Der Artikel Kreisreformen in Deutschland bis 1949 erfasst die Durchführung von Gebietsreformen auf Kreisebene, also einerseits der Stadtkreise und kreisfreien Städte und andererseits der Kreise und Landkreise bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Mai 1949 auf dem Gebiet der späteren Bundesrepublik ohne die bayerischen und (ehemals) preußischen Gebiete.
Kreise oder Landkreise und andere Bezeichnungen
Für die Bezeichnungen Kreis und Landkreis galten und gelten die folgenden Regeln: In den Ländern außerhalb Preußens waren verschiedene Bezeichnungen üblich, z. B.: Amtshauptmannschaften in Sachsen Bezirksämter in Baden und Bayern Oberämter in Württemberg Ab dem 1. Januar 1939 war die einheitliche Bezeichnung in den hier behandelten Ländern Landkreis.
Kreisfreie Städte oder Stadtkreise und andere Bezeichnungen
In den Ländern außerhalb Preußens waren verschiedene Bezeichnungen üblich, dennoch hat sich die Bezeichnung kreisfreie Stadt in der Regel durchgesetzt. In manchen Ländern war die Bezeichnung Stadtkreis nur eine Hervorhebung innerhalb des Kreises. Die betroffene Stadt schied also nicht aus dem Kreisverband aus. Heutzutage erhielten solche Städte die Bezeichnung Große Kreisstadt o. Ä.
Länder Anhalt
1866, 1. Januar: Eingliederung des Kreises Coswig in den Kreis Zerbst
1869, 1. Januar: Vergrößerung des Kreises Bernburg um die Gemeinden Borgesdorf, Gerbitz, Grimschleben, Latdorf, Nienburg, Pobzig, Weddegast, Wedlitz und Wispitz des Kreises Cöthen
1870, 1. Oktober: Vergrößerung des Kreises Cöthen um die Gemeinden Lennewitz, Radegast, Wadendorf, Wehlau, Zehbitz und Zehmitz des Kreises Dessau
1927: Änderung der Schreibweise des Kreises Cöthen in Kreis Köthen
1932, 1. Januar: Eingliederung des Kreises Dessau in den Kreis Dessau-Köthen des Kreises Köthen in den Kreis Dessau-Köthen Neubildung des Kreises Dessau-Köthen aus den Kreisen Dessau und Köthen
1933, 13. April: Ausgliederung der Stadt Bernburg aus dem Kreis Bernburg der Stadt Dessau aus dem Kreis Dessau-Köthen
1934, 1. August: Ausgliederung der Stadt Köthen aus dem Kreis Dessau-Köthen
1935, 25. März: Ausgliederung der Stadt Zerbst aus dem Kreis Zerbst
1935, 1. April: Vergrößerung des Stadtkreises Dessau um die Stadt Roßlau des Kreises Zerbst
1939, 1. Januar: Umbenennung der Kreise in Landkreise
1942, 1. April: Vergrößerung des Landkreises Dessau-Köthen um die Gemeinde Löbnitz an der Linde des Saalkreises, Provinz Sachsen sowie die Gemeinden Goltewitz, Möst bei Schierau, Pösigk, Priorau, Repau und Schierau des Landkreises Bitterfeld, Provinz Sachsen
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum StadtkreiseVeränderung KreiseVeränderung StadtkreiseAnzahl KreiseAnzahl 1850 0 6 1. Januar 1866 0 −1 0 5 1. Januar 1932 0 −1 0 4 13. April 1933 +2 0 2 4 1. August 1934 +1 0 3 4 25. März 1935 +1 0 4 4
Baden
