mini|„Wahnzettel“ an Meta von Salis: Fräulein von Salis.Die Welt ist verklärt, denn Gott ist auf der Erde. Sehen Sie nicht, wie alle Himmel sich freuen? Ich habe eben Besitz ergriffen von meinem Reich, werfe den Papst ins Gefängniß und lasse Wilhelm, Bismarck und Stöcker erschießen.Der Gekreuzigte (KSB, 8, Nr. 1239, S. 572)Giorgio Colli, Mazzino Montinari (Hrsg.): Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe, 8 Bände. München, Berlin, New York 1980. __NOTOC__ Die Wahnbriefe beziehungsweise Wahn(sinns)zettel sind schriftliche Mitteilungen von Friedrich Nietzsche, die er im Januar 1889 im Laufe seines psychischen Zusammenbruchs in Turin an verschiedene Persönlichkeiten sandte. Zu den Empfängern gehören Georg Brandes, Hans von Bülow, Jacob Burckhardt, Paul Deussen, Peter Gast, Kardinal Mariani, Kardinal Rampolla del Tindaro, Jan MatejkoAdressat des Briefes Den erlauchten Polen vom 4. Januar 1889, Catulle Mendès, Malwida von Meysenbug, Franz Overbeck, Erwin Rohde, Meta von Salis, August Strindberg, Umberto I., Cosima Wagner, Heinrich Wiener. Nietzsche unterzeichnete jeweils mit unterschiedlichen Pseudonymen: Dionysos bzw. Zagreus, Der Gekreuzigte, Der Antichrist.
Als Beispiel ein Brief an Jacob Burckhardt:
Rezeption Der italienische Nietzsche-Forscher Mazzino Montinari hat sich im Rahmen seiner Arbeiten zur Nietzsche-Ausgabe auch mit den Wahnbriefen des Philosophen befasst. Er schreibt dazu:
Michel Foucault schreibt in Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft:
Literatur Frank Lindemann: Die Philosophie Friedrich Nietzsches im Werk Miroslav Krležas. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1991. ISBN 978-3-447-031004.
Weblinks Nietzsches Briefe, 1889. Briefe an Jacob Burckhardt zeno.org Ein Denker, der in den Abgrund blickte Guido Kalberer in: Tages-Anzeiger, 16. Oktober 2019
Einzelnachweise
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