Oleg Zernikel (früher auch: Alexander bzw. Alex Zernikel;ABC-News, Nr. 28, auf: abc-ludwigshafen.de, im Mai 2009, S. 10, 15, 16, abgerufen am 11. März 2021 (pdf 7,2 MB)Rheinland-Pfalz-Meisterschaften WJA/MJA,W/M14/15 – Teilnehmerliste, auf: lvrheinland.de, abgerufen am 11. März 2021Bestenlisten aller Zeiten im Hochsprung des Landes Rheinland-Pfalz Stand vom 31.12.2013, auf: leichtathletikarchiv-rheinland-pfalz.de, abgerufen am 11. März 2021, (pdf 1 MB) * 16. April 1995 in Almaty, Kasachstan) ist ein deutscher Stabhochspringer.

Berufsweg Zernikel machte einen Hauptschulabschluss, wechselte zur Realschule, legte das Fachabitur ab, studierte drei Jahre Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie und war als Technischer Zeichner angestellt.Silke Bernhart: , Leute, auf: leichtathletik.de, vom 12. Februar 2021, abgerufen am 8. März 2021Zernikel Oleg, auf: xing.com, abgerufen am 11. März 2021 Zernikel wechselte zu einem Bachelorstudium im Fach Umweltwissenschaften an die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau am Campus Landau, da er während des Maschinenbaustudiums nicht die nötigen Leistungen erbringen konnte und zusätzlich seine sportliche Leistung darunter litt.Nadja Riegger: , Uni-Menschen, auf: uni-koblenz-landau.de, vom 6. Mai 2020, abgerufen am 11. März 2021

Sportliche Karriere Nachdem ihn sein Vater zum ersten Mal zum Leichtathletiktraining mitnahm, zeigte sich bald, dass er die Übungen verschiedener Disziplinen gut umsetzen konnte. Besonders das Springen und kurze Sprints lagen ihm gut. Im Alter von ungefähr 13 Jahren begann Zernikel mit dem Stabhochsprung. Als Jugendlicher erreichte er zahlreiche vordere Platzierungen.

2010 übersprang Zernikel beim internationalen Stavshoppkarnevalen in Göteborg als Schüler A 4,61 m, wurde Deutschland Cup-Sieger in Landau und war am Jahresende Ranglistenerster der U16-Freiluftbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).Leichtathletik - Geschichte, auf: turnverein1861.de, abgerufen am 11. März 2021Deutschland Cup Schüler A 2010, auf: leichtathletik-datenbank.de, abgerufen am 11. März 2021

2011 wurde er Deutscher U18-Meister und belegte bei den U18-Weltmeisterschaften den vierten Platz.

2012 konnte Zernikel seinen U18-Titel nicht verteidigen und wurde U18-Vizemeister. Am Jahresende führte er dennoch die DLV-Jahresbestenliste der U18 an, mit 5,04 m in der Halle, gesprungen beim INSA Perch’formance in Villeurbanne, und mit 5,10 m bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar.Süddeutsche Meisterschaften Aktive / U18, auf: leichtathletik-datenbank.de, abgerufen am 11. März 2021

2013 wurde Zernikel Deutscher U20-Meister und konnte sich bei der Junioren-Gala in Mannheim für die U20-Europameisterschaften in Rieti qualifizieren, wo er den sechsten Platz erreichte. Beim Stabhochsprung-Meeting am Landauer Obertorplatz sprang Zernikel im Vorprogramm für den Jahrgang 1995 und jünger mit 5,33 m Weltjahresbestleistung und war am Jahresende Ranglistenerster der U20-Freiluftbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

2014 holte er die U20-Titel sowohl in der Halle als auch im Stadion. Beim U20-Hallenländerkampf Frankreich-Deutschland-Italien in Halle (Saale) trug Zernikel mit 5,25 m und einem ersten Platz im Stabhochsprung zum Sieg der deutschen Mannschaft bei.Final Result Book, auf: leichtathletik.de, abgerufen am 11. März 2021 Bei den U20-Weltmeisterschaften in Eugene holte er die Bronzemedaille mit persönlicher Bestleistung von 5,50 m, womit Zernikel die gleiche Höhe wie der Zweitplatzierte hatte, der sich jedoch einen Fehlversuch weniger leistete. Am Jahresende stand er auf Platz eins der U20-Hallenbestenliste des DLV mit den in Halle (Saale) gesprungenen 5,25 m. Mit den 5,50 m aus Eugene (Oregon) führte er sogar die U23-Freiluftbestenliste des DLV an.

2015 ging Zernikel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften an den Start, blieb aber ohne gültigen Versuch. In der Freiluftsaison wurde er Deutscher U23-Vizemeister. Bei den Süddeutschen Meisterschaften steigerte Zernikel seine persönliche Bestleistung auf 5,51 m.David Weber: Tobias Dahm solide - Oleg Zernikel gut wie nie, Süddeutsche, auf: leichtathletik.de, vom 5. Juli 2015, abgerufen am 8. März 2021 Die Deutschen Meisterschaften schloss Zernikel auf dem neunten Platz ab. Am Jahresende führte er erneut die DLV-Jahresbestenliste Freiluft der U23 an.

