mini|Rafael López Aliaga Rafael Bernardo López Aliaga Cazorla (geboren am 11. Februar 1961) ist ein peruanischer Geschäftsmann, Wirtschaftsingenieur, Politiker und ehemaliger Bürgermeister von Lima.

Frühe Jahre Rafael López Aliaga wurde am 11. Februar 1961 in der peruanischen Hauptstadt Lima geboren, wuchs jedoch in Chiclayo im Norden Perus auf. Er ist der Sohn von Fernando López-Aliaga Botto und Paula Cazorla Talleri, beide Chemieingenieure und Absolventen der Universidad Nacional Mayor de San Marcos. Bis zu seinem zweiundzwanzigsten Lebensjahr lebte er aus beruflichen Gründen in Pomalca, das zur gleichnamigen Zuckerhacienda im Osten von Chiclayo gehörte. Seine Schulzeit verbrachte er am Colegio San Agustín de Chiclayo, einer Schule des Augustinerordens im Distrikt Pimentel.

Er belegte den ersten Platz in seinem Studiengang bei der allgemeinen Aufnahmeprüfung und begann zunächst ein Studium des Bauingenieurwesens an der Universidad Nacional Pedro Ruiz Gallo in Lambayeque. Aufgrund von Streiks und den damaligen politischen Unruhen wechselte er später an die Universidad de Piura, wo er Wirtschaftsingenieurwesen studierte und 1983 seinen Bachelor-Abschluss erwarb. Später absolvierte er einen Master in Betriebswirtschaft (MBA) an der Universidad del Pacífico sowie das Programm für Unternehmensführung (PAD) an der Universidad de Piura.

Unternehmer Aliaga begann seine Karriere bei der Bank Banco Wiese und wurde danach Manager bei der peruanischen Sparte der Citibank in Lima. Anschließend gründete er das Sicherheitsunternehmen Peruvian Corp sowie die Hotelkette Grupo Acres. Seit 1999 ist López Aliaga Teilhaber der ehemals staatlichen Eisenbahngesellschaft PeruRail, der Luxushotel- und Touristik-Unternehmensgruppe Belmond sowie Besitzer des Unternehmens Trasandino Railway, das unter anderem die Touristenzüge nach Machu Picchu betreibt.

Politiker 2007 trat López Aliaga das erste Mal als Politiker in Erscheinung, als er für den Stadtrat von Lima kandidierte. Größere Bekanntheit erlangte er während der Unruhen in Peru 2020 sowie durch die Präsidentschaftswahl im Jahr 2021, in der er für die rechte Partei Renovación Popular den dritten Platz belegte.

López Aliaga gilt selbst in Peru, einem Land, in dem es an schillernden Figuren unter den Politikern nicht mangelt, als Exzentriker. In Peru ist er gewöhnlich nur unter seinem Spitznamen Porky Pig (Schweinchen Dick) bekannt, den er in Anlehnung an seine für einen Peruaner ungewöhnliche Physiognomie bekam und den er auch selbst während seines Wahlkampfes verwendete. So trat er während der Wahl als Schwein verkleidet auf, um die grassierende Korruption im Land anzuprangern.

Bei den Kommunalwahlen 2022 wurde er zum Bürgermeister von Lima gewählt und übte das Amt von 2023 bis Oktober 2025 aus.https://gestion.pe/peru/politica/rafael-lopez-aliaga-presento-su-renuncia-y-renzo-reggiardo-asumira-la-alcaldia-de-lima-noticia/

Er trat von dem Amt zurück, um sich auf seine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2026 zu konzentrieren. Dort erreichte er im ersten Wahlgang den dritten Platz und verfehlte damit die Teilnahme an der Stichwahl.

Positionen López Aliaga wird aufgrund seines populistischen und aggressiven Auftretens als Bolsonaro Perus bezeichnet. Er vertritt ultrakonservative Positionen in weltanschaulichen Fragen, zuweilen wird er als religiöser Fundamentalist bezeichnet. López Aliaga lehnt Schwangerschaftsverhütung und Abtreibung grundlegend ab, Homosexualität bezeichnete er als „Problem, welches geheilt werden kann“. Für Aufsehen sorgten Äußerungen, dass Frauen, die unter häuslicher Gewalt litten, dafür selbst verantwortlich seien.

Wirtschaftlich vertritt López Aliaga klassisch neoliberale Positionen wie die Verschlankung des Staates, umfassenden Sozialabbau und Privatisierungen öffentlicher Unternehmen.

Während der COVID-19-Pandemie in Peru sprach López Aliaga sich gegen Restriktionen zur Eindämmung des Virus aus und forderte, dass die Impfkampagne durch private Firmen durchgeführt werden und der Impfstoff für die Bürger kostenpflichtig sein solle.

López Aliaga unterzeichnete die Charta von Madrid, ein Dokument, das linke Gruppen als Feinde Iberoamerikas beschreibt, die an einem „kriminellen Projekt“ beteiligt sind und „unter dem Schutz des kubanischen Regimes“ stehen. Er steht der peruanischen Linken sehr feindselig gegenüber und beschuldigt alle Linken, nicht nur korrupt, sondern auch „Kommunisten“ und „Terroristen“ zu sein. Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2021 rief er: „Tod dem Kommunismus! Tod Cerrón und Castillo!“

Korruption 2001 wurde gegen López Aliaga wegen Steuervermeidung ermittelt. 2017 tauchte sein Name in Verbindung mit Geldwäsche in den Panama Papers auf.

Privates López Aliaga ist Mitglied des Opus Dei.Rafael López Aliaga: „Soy miembro del Opus Dei a mucha honra, pero no impongo mi vida a nadie“. El candidato por Renovación Popular ofreció una entrevista exclusiva a Cuarto Poder, 1. Februar 2021, abgerufen am 12. Januar 2026. Er gibt an, im Zölibat zu leben, asketische Übungen zu praktizieren und sich regelmäßig selbst zu geißeln.

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