Ferdinand Magnus von Freymann (; * ; † in Waimel-Neuhof) war ein russischer Generalleutnant.

Leben Herkunft und Familie Ferdinand Magnus von Freymann war ein Sohn des Arrendators von Rubin im Kreis Illuxt, Georg von Freymann aus dem Hause Hohenrandeck und der Sophie, geborene von Brunnow.

1765 heiratete er Katharina Elisabeth von Krüdener (1736–1799)Astaf von Transehe-Roseneck (Bearb.): Genealogisches Handbuch der livländischen Ritterschaft, Band 1, Görlitz 1929, S. 459. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor: Dorothea (1768–1806), ⚭ Peter von Wrangell (1760–1807), russischer Major und KriminalgerichtsassessorOtto Magnus von Stackelberg (Bearb.): Genealogisches Handbuch der estländischen Ritterschaft, Band 1, Görlitz , S. 595. Elisabeth (1772–1830), ⚭I 1791 Carl von Freymann aus dem Hause Nursie (1757–1794), russischer Leutnant der GardeGenealogisches Handbuch der baltischen Ritterschaften, Görlitz 1929, S. 53 (V. 1.).; ⚭II 1797 Otto Reinhold von Freymann aus dem Hause Nursie (1760–1820), russischer Leutnant und KirchspielrichterGenealogisches Handbuch der baltischen Ritterschaften, Görlitz 1929, S. 56 (V.).

Werdegang Freymann bestritt seit 1742 eine Offizierslaufbahn in der Kaiserlich Russischen Armee. Er soll bereits 1760 oder erst 1771 zum Generalmajor avanciert sein. Von 1762 bis 1771 war er Kommandant von Riga. Er wurde dann zum Orenburger Korps abkommandiert und nahm als Führer einer Truppe von 5000 Mann an der Niederwerfung des Pugatschow-Aufstands teil. Hierbei konnte er Jaizk und die Festung Tatischtschew einnehmen.Herrn Ferdinand von Freymann's Russ. Kaiserl. Generallieutenants und Ritters, getreue Darstellung seiner Expedition wider die (damaligen) jaikschen Kosaken, wie auch hernach wider den Rebellen Pugatschew. In: August Wilhelm Hupel (Hrsg.): Neue nordische Miscellaneen, 7.8.St., Riga 1794, S. 355–410. Freymann wurde 1774 mit dem St.-Anna-Orden III. Klasse und 1777 mit dem St.-Georg-Orden IV. Klasse ausgezeichnet. 1779 avancierte er zum Generalleutnant. Seit 1784 war er Erbherr auf dem Gut Waimel-Neuhof im Kirchspiel Pölwe und konnte sich 1786 in das Adelsgeschlechtsbuch des Gouvernements Livland eintragen. Er wurde am 10. November 1796 in der Kapelle in Pölwe beigesetzt. Seine Familie wurde 1797 als Freymann aus dem Haus Waimel-Neuhof bei der Livländischen Ritterschaft (Nr. 246) immatrikuliert.

Literatur Genealogisches Handbuch der Baltischen Ritterschaften (Neue Folge). Band IV, Hamburg 2014, S. 77, 92, 140f.

Weblinks Eintrag in der Erik-Amburger-Datenbank beim Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Федор Юрьевич Фрейман. In: Русский биографический словарь, Band 21, St. Petersburg 1901, S. 223 (russisch) Федор Юрьевич Фрейман. In: Энциклопедический словарь Брокгауза и Ефрона, Band XXXVIa, St. Petersburg 1902, S. 721 (russisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Russisches Kaiserreich) Kategorie:General der Frühen Neuzeit (Russland) Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Georg Kategorie:Adliger Kategorie:Deutsch-Balte Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1725 Kategorie:Gestorben 1796 Kategorie:Mann