Daniel Gräber (* 1980) ist ein deutscher Journalist. Er ist seit 2025 Mitglied der Chefredaktion von Apollo News.
Leben Nach dem Abitur in Karlsruhe studierte Daniel Gräber Politikwissenschaft und Publizistik an der Freien Universität Berlin. Später wechselte er in den Diplom-Studiengang Journalistik der Universität Leipzig. Er absolvierte ein Redaktionsvolontariat bei der Badischen Zeitung in Freiburg und wurde dann Redakteur der zum selben Verlag gehörenden regionalen Wochenzeitung Der Sonntag.
Von 2017 bis 2019 war Daniel Gräber Lokalreporter der Frankfurter Neuen Presse in Frankfurt am Main. Dort deckte er einen Skandal um Korruption und Betrug bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit auf.AWO-Skandale in Hessen: Frankfurt/Main und Wiesbaden - Eine Chronologie. anstageslicht.de, 4. Februar 2022, aktualisiert am 4. November 2022, abgerufen am 27. Dezember 2022 „Ausdauer ist enorm wichtig“. Interview mit Daniel Gräber über den Frankfurter AWO-Skandal in der Medienzeitschrift Drehscheibe, 13. Februar 2020 Zunächst veröffentlichte er seine Recherchen in der Frankfurter Neuen Presse,Der Awo-Komplex: Ein Geflecht aus undurchsichtigen Geschäften. Frankfurter Neue Presse, 24. August 2019, abgerufen am 27. Dezember 2022 dann auch gemeinsam mit Volker Siefert im Hessischen Rundfunk. Ihre Berichte über die überhöhte Bezahlung der Ehefrau des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann,Ehefrau des Frankfurter OB erhält höheres Gehalt als üblich. Hessenschau, 21. November 2019 die als Leiterin einer Kindertagesstätte der AWO arbeitete, und ihren Dienstwagen führten zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorteilsannahme im Amt.Das System Feldmann. Cicero, 13. Dezember 2019 hessenschau.de, 12. März 2021, abgerufen am 20. März 2021
Von 2019 bis 2021 arbeitete Daniel Gräber als Wirtschaftsredakteur bei den Badischen Neuesten Nachrichten in Karlsruhe. Von April 2021 bis Juni 2025 leitete er das Wirtschaftsressort „Kapital“ der politischen Monatszeitschrift Cicero.
Im November 2022 klagte Gräber gegen das von Robert Habeck geführte Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, um die Herausgabe von Akten zur Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken durchzusetzen. Im Februar 2024 entschied das Verwaltungsgericht Berlin zu seinen Gunsten, die beiden Urteile wurden rechtskräftig. In der Mai-Ausgabe von Cicero veröffentlichte Daniel Gräber daraufhin die Titelgeschichte Habecks Geheimakten – Wie die Grünen beim Atomausstieg getäuscht haben. Der Blog Volksverpetzer warf Gräber daraufhin vor, die Akten falsch interpretiert und „Dinge dazugedichtet“ zu haben, „um einen Skandal zu erfinden“. Dagegen klagte Cicero auf Unterlassung, konnte sich vor Gericht aber nicht gegen Volksverpetzer durchsetzen. Im Anschluss an Gräbers Recherchen setzte der Deutsche Bundestag auf Antrag der CDU/CSU-Fraktion einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Atomausstieg ein.
Seit Juli 2025 ist Gräber Mitglied der Chefredaktion von Apollo News, wo er den Aufbau eines Investigativ-Ressorts verantwortet.
Auszeichnungen 2013: Ralf-Dahrendorf-Preis für Lokaljournalismus, gemeinsam mit Wolfgang Messner von der Stuttgarter Zeitung 2015: Axel-Springer-Preis für junge Journalisten 2020: Nominierung für den Nannen Preis, Kategorie „Lokale Investigative Leistung“
Bücher
Akte Atomausstieg. Das Ende der Kernkraft und das Scheitern der Energiewende. Herder Verlag, Freiburg 2025, ISBN 978-3-451-07341-0.
Einzelnachweise/Weblinks
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