Die Nationalratswahlen der 41. Legislaturperiode fanden am 26. Oktober 1975 statt. Auf dieser Seite findet sich eine Übersicht über die Resultate in den Kantonen (Parteien, Stimmen, Wähleranteil, Sitze, Gewählte).

Anmerkungen zu den Wählerzahlen In den Mehrpersonenwahlkreisen (bei den Wahlen 1975 waren dies 20 Kantone mit total 195 von 200 Sitzen) hat jeder Wähler so viele Stimmen, wie in seinem Kanton Sitze zu vergeben sind (im Kanton Zürich 35, im Kanton Schaffhausen 2). Diese Stimmen kann er an beliebige Kandidierende der sich zur Wahl stellenden Listen vergeben (Panaschieren). Eine Stimme für einen Kandidaten ist gleichzeitig eine Stimme für dessen Partei. Hat ein Wähler nicht alle seine Stimmen an Kandidierende vergeben, gehen diese Stimmen als sogenannte «Zusatzstimmen» an die von ihm gewählte Liste. Wenn der Wähler keine Liste auswählt, sondern einen so genannten «Wahlzettel ohne Parteibezeichnung» – auch Blankoliste genannt – verwendet, verfallen nicht benutzte Stimmen (sog. leere Stimmen).

Um zu überkantonal vergleichbaren Ergebnissen zu kommen, muss zuerst die Anzahl fiktiver Wähler pro Kanton und Partei berechnet werden. Ein Aargauer «Wähler» kann aber auch aus 14 Personen bestehen, die nur je einen Kandidaten der betreffenden Partei auf ihrer Liste aufgeführt haben.

Das Bundesamt für Statistik benutzt daher den Begriff «fiktiver Wähler» für den Wähler, da ein effektiver Wähler auch nur ein Teilwähler sein kann. Die Zahl der Wähler entspricht der Anzahl gültiger Wahlzettel. Auf Kantonsebene ist die Summe aller Parteistimmen (Summe der Kandidatenstimmen von Kandidierenden einer Partei plus Zusatzstimmen = leere Felder einer Parteiliste) Berechnungsgrundlage. Beispiel: Partei A erzielt im Kanton X 12000, Partei B 27000 und Partei C 48000 von 87000 Parteistimmen. Die Anzahl gültiger Wahlzettel beträgt 25000. Somit hat Partei A in diesem Kanton 3448,28 (12000:87000 × 25000), Partei B 7758,62 (27000:87000 × 25000) und Partei C 13793,10 (48000:87000 × 25000) fiktive Wähler. Alle drei Parteien zusammen total 25000 Wähler.

Kanton Aargau (14 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokraten und Gewerkschafter30'58624,2 %+0,3 %4 +1Arthur Schmid junior Max Chopard

Ernst Haller

Herbert ZehnderChristlichdemokratische Volkspartei26'06720,7 %+0,7 %30Albert Rüttimann Leo Weber

Karl TrottmannFreisinnig-Demokratische Volkspartei22'28417,7 %+1,8 %30Hans Letsch Urs Schwarz

Peter GrünigSchweizerische Volkspartei16'12012,8 %+0,3 %20Hans Roth Walter BaumannLandesring der Unabhängigen8'3636,6 %−2,8 %1−1Heinrich StaehelinSchwarzenbach-Republikaner8'2166,5 %+0,7 %10Josef FischerEvangelische Volkspartei5'8514,6 %+0,8 %Nationale Aktion gegen die Überfremdung4'3843,5 %+0,0 %TEAM 672'4962,0 %−0,6 %Revolutionäre Marxistische Liga7220,6 % +0,6 %Progressive Organisationen7070,6 % +0,6 %Liga zum Schutz von Lebensraum und Lebensqualität4220,3 % +0,3 % Listenverbindungen bestanden zwischen SP und Team 67, zwischen CVP, FDP und SVP, zwischen LdU und EVP, zwischen Republikanern und NA sowie zwischen RML und POCH.

Kanton Appenzell Ausserrhoden (2 Sitze) Da sich für die 2 Sitze im Kanton Appenzell Ausserrhoden nur 2 Kandidaten bewarben, wurden diese in stiller Wahl gewählt. ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteFreisinnig-Demokratische Partei5'59345,8 %−16,8 %10Hans-Rudolf FrühSozialdemokratische Partei4'89640,1 % +2,7 %10Christian MerzChristlichdemokratische Volkspartei1'71914,1 %+14,1 % Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.

