Hans Schreiber (* 9. Juni 1902 Brauna/Sachsen; † 3. April 1968) war ein deutscher Biophysiker und Hochschullehrer.
Leben Hans Schreiber wurde 1929 bei Richard Glocker an der TH Stuttgart über ein Thema der Röntgenfluoreszenzanalyse promoviert. Seit 1929 war er als Assistent und zuletzt Oberassistent bei Walter Friedrich am Institut für Strahlenforschung der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin tätig.Boris Rajewsky, Hans A. Künkel: Nachruf auf Professor Dr. Hans Schreiber, in: Biophysik, Bd. 5 1968, S. 1. Im Juni 1934 habilitierte er sich dort für Physik mit besonderer Berücksichtigung der Biophysik und wurde 1941 zum außerplanmäßigen Professor ernannt.Chronik der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, April 1932 / März 1935, bearb. v. Walter Wienert, Berlin o. J., S. 24; Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, Personal- und Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 1944/45, S. 41.
Schreiber baute das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Berliner Institut für Strahlenforschung wieder auf und wurde 1949 zum Professor mit vollem Lehrauftrag und 1955 auf den Lehrstuhl für Biophysik an der Humboldt-Universität zu Berlin berufen. Auf Hiddensee richtete er eine biophysikalische Forschungsanstalt ein und war dort von 1951 bis 1953 tätig.
1961 übersiedelte er nach Westdeutschland, wo er seit 1964 dem Lehrkörper der Universität Kiel und der Medizinischen Akademie Lübeck als ordentlicher Professor für Biophysik angehörte.
Schreiber forschte insbesondere über die Messung und biologische Wirkung von Strahlung.
Ehrungen 1951: Ehrenmitgliedschaft im Comité International de Photobiologie
Publikationen Schreiber verfasste über 110 wissenschaftliche Veröffentlichungen, darunter beispielsweise: Die Wellenlängenabhängigkeit der Ultraviolettwirkung auf Gewebekulturen („Reinkulturen“). Protoplasma 21 (1934), S. 34–61 Der photobiologische Wirkungsmechanismus der Röntgenstrahlen. Naturwissenschaften 22 (1934), S. 536–540 Unterlagen zur Neutronenbiologie des menschlichen Körpers. Schattauer, Stuttgart 1965
Weblinks Johannes M. Fox: Hans Schreiber †. Physikalische Blätter (1968), S. 268 Hans Schreiber im Kieler Gelehrtenverzeichnis
Einzelnachweise
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