In der Tradition der Gatekeeper-Forschung entwickelten Westley und MacLean ein System-Modell um den Prozess der Nachrichtenvermittlung als einen mehrfach selektiven und dynamisch rückgekoppelten Vorgang darzustellen.
links|Modell von Westley und MacLean Ein Kommunikator (K) wählt aus einer Vielzahl von Ereignissen (x) einige aus und formt diese zu einer Botschaft (x'). Die Bezeichnung „Anwaltschafts-Rolle“ soll darauf hinweisen, dass die Nachrichtenvermittlung von K durchaus durch seine eigenen Interessen determiniert ist (Gatekeeper). Das eigentliche Medium (C = channel roles) steht für jene technischen und menschlichen Instanzen, welche die Botschaft von K aufnehmen und für das Publikum zugänglich machen. Auch hier findet wiederum ein Selektionsprozess statt und die Aussage x’ wird zu x’’. Die Rezipienten empfangen letztlich eine Darstellung des Ereignisses X, welche aber nicht mehr dem eigentlich Ausgangsereignis entsprechen muss, da es bereits mindestens zwei Mal bearbeitet worden ist. Letztlich figurieren ebenfalls Feedbackprozesse zwischen allen Instanzen (K,C,R).
Westley / MacLean veranschaulichen so den Transmissionsprozess einer Botschaft auf ihrem Weg zum Publikum, welcher oftmals schwierig sein kann.
Literatur Bruce Westley, Malcolm MacLean: A conceptual model for mass communication research. In: Journalism Quarterly, 34. Jg., 1957, S. 36.
Kategorie:Kommunikationsmodell