The Stratton Story ist ein US-amerikanisches biografisches Filmdrama von 1949 unter der Regie von Sam Wood, dessen Hauptrollen besetzt sind mit James Stewart und June Allyson sowie Frank Morgan, Agnes Moorehead und Bill Williams.
Auf einem der Filmplakate ist folgendes Zitat aus der New York Times zu lesen: Der Film erzählt mit Wärme und Sensibilität eine berührende menschliche Geschichte, in der der Wille triumphiert, sich nicht völlig aus der Bahn werfen zu lassen (sinngemäß).The Stratton Story. Zitat im Original: „The Stratton Story tells a touching, human story of triumph over crushing odds with a warmth and sensitive appreciation for sentiment.“ Abb. Filmplakat Auf dem MGM-Filmplakat heißt es: Dies ist die wahre Geschichte von Monty Stratton, der auf dem Weg zu Ruhm und Reichtum war, als das Schicksal zuschlug. Es ist das Drama seines Comebacks, eine wundervolle Geschichte von Romantik und Mut, voller Spaß und Nervenkitzel. Es ist auch die Geschichte des Mädchens, das er bei einem Blind Date getroffen hat! (sinngemäß).The Stratton Story. Zitat im Original: „This is the true story of Monty Stratton who was on the way to Fame and Fortune when Fate stepped in. It's the drama of his come-back, a wonderful story of romance and courage, packed with fun and thrills. It's also the story of that girl he met on a blind date!“ Abb. Filmplakat
Der am Drehbuch beteiligte Douglas Morrow, der die Vorlage für das Drehbuch schrieb, wurde mit einem Oscar in der Kategorie „Beste Originalgeschichte“ ausgezeichnet.The 22nd Academy Awards | 1950 siehe Seite oscars.org (englisch).
Handlung Monty Stratton führt zusammen mit seiner Mutter eine Ranch in Texas. Nebenher spielt er begeistert Baseball für das lokale Texas-Team, die „Wagner Wildcats“, was ihm drei Dollar pro Spiel einbringt. Bei einem dieser Spiele wird er von Barney Wile entdeckt, einem ehemaligen Major-League-Fänger, der ein Alkoholproblem hat. Barney stellt eine Verbindung zu Jimmy Dykes, dem Manager der „Chicago White Sox“ her und begleitet Monty nach Kalifornien. Er ist überzeugt davon, dass er einer der ganz Großen in diesem Sport werden könnte. Jimmys Training und Montys erstaunliche Geschwindigkeit und Genauigkeit führt dazu, dass die „Chicago White Sox“ Interesse an ihm zeigen.
Während seiner Testphase hat Monty ein Blind Date mit Ethel Milberger, das sich erst etwas schwierig gestaltet, dann aber ein voller Erfolg wird. Nachdem die White Sox Monty engagiert haben, sitzt er erst einmal in der ersten Saison großteils auf der Bank. Dann aber darf der Rookie endlich werfen, allerdings ausgerechnet gegen das Kraftpaket der Yankees. Das geht gründlich schief, und Monty wird zum Trainingsgelände der White Sox in Omaha zurückgeschickt. Monty hat es nun sehr eilig, Ethel anzurufen, um ihr zu sagen, dass er sie liebt und heiraten möchte, sobald er sich im Baseball beweisen konnte. Nachdem er in Omaha große Erfolge verbuchen kann, wird Monty gebeten, sich wieder den Majors anzuschließen. Auch in seinem Privatleben ändert sich etwas, aus ihm und Ethel wird ein Ehepaar.
Wieder steht ein Einsatz bei den White Sox für Monty an und wieder gegen die Yankees. Diesmal meistert er seine Angst und gewinnt das Spiel. Am Ende der Saison nimmt Monty seine Frau mit auf die Familienfarm in Texas, um sie nun auch seiner Mutter vorzustellen. Außerdem will das Paar dort den Winter verbringen.
Im folgenden Frühling steht wieder Baseball auf dem Programm und für Monty läuft es mehr als gut, er gewinnt so gut wie jedes Spiel. Während einem seiner Spiele bringt Ethel den kleinen Monty junior zur Welt, was Montys Glück noch vergrößert. Inzwischen hat er sich innerhalb weniger Monate als Leistungsträger seines Teams erwiesen und bricht einige Rekorde. Für Ethel ist das weniger schön, da Monty nur selten zu Hause ist. Dass er in dieser Zeit eine Überraschung für sie vorbereitet hat, erfährt Ethel als Monty sie eines Abends in einen Nachtclub ausführt und ihr verrät, dass er einen Teil seiner Zeit damit verbracht hat, Tanzen zu lernen, weil er weiß, wie sehr sie Tanzen liebt. Diese Nacht wird für Ethel zu einer ganz besonderen.