2016 ging nach seinen Worten gar nichts mehr und er war kurz davor aufzuhören.

2017 konnte Zernikel wieder Deutscher U23-Vizemeister werden, belegte den sechsten Platz bei den Deutschen Meisterschaften und erreichte ein paar Tage später Platz fünf bei den U23-Europameisterschaften.

2018 musste er einige Rückschläge verkraften, private und sportliche, auch eine Handverletzung kam dazu.

2019 wurde Zernikel Deutscher Hochschulvizemeister und erreichte den vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften.

2020 konnte er zu Jahresbeginn Hallenvizemeister werden. In der Freiluftsaison belegte er wie im Vorjahr bei den Deutschen Meisterschaften den vierten Platz.

2021 errang Zernikel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften die Bronzemedaille. Beim ISTAF Indoor in Berlin sprang er 5,72 m, was nicht nur persönliche Bestleistung war, sondern auch zur Qualifikation für die Halleneuropameisterschaften in Toruń führte. Dort kam er als bester deutscher Teilnehmer mit 5,70 m auf den vierten Platz. Im Juni 2021 erreichte er bei den deutschen Meisterschaften und bei einem Stabhochsprungmeeting in Zweibrücken mit 5,80 m seine persönliche Bestleistung. Damit sprang er auch die notwendige Norm für die Qualifikation bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. In Tokio erreichte er zwar das Finale, landete aber auf Platz neun und konnte dort die 5,80 m nicht überspringen.

2022 verbesserte Zernikel beim ISTAF Indoor in Berlin seine persönliche Bestleistung auf 5,81 m.

Bronze gewann er bei den Europameisterschaften 2024 in Rom mit 5,82 m. Bei den Olympischen Spielen in Paris belegte Oleg Zernikel mit übersprungenen 5,70 m höhen- und fehlversuchgleich mit Bo Kanda Lita Baehre den neunten Platz.Olympia 2024 Paris, Stabhochsprung Herren Finale Ergebnisse, 05.08.2024

Vereinsmitgliedschaften und Trainer In Ludwigshafen lernte er die Stabhochsprungfamilie Ryzih kennen, trainierte erst bei Katja, dann bei Vladimir, Eltern der vielfachen Deutschen Meisterin im Stabhochsprung Lisa Ryzih. Als Jugendlicher wechselte er vom ABC Ludwigshafen zum ASV Landau und wurde dort von Jochen Wetter trainiert.

Familie Zernikel kam als Elfjähriger mit seiner Familie aus Kasachstan nach Landau in der Pfalz. Sein Vater war Weit- und Hochspringer.

Persönliche Bestleistungen (Stand: 25. Juli 2022) Freiluft: 5,87 m, (Eugene, 25. Juli 2022) Halle: 5,81 m, (Berlin, 4. Februar 2022)

Leistungsentwicklunggem. Profil bei World Athletics Jahr Halle Freiluft 2010 4,10 m 4,60 m 2011 4,40 m 5,01 m 2012 5,04 m 5,10 m 2013 5,04 m 5,33 m 2014 5,25 m 5,50 m 2015 5,20 m 5,55 m 2016 4,80 m 5,05 m 2017 – 5,50 m 2018 5,00 m – 2019 5,00 m 5,41 m 2020 5,55 m 5,60 m 2021 5,72 m 5,80 m 2022 5,87 m 5,70 mStand: 25. Juli 2022

Erfolge national 2011: Deutscher U18-Meister 2012: Deutscher U18-Vizemeister 2013: Deutscher U20-Meister 2014: Deutscher U20-Hallenmeister 2014: Deutscher U20-Meister 2015: Deutscher U23-Vizemeister 2017: 7. Platz Deutsche Hochschulmeisterschaften 2017: 6. Platz Deutsche Meisterschaften 2017: Deutscher U23-Vizemeister 2019: Deutscher Hochschulvizemeister 2019: 4. Platz Deutsche Meisterschaften 2020: Deutscher Hallenvizemeister 2020: 4. Platz Deutsche Meisterschaften 2021: 3. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2021: 1. Platz Deutsche Meisterschaften

international 2011: 4. Platz U18-Weltmeisterschaften 2013: 6. Platz U20-Europameisterschaften 2014: 3. Platz U20-Weltmeisterschaften 2017: 5. Platz U23-Europameisterschaften 2021: 4. Platz Halleneuropameisterschaften 2024: 3. Platz Europameisterschaften

Weblinks

Leichtathletik - Geschichte Oleg Zernikel auf Vereinsseite Athletenportrait auf leichtathletik.de Hallen-EM 2021 Toruń, Team-Broschüre des DLV, S. 35 (pdf 16,2 MB) Leistungsprofil auf leichtathletik-datenbank.de Athletenprofil (ASV Landau) auf ladv.de

Einzelnachweise

Kategorie:Stabhochspringer (Deutschland) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2024 Kategorie:Deutscher Meister (Leichtathletik) Kategorie:Kasache Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1995 Kategorie:Mann