall-Konstruktion. Im Jahr 2003 wurde auch dieses Kreuz bei einem Autounfall zerstört. Das neue, moderne Kreuz wurde wieder an den alten Platz des Vor-Kriegs-Kreuzes zurückverlegt und ist eine schlichte Stahlkonstruktion. Es wurde Palmsonntag 2004 eingeweiht. 95px|zentriert Endstraße 19a() Linden-Neusen 1970 moderne Kreuzanlage auf Blausteinplatte, darüber Metallbänder, ein Kruzifix darstellend in einer Art Mandorla aus 1970 vom Kunstschmied Heinz Zitzen; neuer Standort seit 2021. Vorher Blaustein-Unterbau auf Ziegelsteinaltar. 95px|zentriert Euchener Straße 36() Euchen unbekannt angebracht an der Wand von St. Willibrord, als Ersatz für das im Zweiten Krieg zerstörte Kreuz, Holz mit Kruzifix unter Schutzdach, Gesamthöhe 250 cm. 95px|zentriert Euchener Viehweg/Holzweg() Euchen um 1900 Kreuz vom aufgelösten Broicher Friedhof, 1948 am heutigen Standort aufgestellt, 2011 aufwändig restauriert, neuer Sockel aus Naturstein (vorher Kunststein), Kreuz von ca. 1900, Gesamthöhe 195 cm, Kruzifix 2018 gestohlen. Im Sockel ist die Inschrift: „MEIN JESUS BARMHERZIGKEIT“ eingraviert.95px|zentriertweitere Bilder Fastradaallee(bis 2017 Kütgensallee)() Scherberg Juni 2013 Holzkreuz an der Biegung des Zugangsweges zum Wurmtal hinter Gut Kaisersruh, aufgestellt zur Erinnerung an zwei Opfer des Zweiten Weltkriegs; angebrachte Plakette mit der Inschrift„Dieses Kreuz erinnert an die Opfer, die in den Kriegsjahren 1944/45in Würselen ums Leben kamen“
Stellvertretend für die amerikanischen Opfer: 1st Lt. R. A. Remik geb.: 09.05.1915 in New Hamshire [sic] / USA gefallen: 15.10.1944 in Würselen Stellvertretend für die deutschen Opfer: Zivilist Hubert Aretz geb.: 30.12.1908 in Würselen am 23.03.1945 durch eine Mine tödlich verletzt Aufgestellt durch: ZIF, Zeitgeschichte Interdisziplinäre Forschungsgruppe http://www.zif-info.de