Monate sind vergangen und Monty ist auf Kaninchenjagd unterwegs, als er stolpert und sich ein Schuss aus seiner Waffe löst, der in seinem Bein steckenbleibt. Als Ethel ihren Mann nach Stunden findet, ist es zu spät sein inzwischen infiziertes Bein zu retten, das amputiert werden muss. Für Monty ist das ein schlimmer Schlag, er fühlt sich nutzlos, ist verzweifelt und sieht keinen Sinn darin, zu kämpfen. Dieser Zustand hält über Monate an, teilnahmslos und bitter bewegt er sich kaum von der Stelle, während Ethel darauf wartet, dass er seine alte Entschlossenheit wiedererlangt. Als Montys kleiner Sohn seine ersten Schritte macht, bringt ihn das langsam dazu, sein Selbstmitleid aufzugeben und sich bei Ethel zu entschuldigen. Sie versichert ihm liebevoll, dass er immer noch dieselbe Person ist. Monty versucht erst einmal auf einem Bein zu laufen und spielt sogar mit Ethel wieder Baseball. Als sie bei einem seiner harten Würfe stürzt, gesteht sie ihm, dass sie erneut schwanger ist.
Dann kommt der Zeitpunkt, als Monty alle überrascht, er kann seinen Trainer überzeugen, ihn für ein All-Star-Spiel aufzustellen. Obwohl Monty Angst und große Probleme beim Laufen und Fangen von Bunts hat, überwindet er alle Hindernisse und gewinnt das Spiel für die Southern League. Und auch in der Folgezeit bleibt Monty trotz seines Handicaps erfolgreich in seinem Sport, wozu auch sein glückliches Familienleben beiträgt.
Produktion Produktionsnotizen Der Film wurde von der Sam Wood Production für Metro-Goldwyn-Mayer erstellt.The Stratton Story Abb. Filmplakat in der IMDb Die Dreharbeiten erstreckten sich über den Zeitraum Oktober bis zum 28. Dezember 1948 und fanden unter anderem in den Metro-Goldwyn-Mayer-Studios in Culver City statt. Im Baseball-Stadion Wrigley Field in Chicago, in Cleveland und dem Gilmore Field, einem Minor-League-Baseball-Park in Los Angeles, sowie in den Stadien der American League in Chicago, Cleveland, Detroit und Washington wurden die Baseball-Szenen gedreht.The Stratton Story Notes bei Turner Classic Movies (TCM; englisch). Abgerufen am 24. März 2021.
Die Ausgestaltung der Szenenbilder lag in den Händen von Cedric Gibbons und Paul Groesse, die Setdekorateure waren Edwin B. Willis und Ralph S. Hurst. Die Verantwortung für den Filmsound lag bei Douglas Shearer und Charles E. Wallace. A. Arnold Gillespie und Warren Newcombe steuerten die Spezialeffekte bei. Die Verantwortung für das Kostümdesign lag bei Helen Rose.
Die Fachzeitschrift der Filmindustrie in den Vereinigten Staaten The Hollywood Reporter gab im Februar 1948 bekannt, dass Roy Rowland mit der Regie des Films betraut worden sei. Laut der Zeitschrift drehte er im Juni 1948 in Chicago Aufnahmen der White Sox, noch bevor die Hauptproduktion des Films begonnen hatte. Welchen Beitrag zum fertigen Film er wirklich leistete, ist nicht bekannt.
Für James Stewart und June Allyson war dies der erste ihrer gemeinsamen drei Filme. Ihm folgten die Filme Die Glenn Miller Story (1954) und In geheimer Kommandosache (1955). Monty Stratton, auf dessen Leben der Film zurückgeht, war als Berater für den Film tätig und bescheinigte Stewart, einen großartigen Job gemacht zu haben, indem er ihn so gut wie nur möglich gespielt und der Film sein Leben sehr naturgetreu nachgezeichnet habe. June Allyson erzählte in einem späteren Interview, die Chemie zwischen ihr und Stewart habe von Anfang an gestimmt, sie hätten sich sehr gemocht und auch sehr respektiert. Sie seien nicht ineinander „verknallt“ gewesen oder so, aber es habe eine Verbindung zwischen ihnen gegeben. Ursprünglich sollte Donna Reed die Rolle der Ethel Stratton spielen. Sie wurde jedoch durch June Allyson ersetzt, nachdem man James Stewart unter Vertrag genommen hatte, da Stewarts und Reeds vorherige Zusammenarbeit im Film Ist das Leben nicht schön? von 1946 eine Enttäuschung an der Abendkasse gewesen war. Der Film wurde erst sehr viel später zu einer Art Kultfilm.