1872, 1. Mai: Auflösung des Bezirksamtes Kenzingen und Aufteilung auf die Bezirksämter Emmendingen und Ettenheim des Bezirksamtes Walldürn und Aufteilung auf die Bezirksämter Buchen, Tauberbischofsheim und Wertheim Eingliederung des Bezirksamtes Boxberg in das Bezirksamt Tauberbischofsheim des Bezirksamtes Gengenbach in das Bezirksamt Offenburg des Bezirksamtes Gernsbach in das Bezirksamt Rastatt des Bezirksamtes Jestetten in das Bezirksamt Waldshut des Bezirksamtes Radolfzell in das Bezirksamt Konstanz Vergrößerung des Bezirksamtes Buchen um die Gemeinden Altheim, Gerolzahn, Glashofen, Gottersdorf, Hornbach, Kaltenbrunn, Reinhardsachsen, Rippberg, Walldürn und Wettersdorf des Bezirksamtes Walldürn des Bezirksamtes Emmendingen um die Gemeinden Amoltern, Endingen am Kaiserstuhl, Forchheim, Hecklingen, Riegel am Kaiserstuhl, Weisweil und Wyhl am Kaiserstuhl des Bezirksamtes Kenzingen des Bezirksamtes Ettenheim um die Gemeinden Bleichheim, Bombach, Broggingen, Herbolzheim, Kenzingen, Niederhausen, Nordweil, Oberhausen, Tutschfelden und Wagenstadt des Bezirksamtes Kenzingen des Bezirksamtes Offenburg um das Bezirksamt Gengenbach des Bezirksamtes Rastatt um das Bezirksamt Gernsbach des Bezirksamtes Tauberbischofsheim um das Bezirksamt Boxberg und um die Gemeinde Schwarzenbrunn des Bezirksamtes Walldürn des Bezirksamtes Waldshut um das Bezirksamt Jestetten des Bezirksamtes Wertheim um die Gemeinden Bretzingen, Dornberg, Erfeld, Gerichtstetten, Hardheim, Höpfingen, Pülfringen, Rütschdorf, Schweinberg, Vollmersdorf und Waldstetten des Bezirksamtes Walldürn
1874, 1. September: Vergrößerung des Bezirksamtes Tauberbischofsheim um die Gemeinden Erfeld, Gerichtstetten und Pülfringen des Bezirksamtes Wertheim
1879, 1. Oktober: Vergrößerung des Bezirksamtes Buchen um die Gemeinden Erfeld und Gerichtstetten des Bezirksamtes Tauberbischofsheim sowie die Gemeinden Bretzingen, Dornberg, Hardheim, Höpfingen, Rütschdorf, Schweinberg, Vollmersdorf und Waldstetten des Bezirksamtes Wertheim des Bezirksamtes Emmendingen um die Gemeinden Bleichheim, Broggingen, Herbolzheim, Niederhausen, Nordweil, Oberhausen, Tutschfelden und Wagenstadt des Bezirksamtes Ettenheim
1881, 31. Oktober: Umbenennung des Bezirksamtes Kork in Bezirksamt Kehl
1883, 1. April: Vergrößerung des Bezirksamtes Engen um die Gemeinde Aach des Bezirksamtes Stockach des Bezirksamtes Stockach um die Gemeinde Mahlspüren im Tal des Bezirksamtes Überlingen
1884, 1. Mai: Vergrößerung des Bezirksamtes Wertheim um die Gemeinde Steinfurt des Bezirksamtes Buchen
1885, 1. April: Vergrößerung des Bezirksamtes Schönau um die Gemeinde Neuenweg des Bezirksamtes Schopfheim
1886, 1. Januar: Vergrößerung des Bezirksamtes Mannheim um die Gemeinde Neckarau des Bezirksamtes Schwetzingen
1891, 1. Januar: Vergrößerung des Bezirksamtes Bühl um die Gemeinde Stollhofen des Bezirksamtes Rastatt
1898, 1. Oktober: Neubildung (Wiedererrichtung) des Bezirksamtes Boxberg aus Gemeinden des Bezirksamtes Tauberbischofsheim
1900, 1. Januar: Vergrößerung des Bezirksamtes Eberbach um die Gemeinde Reisenbach des Bezirksamtes Buchen
