Das Inge-Deutschkron-Gymnasium, bis 2024 Gymnasium am Europasportpark, ist ein staatliches Gymnasium in der Kopenhagener Straße 83–87 im Berliner Ortsteil Wilhelmsruh des Bezirks Pankow. Es ist benannt nach Inge Deutschkron, einer Überlebenden des Holocaust und Ehrenbürgerin Berlins. Sie ist bekannt geworden durch ihre Autobiografie Ich trug den gelben Stern und ihren lebenslangen Einsatz gegen Antisemitismus und für das Gedenken an den Holocaust.

Geschichte Gegründet wurde die Schule zum Schuljahr 2016/17 in einem Schulgebäude, das 1973 an der Kniprodestraße 29 im Ortsteil Prenzlauer Berg fertiggestellt wurde. Damals beherbergte dieses die KJS (Kinder- und Jugendsportschule) „Ernst Grube“, eine von vier Ost-Berliner Spezialschulen für die Förderung sportlich talentierter Kinder und Jugendlicher in der DDR. Nach der politischen Wende wurde die KJS in ein Sportgymnasium umgewandelt (Coubertin-Gymnasium), das ab dem Schuljahr 2006/07 mit der Werner-Seelenbinder-Schule in mehreren Schritten zum Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) fusionierte und 2014 an einen neuen Standort im Sportforum Hohenschönhausen umzog. Anschließend nutzten die Grundstufen der benachbarten Tesla-Schule und der Grundschule im Blumenviertel das Gebäude, bevor das Gymnasium am Europasportpark (GESP) dazukam und seit 2020 das gesamte Gebäude nutzte. Am Ende des Schuljahres 2021/22 legten die ersten Schüler ihr Abitur am GESP ab.

Zu Beginn des Schuljahres 2024/25 wurde die Schule in Inge-Deutschkron-Gymnasium umbenannt und zog an einen neuen Standort um, das ehemalige Umspannwerk Wilhelmsruh. Der Name der Schule wurde durch eine Abstimmung der Schüler, Eltern und Lehrer beschlossen. Am neuen Standort stiegen die Anmeldezahlen sprunghaft an und zum Schuljahr 2026/27 war das Gymnasium Familien-Favorit Nummer eins in Pankow. Da der Mietvertrag für das Umspannwerk 2029 ausläuft, wird überlegt, die Miete zu verlängern oder das Gebäude zu kaufen.https://www.tagesspiegel.de/berlin/kauft-berlin-dieses-loft-gymnasium-unterschatzte-schule- ist-plotzlich-der-familien-favorit-nummer-eins-15400990.html 2025 legte der erste Abiturjahrgang nach dem Rebranding sein Abitur erfolgreich ab.

Schulprofil Das Gymnasium setzt keinen direkten Schwerpunkt auf bestimmte Fächer, sondern spezialisiert sich auf die Allgemeinbildung. Ab der 8. Klasse nehmen Schüler am Wahlpflichtunterricht teil, in dem auch Bilingualkurse angeboten werden.

Als Fremdsprachen werden Englisch, Französisch, Spanisch und Latein angeboten. Im Rahmen des Austauschprogramms Erasmus+ finden wechselnde Fahrten vor allem ins west- und südeuropäische Ausland statt, die für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse offenstehen. Regelmäßige Fahrten gehen nach Salamanca in Spanien. Außerdem kam es 2026 erstmals zu einem Austausch mit einer ukrainischen Schule aus Riwne, der jedoch nur einseitig stattfinden konnte.

Nachmittags werden verschiedene Arbeitsgemeinschaften angeboten, zum Beispiel zu Themen wie Robotik, Schulsanität, Schach und Religion. Es gibt ein jährliches Sportfest, bei dem die Klassen als Team gegeneinander antreten. In den Hofpausen werden verschiedene Angebote zur Bewegungsförderung angeboten, unter anderem Tischtennis und Basketball.

Das Gymnasium ist Teil des Netzwerks Schule ohne Rassismus und interessiertes Mitglied der UNESCO-Projektschulen.

Im Schuljahr 2025/26 hat die Schule 808 Schüler. Von ihnen haben 15,0 Prozent eine nichtdeutsche Herkunftssprache.

Weblinks

Website des Gymnasiums

Einzelnachweise

Kategorie:Gymnasium in Berlin Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 2016