Ronald Reagan hätte die Titelrolle gern gespielt, wurde aber von Warner Bros. nicht freigegeben, weil man der Meinung war, der Film würde ein Misserfolg. Robert Taylor hingegen lehnte die Rolle ab. Van Johnson wurde im März 1948 für die Rolle des Monty angekündigt, gab sie jedoch zurück, da er bei einem Autounfall 1943 schwer verletzt worden war, und sein Arzt ihm dringend von einer solch anstrengenden Rolle abgeraten hatte. Janet Leigh, die im Zusammenspiel mit Johnson genannt worden war, war dann ebenfalls aus dem Rennen, ebenso wie der ebenfalls im Gespräch gewesene Gregory Peck, die allesamt von MGM favorisiert worden waren. James Stewart bekundete Interesse an der Rolle, was bei dem echten Stratton auf Gegenliebe stieß, da er der Meinung war, Stewart sei der ideale Kandidat, um ihn zu verkörpern. Regisseur Sam Wood war ebenfalls für James Stewart. Stewart trainierte vor Drehbeginn fast jeden Tag mit Monty Stratton mehrere Stunden lang, um den Ball richtig werfen zu können.Un Homme Change Son Destin Critique de Film dvdclassik.com (französisch). Abgerufen am 24. März 2021.Dennis Schwartz: The Stratton Story siehe Seite dennisschwartzreviewes.com (englisch). Abgerufen am 24. März 2021. Abgesehen von seinen Recherchen über Baseball, Gesprächen mit Physiotherapeuten und Orthopäden zog James Stewart ein Stahlgeschirr an, das ein Hinken geradezu erzwang, um die Szenen nach seinem Unfall glaubhaft vermitteln zu können.The Stratton Story Articles bei TCM (englisch)
Jimmy Dykes war ein ehemaliger Baseballspieler und Spieler-Manager der Sox zu der Zeit als Stratton tatsächlich dort spielte. Er leitete die White Sox 13 Jahre lang sowie auch mehrere andere Teams und beendete seine Karriere insoweit 1961. Dies war der einzige Film, in dem er mitwirkte. Bill Dickey ist ein ehemaliger New York Yankees-Schläger, der sich bereits in Der große Wurf, ebenfalls unter der Regie von Sam Wood, selbst gespielt hatte. Er wurde 1954 in die Baseball Hall of Fame gewählt. Im Comeback bei einem All-Star-Spiel sind die Baseballspieler Gene Bearden, Bill Dickey, Jimmy Dykes und Mervyn Shea im selben Spiel zu sehen, obwohl sie tatsächlich für vier verschiedene Teams spielten. Für Frank Morgan war dies einer seiner letzten Filme, er starb 1949, im Jahr der Veröffentlichung. Für Sam Wood war es sein vorletzter Film. Während zeitgenössische Nachrichten berichteten, dass Ted Lyons, der Manager der White Sox im Jahr 1948, sich selbst in dem Film spielen sollte, wurde er jedoch von Bruce Cowling verkörpert. Das Studio warb seinerzeit damit, dass im Film 72 echte Baseballspieler zu sehen seien.
Soundtrack Stompin’ at the Savoy von Benny Goodman, Chick Webb und Edgar Sampson gespielt im Restaurant You Are My Lucky Star von Nacio Herb Brown gespielt, als Monty Ethel zu Hause absetzt und öfter während des Films Hail to the Chief von James Sanderson gespielt, wenn der Washingtoner Wimpel gezeigt wird Wedding March aus A Midsummer Night’s Dream von Felix Mendelssohn Bartholdy gespielt, während der Szene mit der Hochzeitstorte
Veröffentlichung, Erfolg Der Film hatte am 21. April 1949 in Cleveland in Ohio Premiere. Diese fand zu Ehren des Eröffnungsspiels der Cleveland-Indianer statt. Am 1. Juni 1949 fand in Los Angeles eine MGM Silver Anniversary-Gala des Films statt. Im Frühjahr 1949 wurde der Film in ausgewählten Städten, die Teams der American League beherbergten, vorgestellt, so auch am 12. Mai 1949 in New York, bevor er im Juni 1949 dann allgemein in den Vereinigten Staaten anlief.