The Rascals (zuvor The Young Rascals) war eine amerikanische Blue-Eyed-Soul-, Rock- und Pop-Band, die vor allem in den 1960er Jahren populär war.
Bandgeschichte 1964 spielten Felix Cavaliere, Gene Cornish, Eddie Brigati und Dino Danelli in der Clubband Felix & the Escorts. Nachdem im selben Jahr Sid Bernstein ihr Manager geworden war, nannten sie sich The Young Rascals. Dank Bernstein bekamen die Young Rascals einen Vertrag bei Atlantic Records und konnten schon 1965 im Vorprogramm der Beatles auftreten.
Bereits das Debütalbum The Young Rascals aus dem Jahre 1966 kam bis Platz 15 der US-Charts und notierte 84 Wochen in den Charts.Whitburn, Joel: Top Pop Albums 1955-1996. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1996, S. 640 Auf dem Album waren noch ausschließlich Coverversionen von Songs anderer Interpreten zu hören. Doch schon die nächsten Erfolge boten größtenteils Material, das Cavaliere und Brigati verfasst hatten.
Zwischen 1966 und 1968 wurden viele Young-Rascals-Songs zu großen Hits, die bekanntesten unter ihnen sind wohl Good Lovin’ (1966)Nähere Informationen zu dem Titel siehe: Bronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Billboard Publications, 1992, S. 197, Groovin’, A Girl Like YouBronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Billboard Publications, 1992, S. 224 (1967)Groovin' war der einzige Hit der Rascals in Deutschland, die Single erreichte 1967 Platz 20; Ehnert, Günter (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956-1980. Hamburg: Taurus Press, 1990, S. 222 und People Got to Be FreeText und Musik von Felix Cavaliere und Eddie Brigati; US-Katalognummer: Atlantic 2537. Nähere Informationen zu dem Song in: Bronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Billboard Publications, 1992, S. 245 (1968). 1968 erfolgte dann auch die Verkürzung des Bandnamens zu The Rascals.
Trotz erfahrener Studiogäste, wie King Curtis, Chuck Rainey und David Newman, erhielt das 1969er Doppelalbum Freedom Suite miserable Kritiken. Nach dem 1971er Album Search and Nearness verließen Brigati und Cornish daraufhin die Rascals, die 1971 zu Columbia Records wechselten. Als Ersatz kamen Howard „Buzz“ Feiten und Robert Popwell sowie die Sängerinnen Ann Sutton und Molly Holt. Doch es lief nicht gut in der neuen Besetzung, bereits nach zwei weiteren LP-Veröffentlichungen löste sich die Band 1972 auf.
1988 kam es zu einer Reunion der Rascals mit Cavaliere, Danelli und Cornish, aus der jedoch nur einige wenige Konzerte hervorgingen. Schließlich entstanden 1989 gerichtliche Auseinandersetzungen um die Rechte für den Bandnamen: Danelli und Cornish verklagten Cavaliere, der seine neue Band wieder The Young Rascals nennen wollte. Das Gericht entschied, dass Danelli und Cornish sich von nun an The New Rascals nennen dürfen, während sich Cavaliere mit Formerly of the Young Rascals begnügen musste. Der Erfolg vor Gericht brachte Danelli und Cornish jedoch nicht das Geringste, da es zu keiner Plattenveröffentlichung der New Rascals kam.
mini|The Rascals, 2013 1997 wurden die (Young) Rascals in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.Rock and Roll Hall of Fame The (Young) Rascals in der Rock and Roll Hall of Fame
Diskografie
Alben
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1973: Star-Collection 1976: Sessions Presents the Rascals (US) / 24 Greatest Hits of the Rascals (EU) 1985: Rock and Roll Treasures (2 LPs) 1986: In Retrospect. 1986: The Ultimate Rascals 1988: Searching for Ecstasy: The Rest of the Rascals, 1969–1972 1991: First Hits (als The Young Rascals) 1992: The Rascals: Anthology 1965–1972 (2 CDs) 1993: Good Lovin’ (als The Young Rascals) 1993: The Very Best of the Rascals 2001: All I Really Need: The Atlantic Recordings (1965–1971) (6 CDs) 2002: The Essentials 2010: Original Album Series (Box mit 5 CDs) 2017: The Complete Singles A’s & B’s
Singles
Weitere Singles 1969: I Believe 1970: Almost Home 1970: Right On 1971: Lucky Day 1972: Brother Tree 1972: Hummin’ Song 1972: Jungle Walk
Literatur Stambler, Irwin: The Encyclopedia of Pop, Rock and Soul. überarbeitete Auflage, New York Citry, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 552–554.
Quellen
Weblinks
Diskografie bei 45cat.com
Kategorie:Soulband Kategorie:US-amerikanische Band Kategorie:Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame