Das Zuelzer-Ogden-Syndrom ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern bezeichnet eine durch Gabe von Folsäure behandelbare megaloblastische Anämie (Störung der Blutbildung) bei Kindern. Eine Hyperchrome makrozytäre Anämie entwickelt sich hier bei einem Folsäuremangel.

Synonyme sind: megaloblastic anemia in infants

Die Bezeichnung bezieht sich auf die Autoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1946 durch die US-amerikanischen Pädiater Wolf William Zuelzer und Frank Nevin Ogden.W. Zuelzer, F. N. Ogden: Megaloblastic anemia in infancy: a common syndrome responding specifically to folic acid therapy. In: American Journal of Diseases of Children, Chicago, 1946, Band 71, S. 211–243.

Klinische Erscheinungen Klinische Kriterien sind: zunehmende Anämie während des ersten Lebensjahres Infektzeichen im Atem- und Verdauungstrakt Hyperchrome makrozytäre Anämie im Knochenmark megaloblastäre Reifungsstörung der Erythropoese Achylie eventuell Skorbutzeichen

Differentialdiagnose Abzugrenzen sind der Dihydrofolatreduktase-Mangel (DHFR-Mangel) und das Rogers-Syndrom.

Therapie Die Behandlung besteht in der Gabe von Folsäure.

Einzelnachweise

Kategorie:Seltene Krankheit Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderheilkunde Kategorie:Anämie