Buschwiller, (elsässisch Büschwiller), ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse und zum Kanton Saint-Louis.

Geografie Die Gemeinde Buschwiller liegt am Südostrand des Sundgaus, etwa fünf Kilometer westlich der Basler Innenstadt.

Nachbargemeinden von Buschwiller sind Hésingue im Norden, Hégenheim im Osten, Allschwil, Schönenbuch (beide Schweizer Gemeinden) und Hagenthal-le-Bas im Süden, Wentzwiller im Westen sowie Attenschwiller im Nordwesten.

Geologie Buschwiller liegt im lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügelland. An den Hängen des Mühlbachtälchens lagern unter der Lössdecke Jüngere Deckenschotter, teilweise verbackene Gerölle des älteren Eiszeitalters, abgelagert, als die Gewässer sich noch nicht so tief eingefurcht hatten.

Geschichte Im Jahr 1096 als Bustwilre erwähnt. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt und kam dann durch die Heirat der Johannna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone.

1361 bekamen die Reich von Reichenstein den Ort als habsburgisches Lehen und besaßen ihn bis zur Revolution. Die jüdische Gemeinde besaß bis 1908 hier eine Synagoge.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Buschweiler als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Mülhausen, Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg führteerlitt der Ort Schäden durch Beschuss. Unter anderem führten die Beschädigungen an der Kirche zu deren Abriss und einem Neubau nach dem Krieg. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Einwohner von Buschwiller im September 1939 in den Südwesten Frankreichs (Département Landes) evakuiert. Nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 war eine Rückkehr ins besetzte Elsass möglich. Im Ort richtete Artilleriebeschuss erhebliche Schäden an. Buschwiller. wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 20. November 1944 durch Truppen der 1. französische Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Offensive der Alliierten gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2016 Einwohner 640 559 607 762 759 767 883 950 1029

Sehenswürdigkeiten Die Sankt-Martinskirche ersetzte 1933 eine kleine, mitten im Dorf gelegene Kapelle. Beachtenswerter barocker Altaraufsatz von 1690, der aus der Klosterkirche Mariastein stammt. Er ist das Werk des Bildhauers Johann Friedrich Buol aus dem aargauischen Kaiserstuhl. Andere Teile des Altars aus dem späten 19. Jahrhundert.

Fachwerkhäuser, meist aus der Wiederaufbauzeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Beispiele an der Rue des Vosges; Nr. 4 datiert 1688, mit schöner Laube und Nr. 10 mit teilweise (nachträglich?) geschlossener Laube. An der Scheune datiert 1695. Interessant auch Nr. 2 mit dem auf hölzernen Säulen gestützt vorkragenden Obergeschoss (Dach neu). mini|hochkant=1|Kirche St. Martin Buschwiller mini|hochkant=1|Rathaus- und Schulgebäude

Persönlichkeiten Jean Cron (* 1884 in Buschwiller; † 1950 in Basel), Schweizer Unternehmer und Erfinder

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 609.

Siehe auch Liste der Monuments historiques in Buschwiller

Weblinks

Buschwiller. cc-3frontieres.fr (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est

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