Ilse-Sibylle Stapff (10. Juni 1911 in Weimar – 28. März 2007 in Weimar) war eine Chronistin der Stadt Weimar und eine Museologin.

Biographie Ilse-Sibylle Stapff galt als ein „lebendes Gedächtnis der Stadt“, wie sie Christine Lieberknecht im Grußwort zu dem Buch Streifzüge durch die Stadt Weimar nennt. Viele der von Hannelore Henze darin aufgeschriebenen Begebenheiten sind oftmals auch Erinnerungen von Ilse-Sibylle Stapff.Christine Lieberknecht: Grußwort, in: Hannelore Henze, Ilse-Sibylle Stapff: Streifzüge durch das alte Weimar. Weimar 2004, S. 5. Stapff schrieb u. a. über das Sachsen-Weimarische JagdwesenStefanie Freyer: Der Weimarer Hof um 1800: Eine Sozialgeschichte jenseits des Mythos, Oldenbourg Verlag München 2013, S. 163.Ilse Sibylle Stapff: Jagd im Weimarer Land . Vom Mittelalter bis ins 19 . Jahrhundert (Weimarer Schriften Hft. 47), Weimar 1992. und über Weimars Friedhöfe.Ilse-Sibylle Stapff: Historische Grabstätten in Weimar. Jakobskirche, Jakobsfriedhof und historischer Friedhof. Wartburg Verlag, Weimar 2004, ISBN 978-3-86160-157-9. Dabei erstellte sie 1962 eine Liste von Grabmalen, die erhalten bleiben sollten. Dieser Vorschlag wurde jedoch nicht konsequent umgesetzt. Hier S. 153. Der Aufsatz von Bärwinkel geht um John Horrocks. Zusammen mit Hannelore Henze brachte sie das erwähnte Buch über das historische Weimar heraus.Hannelore Henze, Ilse-Sibylle Stapff: Streifzüge durch das alte Weimar. Weimar 2004. Sie schrieb zahlreiche Aufsätze u. a. für die Rudolstädter Heimathefte.Literatur von Ilse-Sibylle Stapff im OPAC der Thüringischen Universitäts- und Landesbibliothek Jena Sie hinterließ ihre Erinnerungen über die Weimarer Nationalversammlung 1919.https://www.schulportal-thueringen.de/tip/resources/medien/14289?dateiname=Zeitzeugen_WeimarerRepublik_Textauszuege.pdf Außerdem war sie über ein Vierteljahrhundert als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Akademie der Wissenschaften Berlin tätig. Der Stadt Weimar blieb sie trotzdem zeitlebens verbunden. Das zeigte sich auch in einem Vermächtnis zweier kostbarer Gemälde, eines von Christian Rohlfs und eines von Carl Arp, an die Klassikstiftung Weimar, die im Schlossmuseum Weimar zu sehen sind.Thüringer Allgemeine vom 10. Juni 2011 (kostenpflichtiger Zugang). Ilse-Sibylle Stapff war wohnhaft in der Brennerstraße 8.Walter Steiner: Die Parkhöhle von Weimar. Abwasserstollen, Luftschutzkeller, Untertagemuseum. Hrsg. von der Stiftung Weimarer Klassik, Weimar 1996, S. 58 f.

Ehrungen Im Jahr 1999 wurde sie Ehrenmitglied der Freunde des Stadtmuseums Weimar. Außerdem war sie Ehrenmitglied der Maria-Pawlowna-Gesellschaft.Hannelore Henze, Ilse-Sibylle Stapff: Streifzüge durch das alte Weimar. Weimar 2004, S. 47

Weblinks Thüringer Allgemeine vom 10. Juni 2011 (kostenpflichtiger Zugang) Literatur von Ilse-Sibylle Stapff im OPAC der Thüringischen Universitäts- und Landesbibliothek Jena

Einzelnachweise

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