Der Bahnhof Amendola ist ein unterirdischer Bahnhof der U-Bahn Mailand. Er befindet sich auf der Linie M1 unter dem gleichnamigen Platz (piazza Giovanni Amendola), nach dem er benannt wurde.

Er ist mit Caiazzo einer der zwei Bahnhöfe der Mailänder U-Bahn, die unter Denkmalschutz stehen.A. Stella: Vincolo su due stazioni del metrò “Monumenti al design anni Sessanta”. In: Corriere della Sera, 3. Juli 2008, .Giovanni Luca Minici: La metropolitana milanese. Evoluzione urbanistica e architettonica. SilvanaEditoriale, S. 125–126.

Geschichte Der Bahnhof Amendola gehört zum ersten Teilstück der Linie M1, das am 1. November 1964 in Betrieb genommen wurde.Giuseppe Severi, Roberto Vasini: Metropolitana a Milano. 3. Auflage. Azienda Trasporti Municipali, Milano 1996, S. 72.

Wegen seiner Lage in unmittelbarer Nähe zum damaligen Messegelände wurde der Bahnhof Amendola als erster fertiggestellt und schon zur Mailänder Messe 1963 für die Besucher eröffnet: auf einem Gleis waren auch zwei Elektrotriebzüge besuchbar.G. Mannino Patanè: Mezzi di trasporto e accessori alla 41ª Fiera di Milano. In: Ingegneria Ferroviaria April 1963, , S. 415–416. Zu den Besuchern ist der damalige Erzbischof, Kardinal Montini, spätere Papst Paul VI., zu erwähnen.Francesco Ogliari: Dall’Omnibus alla Metropolitana. Milano 1986, S. 403–404.Giuseppe Severi, Roberto Vasini: Metropolitana a Milano. 3. Auflage. Azienda Trasporti Municipali, Milano 1996, S. 68–69.

Der ursprünglich vorgesehene Name für den Bahnhof war Fiera („Messe“).Giovanni Alferini, Matteo Cirenei: L’attivazione della linea 1 della metropolitana di Milano. In: „Ingegneria Ferroviaria“, Juli–August 1964, , S. 588. Schon vor der Inbetriebnahme wurde er in Amendola-Fiera umbenannt.Stagniweb - Postkarte von 1963 Der Namenzusatz wurde Anfang des 21. Jahrhunderts in Fieramilanocity geändert und mit dem Umzug des Messegeländes nach Rho fallen gelassen.

2007 wurden die Bahnhöfe Amendola und Caiazzo unter Denkmalschutz gestellt, als wichtige Denkmäler des öffentlichen Designs der 60er Jahre; somit wurden in Italien zum allerersten Mal Bauwerke mit wenig als 50 Jahren denkmalgeschützt.

Bilder der Voreröffnung während der Mailänder Messe 1963

Lage mini|Die Bahnsteigebene Deu U-Bahnhof Amendola befindet sich auf dem Ast nach Rho Fiera der Linie M1 und ist 746 m vom U-Bahnhof Lotto und 502 m vom U-Bahnhof Buonarroti entfernt.Giovanni Alferini, Matteo Cirenei: L’attivazione della linea 1 della metropolitana di Milano. In: „Ingegneria Ferroviaria“, Juli–August 1964, , S. 600–601.

Wie jeder Bahnhof des ersten Teilstücks der Linie M1 hat der Bahnhof zwei Gleise mit Seitenbahnsteigen.Giovanni Alferini, Matteo Cirenei: L’attivazione della linea 1 della metropolitana di Milano. In: „Ingegneria Ferroviaria“, Juli–August 1964, , S. 589–590. Die architektonische Ausstattung wurde wie bei allen Bahnhöfen der Linien M1 und M2 von den Architekten Franco Albini und Franca Helg und vom Grafiker Bob Noorda gestaltet.Giovanni Luca Minici: La metropolitana milanese. Evoluzione urbanistica e architettonica. SilvanaEditoriale, S. 96–114.

Er ist der einzige der ersten Bahnhöfe, dessen Verteilergeschoss sich nicht direkt über den Gleisen befindet, sondern in Seitenlage. Dieser Raum wurde wegen den erwarteten Menschenmengen von Messebesuchern besonders groß vorgesehen und ist mit einer vom Stadtarchitekten Arrigo Arrighetti entworfenen halbtransparenten Plexiglas-Struktur überdacht.Guido Pugliese: La tipologia delle stazioni dalla linea 1 alla linea 3. In: „TT Tecnologia Territorio“, Nr. 1, 1985, S. 30.

Anbindung Am U-Bahnhof bestehen Umsteigemöglichkeiten von der Linie M1 zur Omnibuslinie 68 der Azienda Trasporti Milanesi.

Linie Verlauf

Siehe auch Liste der U-Bahnhöfe in Mailand

Weblinks

Einzelnachweise

Milano Amendola Amendola Amendola Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren