Friedrich Franz Arno Metzeroth (* 30. März 1871 in Weimar; † 8. März 1937 ebenda)Standesamt Weimar, Sterberegister, Nr. C 135/1937. war ein deutscher Maler, Grafiker und Illustrator.
Leben Arno Metzeroth entstammte einer weitläufigen Weimarer, das Malerhandwerk betreibenden Familie. Er war ein Sohn des Tünchermeisters Heinrich (Friedrich Wilhelm Christian Peter) Metzeroth (1847–1913)Standesamt Weimar, Sterberegister, Nr. C 322/1913. und dessen Frau Auguste Friederike Christiane, geb. Harras (1846–1915).Standesamt Weimar, Sterberegister, Nr. C 650/1915. Von 1893 bis 1898 studierte er an der Weimarer KunstakademieGroßherzoglich Sächsische Hochschule für bildende Kunst Weimar, Einträge in Archivalien, 1892–1898. Bestandssignatur: 6-13-3789 (archive-in-thueringen.de). u. a. als Schüler von Carl Frithjof Smith und Franz Bunke. Zu seinen Studienkollegen gehörte u. a. Peter Paul Draewing, Otto Fröhlich, Oswald Gottfried, Rudolf Holzschuh und Friedrich Malchin (1867–1911), der Sohn Carl Malchins.
Nach dem Studium war er als Lehrer an der Großherzoglichen Zeichenschule Weimar tätig.Adreß-Buch der Haupt- u. Residenzstadt Weimar 1906: Teil IV, S. 69, „Metzeroth, Arno, Maler, Lehrer an der Zeichenschule, Jakobstr. 31 II“;Teil VII, S. 282, „Großherzogl. Zeichenschule Im Jägerhause, Marienstr. 7, Direktor: Maler und Professor Flintzer, Lehrer: Maler Metzeroth“. Max Thedy holte ihn 1921 an die wieder errichtete „Staatliche Hochschule für bildende Kunst“ als Lehrer für Maltechnik.Peter Stapf: Der Maler Max Thedy (1858–1924). Leben und Werk. Böhlau, Köln 2014, S. 159/171.Ob Metzeroth parallel an beiden Schulen unterrichtete, war nicht zu ermitteln. Von 1926 bis zur Auflösung im Jahr 1930 war Metzeroth Leiter der Zeichenschule, die nun den Namen „Staatliche Zeichenschule“ trug.Einwohnerbuch der Stadt Weimar 1929, Teil 1, S. 20, „Staatliche Zeichenschule Im Jägerhaus, Marienstr. 7, Leitung: Maler Metzeroth“. In den Auseinandersetzungen zwischen der Kunstakademie und dem Bauhaus nach dessen Gründung war er in der Weimarer Öffentlichkeit als „Anti-Bauhaus-Kämpfer“ bekannt.
Arno Metzeroth gehörte zu den Malern und Studenten, die in den Sommerferien Franz Bunke in dessen mecklenburgische Heimat begleiteten und hier als Malgäste der Schwaaner Künstlerkolonie Studien in der Umgebung der Stadt betrieben.
Werke (Auswahl) Schützenscheibe mit einer Darstellung des Marktplatzes in Weimar, 1929, Stadtmuseum Weimar im BertuchhausAbbildung beim Stadtmuseum Weimar
Illustrationen Heinrich Schäffer: Das lustige Fliegerbuch – mit vielen Zeichnungen von Arno Metzeroth. A. Hofmann, Berlin 1916 () Otto Kürsten: Geschichten aus Dottelscht in Thüringer Mundart. (mit 25 Zeichn. von Arno Metzeroth), Duncker, Weimar 1920 () Max Dürr: Schwabestreich' – sechs Erzählungen in schwäbischer Mundart. (mit 5 Bildern von Arno Metzeroth), Duncker, Weimar 1921 ()
Weblinks Künstlernachlaß Arno Metzeroth bei Antiquitäten-Walter, Blankenhain (Weimar) Kunstmuseum Schwaan
Einzelnachweise
Kategorie:Landschaftsmaler Kategorie:Grafiker (Weimar) Kategorie:Illustrator (Deutschland) Kategorie:Maler (Weimar) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben 1937 Kategorie:Mann