mini|Gruppe mit Wilhelm Solf, Parlamentarier Charles H. Mills aus Neuseeland und Paramount Chief Matāʻafa Iosefo bei einem Besuch von Mills in Samoa, 1903. Matāʻafa ist einer der vier höchsten Häuptlingstitel tama-a-ʻaiga (maximal lineage) von Samoa.Morgan A. Tuimalealiʻifano: O tama a ʻaiga the politics of succession to Samoa’s paramount titles. Institute of Pacific Studies, University of the South Pacific. 2006. ISBN 978-982-02-0377-8 oclc=494614506Stephanie Lawson: Tradition versus democracy in the South Pacific: Fiji, Tonga, and Western Samoa. (google books) S. 146. Es ist einer von zwei dieser Titel, die ihren Ursprung im Distrikt Atua im Osten der Insel Upolu haben (zusammen mit dem Tupua Tamasese von Falefa und Salani) und hat ihren historischen Sitz im Dorf Amaile.Malama Meleisea: The Making of Modern Samoa. (google books) University of the South Pacific. 1987: S. 54. ISBN 982-02-0031-8

Matāʻafa Faʻasuamaleaui Puʻela Patu war der derzeit letzte Träger des Titels. Nach seinem Tod 1997 blieb der Titel vakant bis heute.

Ursprünge der Matāʻafa Der Anfang der tama-a-ʻAiga-Matāʻafa-Linie wird auf Königin Salamasina zurückgeführt. Der Sohn ihrer Enkelin Taufau, Tupuivao, begründete die Linie, die in Amaile ihren Sitz hat. Die Linie verzweigt sich in späterer Zeit durch Luafalemana, den Sohn von König Tupua Fuiavailili, sowie Punipuao, die Tochter von Alaiʻasā von Falefa.Augustin Krämer (1865–1941): The Samoa Islands: an outline of a monograph with particular consideration of German Samoa. University of Hawaii Press 1999. ISBN 0-8248-2219-6 oclc=58450475 Luafalemana heiratete Gese und hatte mit ihr eine Tochter, Salainaʻoloa. Während sie zur Linie der ʻAiga Sā Fenunuivao (Nachkommen von Fenunuivao) gehörte heiratete sie Tuimavave (auch: Tauiliʻili) aus der ʻAiga Sā Levālasi (Nachkommen von Levalasi). Aus der Vereinigung dieser beiden Linien ging 1785 die erste Linie der Matāʻafa-Titelträger hervor, Faʻasuamaleʻaui. Aus Tuimavaves weiterer Verbindung mit Letelesā ging eine weitere Linie des Titels hervor, Silupevailei. Sowohl Faʻasuamaleʻaui als auch Silupevailei sind die beiden Abstammungslinien, aus denen die Matāʻafa ausgewählt werden.

Tuimavaves Vereinigung mit der Enkelin von König Tupua, Salainaʻoloa, hat dazu geführt, dass die Matāʻafa-Titel eng mit dem anderen Tama a āiga-Titel Tupua Tamasese und dem Aloaliʻi-Titel Luafalemana von Falefa verbunden sind. Dies führte zeitweise dazu, dass Matāʻafa-Inhaber gleichzeitig auch den Tupua-Titel trugen, wie Matāʻafa Iosefo, der als „Tupua Matāʻafa Iosefo“ bekannt wurde. Durch die Verbindung der Tochter von Luafalemana mit Tuimavave erreichte die Tui Ātua-Linie eine harmonische Verbindung zwischen den beiden großen Familien von Atua, ʻAiga Sā Levālasi (Hüter des Matāʻafa-Titels) und ʻAiga Sā Fenunuivao (Hüter des Tupua Tamasese-Titels).

Die Familientraditionen gehen auseinander, wer der erste Matāʻafa war, doch die Mehrheit der Meinungen favorisiert entweder Filifilisounuʻu, den Sohn von Faʻasuamaleʻaui, oder Tafagamanu, den Sohn von Filifilisounuʻu. Jedenfalls begann die Linie der Faʻasuamaleʻaui damit und der Titel wurde von seiner Entstehung bis 1948 getragen, als er an die Linie der Silupevailei überging. Nach anschließenden Verhandlungen vor dem Lands & Titles Court fiel der Titel nach dem Tod des ehemaligen Premierministers Fiame Matāʻafa Faumuina Mulinuʻu II an Faʻasuamaleʻauis Linie zurück, als er Matāʻafa Puela Faʻasuamaleʻaui Patu verliehen wurde, der ihn bis zu seinem Tod im Jahr 1997 innehatte. Darauf folgte Matāʻafa Tupuola Lui Iosefo bis zu seinem Tod im Jahr 2014. Der Titel blieb seither vakant.

Würde Wie der Tupua Tamasese-Titel wird der Matāʻafa-Titelträger von seiner primären politischen Familie und den Erben ausgewählt. Der Titel wird von der ʻAiga Sā Mataʻafa verwaltet, zu der auch die ʻAiga Sā Tago sowie die ʻAiga Sā Levalasi gehören, benannt nach Levalasi, der Adoptivmutter von Königin Salamāsina.

Der Besitz des Titels wurde 1939 bestätigt. Es wurde festgelegt, dass die ʻAiga Sā Levālasi den Titelträger aus den Erben von Anapapa am zugehörigen Maota (Wohnsitz) des Matāʻafas, im Dorf Amaile, auswählen würde, wer den Matāʻafa-Titel tragen würde. Sobald sie ihre Auswahl getroffen haben, werden die ʻAiga Sa Tago informiert. Die Hauptzweige der ʻAiga sind Amaile und Lotofaga sowie die Familie Satago. An der Spitze von ʻAiga Sā Levālasi steht der Fiamē-Titelträger von Lotofaga, der derzeit von Samoas Premierministerin Fiamē Naomi Mataʻafa gehalten wird.Asofou Soʻo: Democracy and custom in Sāmoa: an uneasy alliance. IPS Publications, University of the South Pacific 2008. ISBN 978-982-02-0390-7 oclc=244005120 worldcat

Titelträger Mataʻafa Iosefo (1832–1912), ein Rivale um den Königstitel in Samoa während der Kolonialzeit.Morgan A. Tuimalealiʻifano: O tama a ʻāiga: the politics of succession to Sāmoa’s paramount titles. University of the South Pacific, [email protected] 2006: S. 13. ISBN 982-02-0377-5 Matāʻafa Tupuola Iose (1912–1915) Mataʻafa Muliufi (1915–1936), Mitglied des Legislative Council Mataʻafa Faumuina Fiame Mulinuʻu I. (gest. 1948), Anführer der Unabhängigkeitsbewegung Mau Movement, Linie Silupevailei. verheiratet mit einer Frau der anderen tama-a-ʻaiga, Malietoa Laupepa. Fiame Matāʻafa Faumuina Mulinuʻu II (1921–1975), Sohn von Matāʻafa Faumuina Fiame Mulinuʻu I., dem ersten Premierminister. verheiratet mit Laulu Fetauimalemau Matāʻafa (1928–2007). Ihre Tochter Hon. Fiame Naomi Matā'afa ist die derzeitige Highchief von Lotofaga und Deputy Prime Minister of Samoa. Danach ging der Titel ging dann zurück an die Linie Faasuamaleʻaui zu Matā'afa Puela Faasuamaleaui Patu bis zu seinem Tod 1997.

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