Benno von Nostitz-Wallwitz (* 1. Januar 1865 in Dresden; † 5. Februar 1955 in Sohland a. d. Spree)Benno von Nostitz-Wallwitz. In: Sächsische Biografie. Herausgegeben vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde. war ein Landesbestallter und Landesältester der Landstände der sächsischen Oberlausitz.
Leben
Karriere Benno von Nostitz-Wallwitz entstammte dem Adelsgeschlecht derer von Nostitz. Der Sohn des königlich-sächsischen Gesandten in Berlin Oswald von Nostitz-Wallwitz (1830–1885) und seiner Frau Anna geb. Freiin von Wilkens-Hohenau (1842–1923) besuchte das Friedrich-Gymnasium in Altenburg und die Klosterschule Ilfeld. Er schlug zunächst eine militärische Karriere ein und wurde am 19. April 1893 zum Oberleutnant beim Garde-Reiter-Regiment ernannt. Er diente in mehreren Verwendungen, u. a. als Adjutant der 1. Kavallerie-Brigade Nr. 23. Am 26. März 1899 erfolgte seine Beförderung zum Rittmeister. Unter Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde er am 26. Oktober 1902 zur Disposition gestellt. Er war seit 1884 Mitglied der Studentenverbindung Canitz-Gesellschaft Leipzig.Canitzgesellschaft e.V. (Hrsg.): 150 Jahre Canitzgesellschaft 1875 bis 2025. Eigenverlag, Berlin 2025, S. 249, Nr. 121.
Durch königliche Ernennung war er von 1914 bis zu deren Auflösung 1918 Mitglied der I. Kammer des Sächsischen Landtags.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952, Sächsischer Landtag 2001, S. 47. Im Ersten Weltkrieg fungierte er zudem bei der Feldgendarmerie des XII. (I. Königlich Sächsischen) Armee-Korps und nahm als Major seinen Abschied aus dem Militärdienst.Ehrenrangliste, S. 951 Von 1928 bis 1945 war er Präsident der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Görlitz.
Familie Benno von Nostitz-Wallwitz adoptierte Oswalt von Nostitz (1908–1997) im Jahr 1932 wegen seiner eigenen Kinderlosigkeit und machte ihn zum Erben seines Vermögens, zu dem mehrere Rittergüter in Sohland an der Spree gehörten.Adam von Watzdorf (Hrsg.): Schicksalsbuch des sächsisch-thüringischen Adels. 1945. Aus dem Deutschen Adelsarchiv. Band 1, Starke, Limburg 2005, ISBN 3-7980-0605-9, S. 330. Seine Brüder waren der deutsche Verwaltungsbeamte Karl Néale von Nostitz-Wallwitz (1863–1939) und der Politiker und Diplomat Alfred von Nostitz-Wallwitz (1870–1953).
Werke Das militärische Delikt des Ungehorsams. Leipzig 1905.
Einzelnachweise
Benno Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Mitglied der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Oberlausitzer Provinzialstände Kategorie:Major (Sachsen) Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1865 Kategorie:Gestorben 1955 Kategorie:Mann