Das Garnisonbataillon Nr. VIII war ein Infanterieverband der Preußischen Armee mit Stationierungsort Glatz.
Geschichte Den Stamm des Regiments bildeten Männer, die 1741 im ganzen Reich vom Oberst Karl von der Recke geworben wurden. Sie formierten in Müncheberg ein Garnisonregiment mit zehn Musketier- und zwei Grenadier-Kompanien. Im Jahr 1753 wurden die Grenadier-Kompanien in den Felddienst versetzt und kamen in das stehende Grenadier-Bataillon Nr. 6. Mit dem Beginn des Siebenjährigen Krieges im Jahr 1756 wurde das Regiment wieder auf zehn Kompanien ergänzt. Aber im Jahr 1760 geriet das Regiment mit dem Oberst Quadt von Wickerath bei der Kapitulation von Glatz in österreichische Gefangenschaft. Das Regiment wurde dann wiedererrichtet, dazu dienten Leute aus den Freibataillonen Le Noble und Wunsch, sowie dem 1758 errichtetem Freiregiment Lüderitz. Diese wurden 1763 durch die Rückkehrer aus dem ursprünglichen Bataillonen ergänzt. Mit der Auflösung 1787 kamen vier Kompanien zum Füsilier-Bataillon Nr. 7Stammliste aller Regimenter und Corps der Königlich Preussischen Armee, 1802, S. 133f (1806 als Oberschlesische Füsilier Brigade nach der Kapitulation von Schweidnitz aufgelöst). Jeweils drei Kompanien kamen als Depotbataillon in die Infanterie-Regimenter Nr. 2, 24, 34 und 35. Jeweils zwei Kompanien kamen in die Regimenter Nr. 37 und 43.
Chefs 1741–1745 Oberst von der Recke 1745–1746 Generalmajor von Löben 1746–1748 Oberst von Knobelsdorf 1748–1757 Oberst von Nettelhorst 1757–1763 Oberst Freiherr Quadt von WikerathJohann Gottlieb Kahlo, Denkwürdigkeiten der Königlichen Preußischen souverainen Grafschaft Glatz, S. 122, Ernennung 1763–1772 Oberst Le Noble 1772–1778 Oberst von Bremer 1778–1782 Oberst von Berrenhauer erhielt 1782 das Garnisonregiment Nr. 11 1782–1788 Generalmajor von Heyking
Garnison 1742 Müncheberg 1742–1752 Glatz, Neiße, Habelschwerdt, Falkenhain, Freiburg 1753–1755 Glatz, Neiße, Habelschwerdt, Bolkenhain, Freiburg 1760–1762 Glatz 1764–1788 Glatz, Reichenbach
Literatur Eduard Lange: Die Soldaten Friedrich’s des Großen. Adenarius & Mendelsohn, Leipzig 1853, S. 266f Christian Friedrich Himburg: Kurzgefasste Stamm- und Rangliste aller Regimenter der Königlich-Preußischen Armee von derer Stiftung an bis Ende 1785. Berlin 1786, S. 98f Allerneuester Zustand der königlichen preussischen Armee mit Anfang des Jahres 1778 und kurzgefaßte Geschichte dieses Heeres von seiner Stiftung an bis auf die jetzigen Zeiten, S. 71
Einzelnachweise
Kategorie:Infanterieverband (Preußen) Kategorie:Regiment der Frühen Neuzeit Kategorie:Gegründet 1741 Kategorie:Aufgelöst 1788 Kategorie:Militärischer Verband im Siebenjährigen Krieg