Kanton Appenzell Innerrhoden (1 Sitz) Im Kanton Appenzell Innerrhoden galt das Majorzsystem ohne stille Wahlen. Wählbar waren daher grundsätzlich alle Schweizer Stimmberechtigten, ob sie sich nun für die Wahlen im Kanton Appenzell Innerrhoden angemeldet hatten oder nicht. Kandidat/inParteiStimmen%gewählt?Arnold KollerCVP2'21598,3 %gewähltVereinzelte381,7 %

Kanton Basel-Landschaft (7 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokraten und Gewerkschafter18'38630,3 % +2,1 %20Paul Wagner Fritz WaldnerFreisinnig-Demokratische Partei14'53023,9 % +1,0 %20Felix Auer Karl FlubacherChristlichdemokratische Volkspartei8'04813,3 %−0,1 %10Hans-Rudolf FeigenwinterLandesring der Unabhängigen6'79511,2 %−2,6 %10Claudius AlderSchweizerische Volkspartei6'46010,6 %−1,1 %10Hans-Rudolf NebikerNationale Aktion3'3855,6 %−4,4 %Progressive Organisationen2'0043,3 % +3,3 %Partei der Arbeit1'0791,8 % +1,8 % Eine Listenverbindung bestand zwischen FDP und SVP.

Kanton Basel-Stadt (7 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokratische Partei20'63533,3 % +2,9 %3 +1Helmut Hubacher Andreas Gerwig

Karl SchnyderChristlichdemokratische Volkspartei7'47812,1 % +0,8 %10Gertrud SpiessLiberal-demokratische Bürgerpartei7'16411,6 %−1,4 %10Peter DürrenmattFreisinnig-Demokratische Partei7'03811,4 %−0,1 %10Alfred SchallerLandesring der Unabhängigen6'1139,9 %−2,8 %10Walther AllgöwerNationale Aktion für Volk und Heimat5'0548,2 % +0,1 %0−1Partei der Arbeit2'8594,6 %−1,4 %Progressive Organisationen2'6174,2 % +2,4 %Vereinigung evangelischer Wählerinnen und Wähler2'4604,0 % +4,0 %Liga zum Schutz von Lebensraum und Lebensqualität2110,3 % +0,3 %Revolutionäre Marxistische Liga1910,3 % +0,3 %Interessen-Gemeinschaft für den Schweizer Arbeitnehmer630,1 % +0,1 % Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.

Kanton Bern (31 Sitze) Im Zuge der sich zuspitzenden Diskussionen um die Jurafrage verbündeten sich die (separatistische) jurassische CVP sowie jene SP-Mitglieder, welche die Gründung eines neuen Kantons befürworten, nicht mit ihrer jeweiligen Mutterpartei, sondern mit anderen juraseparatistischen Listen. Die Wahlergebnisse von SP und CVP werden daher nachfolgend entsprechend aufgeschlüsselt. ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokratische Partei104'28631,0 % +0,0 %11 +1-SP Kanton Bern 99'00729,4 %10 +1Francis Loetscher Heinz Bratschi

Reynold Tschäppät

Fred Rubi

Ernst Eggenberger

Richard Müller

Andreas Blum

Emil Schaffer

Werner Meier

Arthur Villard-Jurassische SP5'2791,6 %10Pierre GassmannSchweizerische Volkspartei91'18727,1 %−2,2 %100Erwin Freiburghaus Walther Hofer

Walter Augsburger

Rudolf Etter

Heinrich Schnyder

Fritz Hofmann

Paul Gehler

Fritz Marthaler

Hans Ueltschi

Hans TschumiFreisinnig-Demokratische Partei59'30017,6 % +0,4 %6 +1Otto Fischer Roland Stähli

Gerhart Schürch

Raoul Kohler

Urs Kunz

Ulrich AmmannChristlichdemokratische Volkspartei17'8125,3 %−0,1 %10-CVP Jura10'3143,1 %10Jean Wilhelm-CVP Alter Kantonsteil und Laufental7'4972,2 %00Landesring der Unabhängigen15'9044,7 %−1,6 %1−1Friedrich SalzmannEvangelische Volkspartei11'6193,5 %−0,6 %10Otto Zwygart seniorNationale Aktion für Volk und Heimat11'3703,4 %−0,3 %10Valentin OehenSchwarzenbach-Republikaner8'0392,4 % +0,3 %0−1Unité Jurassienne 6'1671,8 % +1,8 %Eidgenössisch-Demokratische Union3'6291,1 % +1,1 %Unabhängige Christlich-Soziale Partei des Jura (PCSI)2'8830,9 % +0,0 %Partei der Arbeit2'1310,6 % +0,6 %POCH1'5550,5 % +0,5 %Revolutionäre Marxistische Liga5380,2 % +0,2 % Listenverbindungen bestanden zwischen SVP und FDP, zwischen Jurassischer CVP, Jurassischer SP, Unité Jurassienne und PCSI sowie zwischen POCH und RML. Eine Unterlistenverbindung bestand zwischen Jurassischer SP und PCSI. Aufgrund ihrer Listen- und Unterlistenverbindungen gewann die jurassische SP einen Sitz und die Republikaner sowie die Liste «Unité Jurassienne» trotz mehr Stimmen keinen.

Kanton Freiburg (6 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteChristlichdemokratische Volkspartei24'33746,9 % +5,4 %30Laurent Butty Paul Zbinden

Louis BarrasSozialdemokratische Partei13'34925,7 % +5,9 %2 +1Félicien Morel Jean RiesenFreisinnig-Demokratische Partei11'47422,1 %−2,6 %1−1Liselotte SprengSchweizerische Volkspartei2'2214,3 %−4,4 %Mouvement populaire socio-écologique 3320,6 % +0,6 %Revolutionäre Marxistische Liga1780,3 % +0,3 % Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.

