Rudolf G. Werner (* 22. Mai 1893 in Gera; † 14. Dezember 1957 ebenda) war ein deutscher Maler.

Leben und Werk Rudolf G. Werners Vater war Lehrer in Gera. Werner absolvierte eine Ausbildung als Zeichner und Lithograph in der Lithographischen Anstalt Gera. Anschließend studierte er bei Robert Engels an der Staatlichen Kunstgewerbeschule München und dann bei Emil Orlik an der Staatlichen Lehranstalt des Berliner KunstgewerbemuseumsRudolf G. Werner. In: Kunst in der DDR / Künstler (bildatlas-ddr-kunst.de)

In der Zeit des Nationalsozialismus war Werner Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Er war auf einer bedeutenden Zahl von Ausstellungen vertretenMartin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 590 passim, u. a. von 1937 bis 1944 auf allen Großen Deutschen Kunstausstellungen in München.Treffpunkt-Kunst.net - Künstlernamen Listing T-Z Vom Überfall auf die Sowjetunion an betätigte sich Werner im Rahmen einer Propagandakompanie der 16. Armee unter Ernst Busch als nationalsozialistischer Kriegsmaler.Dazu auch: Karin Hartewig: Kunst für alle! Hitlers ästhetische Diktatur. 2018, S. 97. Ab 1941 zeigte er auf den Ausstellungen in München nur noch martialische Kriegsbilder.

Nach Kriegsende arbeitete Werner wieder in Gera als freischaffender Maler und Grafiker. Er wurde Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Als zur Vorbereitung der Dritten Deutsche Kunstausstellung in Dresden "Künstlerbrigaden" gebildet wurden, die für die Ausstellung „realistische Kunstwerke“ schaffen sollten, beteiligte er sich in der Wartburgbrigade mit Erwin Görlach, Carl Kuhn, Karl Ortelt und Wolfgang Taubert.Jochen Staadt: Die Eroberung der Kultur beginnt! Die Staatliche Kommission für Kunstangelegenheiten der DDR (1951–1953) und die Kulturpolitik der SED. Peter Lang, Frankfurt am Main 2011, S. 153 Von ihnen eingereichte Arbeiten wurden auch ausgestellt.

Werke Werners befinden sich u. a. im Bestand des Lindenau-Museums Altenburg und des Otto-Dix-Hauses Gera.

Der Sohn Werners, Fritz Werner, war Bühnenbildner.

Darstellung Werners in der bildenden Kunst Otto Oettel: Kunstmaler R.W. (Büste; gebrannter Ton)https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/355926/19/0/

Werke (Auswahl) Auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen gezeigte Ölgemälde 1937: Asphaltarbeiter (133 × 120 cm) 1938: Thüringer Glasbläser 1938: Die Temperamente 1939: Guss 1940: Sitzender Akt (1932, 132 × 120 cm; von Hitler für 2 500 RM erworben) 1941: Schwere Artillerie passiert Notbrücke 1942: Triptychon: Kampf, Kampfpause, Marsch (von Robert Ley für 15 000 RM erworben) 1943: Volk 1943: Der Panzergrenadier 1944: Vorm feindlichen Angriff

Weitere Werke (Auswahl) Tafelbilder Freundschaft (Öl, 150 × 180 cm; mit Fritz Werner; auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung)Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 3/1954, S. 5 Umsiedlerin (Öl)Katalog der Ausstellung 100 Jahre Staatliches Lindenau-Museum

Baugebundene Kunst Heinrich Schütz, geehrt von den Menschen seiner Zeit (Sgraffito am Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz; 1954)http://heinrich-schuetz-haus.de/exponate/exponat_mai_2004.php Wandbilder in der Jugendherberge Weida (mit Rudolf Klose)

Buchillustrationen (Auswahl) Jeremias Gotthelf: Kurt von Koppigen: Erzählung aus dem schweizer Mittelalter. T. Wiskott AG für Verlag und Kunstdruck, Berlin, 1925 Die Schlacht am Bückeberg. Erzählung aus den Befreiungskämpfen der Germanen vom Römerjoch. Verlag Enßlin und Laiblin, 1933 Hans Franck: Nur ein Mädchen. F. Schneider, Berlin, Leipzig, 1937 Mario Heil de Brentani: Das Flandernbuch, geschrieben von deutschen Soldaten. Bong Verlag Berlin, 1942 Jupp Daehler, Wilhelm M. Busch u. a.: Maler und Zeichner schauen den Krieg. Propagandakompanie der Armee Busch, Verlag Graphischen Arbeitsgemeinschaft Jupp Daehler; um 1942 Zeitvertreib für unsere Kleinen. Verlag Niendorf und Illgen, 1947 Duran. Ein Pferd unterwegs. Neumann-Verlag, Berlin, Radebeul, 1952 Gustav Otto Dix: Fang im Nordmeer. Mit deutschen Hochseefischern unter der Mitternachtssonne. 1957 Alfred Buckwitz: Überraschung mit Tieren, Erlebnisse mit wilden und zahmen Tieren. Petermänken-Verlag, Schwerin, 1958 Gustav Otto Dix: Kater Varus .Tierstudie. Petermänken-Verlag, Schwerin, 1959 Alfred Buckwitz: Tiere und ich. Erlebnisse mit wilden und zahmen Tieren. Petermänken-Verlag, Schwerin, 1960

Weitere Ausstellungen (unvollständig) 1948: Gera (Ausstellung Geraer Künstler „Die Ernte“) 1954: Altenburg/Thür., Lindenau-Museum („100 Jahre Staatliches Lindenau-Museum“) 1979: Gera, Bezirkskunstausstellung 1953: Dresden, Dritte Deutsche Kunstausstellung

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Literatur

Einzelnachweise

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