1900, 1. Mai: Vergrößerung des Bezirksamtes Mannheim um die Gemeinde Seckenheim des Bezirksamtes Schwetzingen
1904, 1. Januar: Vergrößerung des Bezirksamtes Boxberg um die Gemeinden Buch am Ahorn und Schwarzenbrunn des Bezirksamtes Tauberbischofsheim
1905, 1. Januar: Vergrößerung des Bezirksamtes Bretten um die Gemeinde Kürnbach des Kreises Heppenheim (Großherzogtum Hessen)
1920, 1. Juli: Vergrößerung des Bezirksamtes Pforzheim um die Gemeinde Stein des Bezirksamtes Bretten
1920, 15. August: Vergrößerung des Bezirksamtes Staufen um die Stadt Sulzburg des Bezirksamtes Müllheim
1921, 1. April: Vergrößerung des Bezirksamtes Säckingen um die Gemeinde Warmbach des Bezirksamtes Lörrach (Eingemeindung nach Nollingen)
1921, 1. Juli: Vergrößerung des Bezirksamtes Bruchsal um die Gemeinde Menzingen des Bezirksamtes Bretten des Bezirksamtes Donaueschingen um die Gemeinde Hammereisenbach-Bregenbach des Bezirksamtes Neustadt des Bezirksamtes Eberbach um die Gemeinde Brombach des Bezirksamtes Heidelberg des Bezirksamtes Ettlingen um die Gemeinden Auerbach, Langensteinbach und Spielberg des Bezirksamtes Durlach des Bezirksamtes Karlsruhe um die Gemeinde Forchheim des Bezirksamtes Ettlingen des Bezirksamtes Lahr um die Gemeinde Dörlinbach des Bezirksamtes Ettenheim des Bezirksamtes Mosbach um die Gemeinde Limbach des Bezirksamtes Buchen des Bezirksamtes Waldshut um die Gemeinde Breitenfeld des Bezirksamtes Bonndorf
1924, 1. April: Auflösung des Bezirksamtes Baden und Aufteilung auf die Bezirksämter Bühl und Rastatt des Bezirksamtes Bonndorf und Aufteilung auf die Bezirksämter Donaueschingen, Neustadt und Waldshut des Bezirksamtes Boxberg und Aufteilung auf die Bezirksämter Adelsheim und Tauberbischofsheim des Bezirksamtes Breisach und Aufteilung auf die Bezirksämter Emmendingen und Freiburg des Bezirksamtes Durlach und Aufteilung auf die Bezirksämter Karlsruhe und Pforzheim des Bezirksamtes Eberbach und Aufteilung auf die Bezirksämter Heidelberg und Mosbach des Bezirksamtes Eppingen und Aufteilung auf die Bezirksämter Bretten, Bruchsal und Sinsheim des Bezirksamtes St. Blasien und Aufteilung auf die Bezirksämter Neustadt, Schopfheim und Waldshut des Bezirksamtes Triberg und Aufteilung auf die Bezirksämter Donaueschingen, Villingen und Wolfach Eingliederung des Bezirksamtes Achern in das Bezirksamt Bühl des Bezirksamtes Ettenheim in das Bezirksamt Lahr des Bezirksamtes Schönau in das Bezirksamt Schopfheim des Bezirksamtes Schwetzingen in das Bezirksamt Mannheim Vergrößerung des Bezirksamtes Adelsheim um zahlreiche Gemeinden des Bezirksamtes Boxberg des Bezirksamtes Bretten um die Gemeinden Mühlbach und Sulzfeld des Bezirksamtes Eppingen des Bezirksamtes Bruchsal um die Gemeinden Eichelberg, Elsenz, Landshausen und Tiefenbach des Bezirksamtes Eppingen des Bezirksamtes Buchen um die Gemeinde Reisenbach des Bezirksamtes Eberbach des Bezirksamtes Bühl um das Bezirksamt Achern und die Gemeinde Sinzheim des