Petra Vohland (* 2. März 1953 in Zwickau; † 31. Januar 2017 in Weinböhla) war eine deutsche Malerin und Grafikerin.

Leben Petra Vohland wurde geboren als Petra Dettelbacher. Ihr Talent wurde bereits während der Schulzeit entdeckt. Sie durfte als einziges Kind am Malzirkel des Grafikers Klaus Matthäi in Wilkau-Haßlau teilnehmen, wo sie mit den Malern Siegfried Klotz, Wolfram und Hartwig Ebersbach bekannt wurde. Sie lernte von 1969 bis 1974 Porzellanmalerin im Fach Blumendekor an der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen. Von 1975 bis 1978 besuchte sie die Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden und arbeitete während dieser Zeit als Assistentin von Jürgen Schieferdecker in der Sektion „Architektur, Grundlagen der Gestaltung / Kunstbesitz“ der Technischen Universität Dresden. Von 1978 bis 1983 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden die Fachrichtung Malerei und Grafik bei Siegfried Klotz und Günter Horlbeck. Ihre Diplomarbeit war ein Zyklus von Radierungen zu Dante Alighieri.

Aufgrund einer Aufenthaltszuweisung nach dem Diplom nahm sie ihren Wohnsitz in Karl-Marx-Stadt, wo Michael Morgner 1983 ihre Aufnahme in den Verband Bildender Künstler befürwortete, dem sie dann bis 1990 angehörte. 1989 war sie eines der Gründungsmitglieder der Dresdner Sezession 89. Seit 1991 war sie Mitglied im Künstlerbund Dresden und arbeitete seit 2001 in dessen Vorstand. Im gleichen Jahr wurde sie Sprecherin der Dresdner Sezession und Leiterin der Jugendkunstschule der Stadt und des Landkreises Meißen. Ab 2012 war sie aktiv in der Arbeitsgruppe Kulturelle Bildung des Sächsischen Künstlerbundes – Landesverbands Bildende Kunst Sachsen.

Arbeiten im öffentlichen Besitz (Auswahl) Staatliche Kunstsammlungen Dresden Kunstfonds des Freistaates Sachsen Deutsche Bank Dresden Landratsamt Dresden Pädagogische Hochschule Dresden Rat der Stadt Dresden Institut Francais Dresden

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen 1985: Galerie im Kulturzentrum Crimmitschau 1986: Galerie am Brühl, Karl-Marx-Stadt 1987: Galerie Peter Breuer, Zwickau 1992: Albrechtsburg Meißen 2005: Kunstverein Meerane 2007: Galerie Drei, Dresden 2017: Gräfes Wein & Fein, Radebeul 2018: Galerie Drei, Dresden

Ausstellungsbeteiligungen

1984: Klub der Intelligenz „Pablo Neruda“, Karl-Marx-Stadt 1986: Bezirkskunstausstellung, Karl-Marx-Stadt 1988: „Blaues Wunder“, Ausstellungshalle am Fucikplatz, Dresden 1989: XII. Kunstausstellung des Bezirkes Dresden 1992: Stadtgalerie Mirabellgarten, Salzburg 1994: „Mnemosyne“, Großer Garten, Dresden 1994: Neue Chemnitzer Kunsthütte 1995: Galerie des BBK, Landshut 1996: Schlossgalerie, Heidelberg 1999: Residenzschloss, Dresden 2001 Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund, Berlin 2002 Galerie BWA Design, Breslau 2006 Cranach-Stiftung, Wittenberg 2009 „20 Jahre Dresdner Sezession 89“, Coselpalais, Dresden 2011: Frauenmuseum, Bonn 2013: „Ortswechsel“, Kulturhalle, Tübingen 2014: Ostsächsische Kunsthalle, Pulsnitz

Literatur Bernd Riese: Petra Vohland. In: forwaertz, Zeitung der Technischen Hochschule Ilmenau. 1990. Jürgen Schieferdecker: Paysages intimes als Abschied vom Düsteren. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 24. November 2005 Petra Vohland: Wenn das Schöpferische abhanden kommt. Politisches Feuilleton, Deutschlandfunk Kultur am 4. September 2014 Karin Weber, Jürgen Schieferdecker: Petra Vohland. Garten Eden. Katalog der Dresdner Sezession 89. Dresden 2017, ISBN 978-3-00-058258-5. Heinz Weißflog: Zwischen Lebenspraxis und Kunst. Zum Tode von Petra Vohland. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 18. Februar 2017 Sebastian Hennig: „Total redlich, geradlinig und streitbar“ Zum Tod der Malerin und Grafikerin Petra Vohland. In: Vorschau & Rückblick. Radebeul, April 2017 Sebastian Hennig: Harmonie aus der Spannung der Gegensätze. In: Meißner Tageblatt. 20. Februar 2018

Einzelnachweise

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