mini|Das nördliche Britannien im 6. Jahrhundert, Bernicia im Osten Ida († um 559 oder 560) war von 547 bis zu seinem Tod König und möglicherweise der Begründer des angelsächsischen Königreiches Bernicia.

Leben Familie Idas Großvater Oesa war als erster der Familie nach Britannien gekommen. Idas Vater hieß Eoppa, seine Mutter ist unbekannt.

Ida war mit Bearnoch verheiratet und soll zwölf Söhne gehabt haben.Historia Brittonum, 57 Er gilt als Stammvater des northumbrischen Königshauses.Beda: HE 5,24 Florentius von Worcester, ein Chronist des 12. Jahrhunderts, schrieb, dass Adda, Belric, Theodric, Æthelric (Sohn oder Enkel),Jim Bradbury: The Routledge Companion to Medieval Warfare. Routledge, 2004, ISBN 0-415-22126-9, S. 53. Theodhere und Osmer eheliche Söhne waren. Occa, Ealric, Ecca, Oswald, Sogor, Sogethere soll Ida hingegen mit Konkubinen gezeugt haben.Johannes von Worcester (Autor), Thomas Forester (Übers.): The Chronicle of Florence of Worcester with the two continuations. H. G. Bohn, London 1854, S. 6. In der Historia Brittonum wurde auch Eadric als Sohn genannt.Historia Brittonum, 61 In der älteren Forschung wurden manchmal auch die späteren Könige Glappa, Hussa und Frithuwald (Freodulf) als Idas Söhne aufgefasst.

Herrschaft Es gibt Hinweise darauf, dass Ida von Deira kommend über See nach Bernicia vorstieß und sich in der Küstenregion festsetzte.Robin George Collingwood, John Nowell Linton Myres: Roman Britain and English Settlements. Biblo & Tannen, 1998, ISBN 978-0-8196-1160-4, S. 421. Ida wurde im Jahr 547 erster König Bernicias. Sein Reich war umgeben von den feindlichen britischen Königreichen Rheged, Manau Gododdin und Dalriada. Er soll Bamburgh-Castle erbaut und mit einem Hag befestigt haben. Dadurch geriet er auch mit König Dutigern in Konflikt, der vermutlich im britischen Königreich Strathclyde herrschte. Bei Bamburgh errang Ida einen wichtigen Sieg über Dutigern und festigte dadurch seine Macht im Osten Nordenglands.Jim Bradbury: The Routledge Companion to Medieval Warfare. Routledge, 2004, ISBN 0-415-22126-9, S. 141. Nach anderer Lesart besiegte Ida Dutigern (auch Euderyn, Outigern) und besetzte daraufhin Din-Guaïroï, das heutige Bamburgh.Christopher Allen Snyder: The Britons. Wiley-Blackwell, Oxford u. a. 2003, ISBN 978-0-631-22260-6, S. 210. Die von Nennius überlieferte Eroberung Bamburghs durch Ida ist jedoch umstritten.David W. Rollason: Northumbria, 500–1100: Creation and Destruction of a Kingdom. Cambridge University Press, 2003, ISBN 978-0-521-81335-8, S. 49–50. Idas Herrschaftsbereich war vermutlich auf einen Küstenstreifen in der Gegend um Bamburgh und Lindisfarne beschränkt.John T. Koch: Ida. In: John T. Koch (Hrsg.): Celtic Culture. A Historical Encyclopedia. ABC-Clio, 2005, ISBN 1-85109-440-7, S. 955–956. Nach Idas Tod um 559/560 folgte wahrscheinlich Glappa als König.Simon Keynes: Kings of Northumbria. In: Lapidge et al. (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England. Wiley-Blackwell, Oxford u. a. 2001, ISBN 0-631-22492-0, S. 502–505.

Literatur John T. Koch: Ida. In: John T. Koch (Hrsg.): Celtic Culture. A Historical Encyclopedia. ABC-Clio, 2005, ISBN 1-85109-440-7, S. 955–956.

Quellen

Beda Venerabilis: Historia ecclesiastica gentis Anglorum. (englisch, Online im Medieval Sourcebook). Nennius: Historia Brittonum (Volltext [Wikisource])

Weblinks Ida in Prosopography of Anglo-Saxon England (PASE) Ida in Foundation for Medieval Genealogy

Einzelnachweise

Kategorie:Familienmitglied der Idingas Kategorie:König (Bernicia) Kategorie:Herrscher (6. Jahrhundert) Kategorie:Angelsachse Kategorie:Geboren im 5. oder 6. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 6. Jahrhundert Kategorie:Mann