Hans Friedrich Oskar Schipulle (* 13. März 1913 in Neukölln; † 12. August 1977 in München) war ein deutscher Dokumentarfilmer.

Leben und Wirken Der Sohn des Musikers Hans Schipulle und dessen Frau Elsbeth „Else“ geb. HolsteLandesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Neukölln III, Nr. 409/1913. hatte nach dem Abitur Volkswirtschaft studiert und anschließend zu Beginn der 1930er Jahre bei der Tobis-Mélo eine Ausbildung zum Schnittmeister erhalten. Nachdem er zuvor bereits als Volontär gearbeitet hatte, war er seit 1935 fix in der Kulturfilmabteilung der Tobis beschäftigtBundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Hans Schipulle, R 9361-V/112761 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). und stellte in den folgenden 34 Jahren in den unterschiedlichsten Funktionen (vor allem Regie, Drehbuch, Schnitt) eine Fülle von Dokumentar-, Kultur- und Industriefilmen her. Gleich seine erste Produktion Die Kamera fährt mit, eine dokumentarische Arbeit über die Erstellung von Wochenschauberichten, erhielt 1936 die Goldmedaille auf der Kunstbiennale.

In der filmfreien Zeit gleich nach dem Zweiten Weltkrieg verdiente Hans Schipulle zwischen 1947 und 1949 seinen Lebensunterhalt als Synchrontexter und Dialogregisseur bei der Internationalen Film-Union in Remagen. 1949 nahm er seine Arbeit als Filmhersteller mit der Gründung der eigenen Firma Melophon-Film GmbH. in München wieder auf. Zu dieser Zeit begann Schipulle auch Synchronfassungen US-amerikanischer Spielfilme herzustellen. Nach 1969 sind keine Arbeiten Schipulles mehr nachweisbar.

Hans Schipulle war von 1936 bis zur Scheidung 1943 mit Käthe Michalski verheiratet.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin-Neukölln III, Nr. 588/1936 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). 1944 heiratete er in Schwenningen am Neckar Luise Müller, mit der er später einen Sohn hatte. 1970 wurde auch diese Ehe geschieden. Schipulle starb 1977 in seinem Haus im Münchner Stadtbezirk Berg am Laim.Stadtarchiv München, Sterbebuch Standesamt München II, Nr. 3355/1977 (vgl. Namensverzeichnis zum Sterbebuch 1977; PDF; 72 MB).

Filmografie (Auswahl) Regie, wenn nicht anders angegeben

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1498.

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Einzelnachweise

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