Kanton Genf (11 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokratische Partei18'09022,6 % +3,6 %3 +1Jean Ziegler André Chavanne

Christian GrobetPartei der Arbeit14'35518,0 %−2,9 %2−1Jean Vincent Roger DafflonFreisinnig-Demokratische Partei13'26116,6 %−2,6 %20Gilbert Duboule Fernand CorbatLiberale Partei12'80116,0 % +2,0 %20André Gautier Monique Bauer-LagierChristlichdemokratische Volkspartei11'70714,7 % +0,9 %1−1Guy FontanetVigilance5'5326,9 % +1,5 %1 +1Mario SoldiniLandesring der Unabhängigen1'9162,4 %−3,8 %Nationale Aktion1'3451,7 % +0,2 %Revolutionäre Marxistische Liga8671,1 % +1,1 % Listenverbindungen bestanden zwischen FDP, Liberale und CVP, zwischen SP und PdA sowie zwischen Vigilance und NA.

Kanton Glarus (1 Sitz) Im Kanton Glarus galt das Majorzsystem ohne stille Wahlen. Wählbar waren daher grundsätzlich alle Schweizer Stimmberechtigten, ob sie sich nun für die Wahlen im Kanton Glarus angemeldet hatten oder nicht. Kandidat/inParteiStimmen%gewählt?David BaumgartnerSP4'55464,7 %gewähltAlfred KoblerAfeW1'65923,6 %Vereinzelte82411,7 %

Kanton Graubünden (5 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteChristlichdemokratische Volkspartei16'81135,9 %−1,4 %20Toni Cantieni Luregn Mathias CaveltyDemokratische Partei12'61326,9 %−7,1 %1−1Georg BrosiFreisinnig-Demokratische Partei8'48218,1 % +3,3 %10Jakob SchutzSozialdemokratische Partei7'13515,2 % +1,3 %1 +1Martin BundiNationale Aktion gegen die Überfremdung1'6493,5 % +3,5 %Liberale Bewegung1380,3 % +0,3 % Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.

Kanton Luzern (9 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteChristlichdemokratische Volkspartei54'89150,1 % +1,3 %50Franz Jung Hans Schärli

Alfons Müller-Marzohl

Joseph Egli

Josi MeierLiberale Partei Luzern (FDP) 31'84329,1 %−0,9 %30Erwin Muff Hans Rudolf Meyer

Kaspar MeierSozialdemokraten und Gewerkschaften14'70013,4 % +1,0 %10Anton MuheimLandesring der Unabhängigen5'7605,3 %−3,5 %Progressive Organisationen1'9271,8 % +1,8 %Revolutionäre Marxistische Liga3850,4 % +0,4 % Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.

Kanton Neuenburg (5 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokratische Partei17'28238,9 % +8,3 %20René Felber Rémy SchlappyFreisinnig-Demokratische Partei9'95822,4 %−1,9 %20Yann Richter Robert MoserLiberale Partei9'82722,1 % +6,1 %10Jean-François AubertPartei der Arbeit4'3739,8 %−3,9 %Parti progressiste national2'4345,5 % +0,1 %Revolutionäre Marxistische Liga6031,5 % +1,5 % Eine Listenverbindung bestand zwischen FDP, Liberalen und PPN.

Kanton Nidwalden (1 Sitz) Im Kanton Nidwalden galt das Majorzsystem ohne stille Wahlen. Wählbar waren daher grundsätzlich alle Schweizer Stimmberechtigten, ob sie sich nun für die Wahlen im Kanton Nidwalden angemeldet hatten oder nicht. Kandidat/inParteiStimmen%gewählt?August AlbrechtCVP5'24097,6 %gewähltVereinzelte1292,4 %

Kanton Obwalden (1 Sitz) Im Kanton Obwalden galt das Majorzsystem ohne stille Wahlen. Wählbar waren daher grundsätzlich alle Schweizer Stimmberechtigten, ob sie sich nun für die Wahlen im Kanton Obwalden angemeldet hatten oder nicht. Kandidat/inParteiStimmen%gewählt?Walter RöthlinCVP2'66897,1 %gewähltVereinzelte812,9 %

Kanton Schaffhausen (2 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteFreisinnig-Demokratische Partei11'87540,1 % +7,0 %10Erwin WaldvogelSozialdemokratische Partei11'01637,2 %−3,0 %10Kurt ReinigerLandesring der Unabhängigen4'92816,6 % +4,4 %Progressive Organisationen1'8116,1 % +6,1 % Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.

Kanton Schwyz (3 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteChristlichdemokratische Volkspartei12'96146,4 % +7,9 %2 +1Elisabeth Blunschy Josef RisiSozialdemokratische Partei8'19829,3 % +0,3 %10Josef DiethelmLiberale Volkspartei (FDP)5'94621,3 % +0,9 %0−1Schwyzerische Volkspartei BGB (SVP)8493,0 % +3,0 %