Goldebek (dänisch: Goldebæk, nordfriesisch: Golbäk) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.
Geographie Geographische Lage Das Gemeindegebiet von Goldebek erstreckt sich im westlichen Bereich der naturräumlichen Haupteinheit Schleswiger Vorgeest (Nr. 697) in Teilen am südlichen Ufer des Flusslaufs der Linnau. Neben der Spölbek, bildet sie den südlicheren der beiden Quellflüsse der Soholmer Au, welche ein Vorfluter des Bongsieler Kanals ist, die heute in Schlüttsiel ins Nordfriesische Wattenmeer am Schlütt entwässert.
Gemeindegliederung Neben dem namensgebenden Dorf liegen auch Heinsbek (HegnsbækAnders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne, Bd. 4, Kopenhagen 1979–1984. S. 425, auch HejnsbækJohannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, København 1867, Seite 171), Kolonie und Süderhuus (dän. Sønderhuse, auch Sønder LindaaJens Peter Trap: Statistisk-topographisk beskrivelse af hertugdømmet Slesvig, Kjøbenhavn 1864, S. 217), wie auch die Höfesiedlung Goldebekfeld im Gemeindegebiet.
Nachbargemeinden Angrenzende Gemeindegebiete von Goldebek sind:
Geschichte Der Ort wurde 1321 erstmals als tho Goldbeck erwähnt. Der Ortsname leitet sich womöglich von den dänischen Worten golde für unfruchtbaren und sandigen Boden sowie bek für Bach ab. Eine andere Deutung geht von dän. galt für Verschnittener Eber aus, der um das jüngere bæk erweitert worden ist.Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 276 Der Flurname Heinsbeck stammt vermutlich von dän. hegn für Hecke.Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 321Anders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne, 4. bind, København 1979–1984. s. 425, 427
Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Joldelund aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Goldebek.
Im Gemeindegebiet gibt es auch heute noch den Mühlenstrom, die Mühle wurde jedoch 1948 abgerissen.
Politik Gemeindevertretung Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung wurden bei der im Zuge der Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein 2023 erfolgten Gemeindewahl alle den Kandidaten der ABC Wählergemeinschaft Goldebek (ABC-WG) zugeteilt. Die Wahlbeteiligung lag dieses Mal bei 64,3 Prozent.
Bürgermeister Am 12. Juini 2023 wurde Peter Jessen (ABCWG) für die die Wahlperiode 2023–2028 wiederholt zum Bürgermeister gewählt.
Wappen Blasonierung: „Von Blau und Grün durch einen goldenen Schrägwellenbalken erniedrigt geteilt. Oben eine silberne Windmühle mit hohem Sockelgeschoss, unten ein silberner Ochsenkopf.“[ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]
Wirtschaft und Infrastruktur Allgemeines Das Gemeindegebiet Goldebeks ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Mittlerweile ist auch die Erzeugung regenerativer Energie durch den Windpark "Veer Dörper" hinzu getreten. Östlich des Dorfs gelegen, umfasst dieser vier Windkraftanlagen der Zwei-Megawatt-Klasse.
Verkehr Das Gemeindegebiet wird erschlossen durch die schleswig-holsteinische Landesstraße 12 auf dem Weg zwischen Bredstedt und Wanderup. In Bredstedt besteht Anschluss an die Bundesstraße 5, in Wanderup an die Bundesstraße 200. Die Landesstraße führt direkt südlich angrenzend an der Dorflage vorbei.
Im ÖPNV des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein erfolgt die Anbindung durch eine Buslinie zwischen Bredstedt und Flensburg über Lindewitt sowie Großenwiehe (Buslinie R125). Diese verkehrt im Zweistundentakt.
Weblinks
Gemeinde Goldebek
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kreis Nordfriesland Kategorie:Ort in Südschleswig Kategorie:Ersterwähnung 1321 Kategorie:Gemeindegründung 1934