Bezirksamtes Baden des Bezirksamtes Donaueschingen um die Gemeinden Achdorf, Asselfingen, Epfenhofen, Eschach, Ewattingen, Fützen, Münchingen, Opferdingen und Reiselfingen des Bezirksamtes Bonndorf, die Gemeinden Furtwangen, Gütenbach, Neukirch und Rohrbach im Schwarzwald des Bezirksamtes Triberg sowie die Gemeinden Langenbach, Linach, Schönenbach und Vöhrenbach des Bezirksamtes Villingen des Bezirksamtes Emmendingen um die Gemeinden Bischoffingen, Jechtingen, Kiechlinsbergen, Königschaffhausen, Leiselheim und Sasbach des Bezirksamtes Breisach des Bezirksamtes Freiburg um die Gemeinden Achkarren, Bickensohl, Breisach, Burkheim, Gottenheim, Grezhausen, Gündlingen, Ihringen, Merdingen, Niederrimsingen, Oberbergen, Oberrimsingen, Oberrotweil, Schelingen und Wasenweiler des Bezirksamtes Breisach des Bezirksamtes Heidelberg um die Gemeinden Brombach, Eberbach, Friedrichsdorf, Haag, Moosbrunn, Pleutersbach, Rockenau, Schönbrunn und Schwanheim des Bezirksamtes Eberbach des Bezirksamtes Karlsruhe um die meisten Gemeinden des Bezirksamtes Durlach des Bezirksamtes Lahr um das Bezirksamt Ettenheim des Bezirksamtes Mannheim um das Bezirksamt Schwetzingen des Bezirksamtes Mosbach um die meisten Gemeinden des Bezirksamtes Eberbach des Bezirksamtes Neustadt um die Gemeinden St. Blasien, Bernau, Blasiwald, Häusern, Menzenschwand und Schluchsee des Bezirksamtes St. Blasien sowie die Gemeinden Bonndorf, Boll, Brunnadern, Ebnet, Faulenfürst, Grafenhausen, Gündelwangen, Holzschlag, Schönenbach, Wellendingen und Wittlekofen des Bezirksamtes Bonndorf des Bezirksamtes Pforzheim um die Gemeinden Königsbach, Singen und Wilferdingen des Bezirksamtes Durlach des Bezirksamtes Rastatt um die Gemeinden Baden, Balg, Ebersteinburg, Haueneberstein, Oos und Sandweier des Bezirksamtes Baden des Bezirksamtes Schopfheim um das Bezirksamt Schönau sowie die Gemeinde Todtmoos des Bezirksamtes St. Blasien des Bezirksamtes Sinsheim um die Gemeinden Adelshofen, Berwangen, Eppingen, Gemmingen, Ittlingen, Richen, Rohrbach am Gießhübel, Schluchtern und Stebbach des Bezirksamtes Eppingen des Bezirksamtes Tauberbischofsheim um zahlreiche Gemeinden des Bezirksamtes Boxberg des Bezirksamtes Villingen um die Gemeinden Gremmelsbach, Langenschiltach, Nußbach, Rohrhardsberg, Schonach, Schönwald, Tennenbronn und Triberg des Bezirksamtes Triberg des Bezirksamtes Waldshut um die Gemeinden Amrigschwand, Höchenschwand, Ibach, Immeneich, Schlageten, Tiefenhäusern, Urberg, Wilfingen, Wittenschwand und Wolpadingen des Bezirksamtes St. Blasien sowie die meisten Gemeinden des Bezirksamtes Bonndorf des Bezirksamtes Wolfach um die Gemeinden Hornberg, Niederwasser und Reichenbach des Bezirksamtes Triberg
1924, 1. Juni: Vergrößerung des Bezirksamtes Adelsheim um die Gemeinden Buch am Ahorn und Schwarzenbrunn des Bezirksamtes Tauberbischofsheim
1934, 1. April: Vergrößerung des Bezirksamtes Offenburg um die Gemeinde Dundenheim des Bezirksamtes Lahr
1936, 1. Oktober: