Lilian Hermine Belmont (Pseudonym L. H. Belten; * 19. Oktober 1894 in Wien; † 5. Juni 1972 ebenda) war eine österreichische Bühnenschauspielerin, Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Filmjournalistin.

Leben und Wirken Die Tochter des US-amerikanischen Konsulatsbeamten Harry Belmont und der Österreicherin Hermine SchmiedGeburts- und Taufbuch der Reformierten Stadtkirche Wien, Nr. 238/1894 (online). wuchs in Wien auf, besuchte dort die Schauspielakademie und begann noch in der k.u.k.-Monarchie ihre künstlerische Laufbahn als Theaterschauspielerin an heimischen Bühnen (Steyr, Bielitz in der letzten Kriegsspielzeit 1918/19, Salzburg Anfang der 1920er Jahre, Klagenfurt sowie Tourneen durch die Zips und die Tschechoslowakei). Ab 1930 verlegte sich Lilian Belmont aufs Schreiben und wurde freiberufliche Schriftstellerin. Sie verfasste Novellen und Kurzgeschichten für Tageszeitungen und Zeitschriften und übersetzte Romane und Theaterstücke aus dem Italienischen ins Deutsche.Bundesarchiv, Akten der Reichsschrifttumskammer, Personalakte Lilian Belmont, R 9361-V/25553 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). Mit dem literarischen Pressevertrieb L. H. Belmont besaß sie zeitweilig ihre eigene Firma.

Seit 1939 mit dem Drehbuchautor Fritz Koselka verheiratet, formten sie und ihr Ehemann in der Spätphase des Zweiten Weltkriegs ein Gespann und begannen, zunächst für die Münchner Bavaria und die Wien-Film, Filmdrehbücher zu verfassen. Nach 1945 setzte Lilian Belmont diese gemeinsame Tätigkeit für einige Jahre im wiedererstandenen Österreich fort und schuf, in Zusammenarbeit mit Franz Antel, 1951 mit Hallo Dienstmann eine der erfolgreichsten österreichischen Nachkriegskomödien (Titelrolle: Hans Moser), ehe sie bereits 1953 als Autorin die Filmbranche wieder verließ und fortan als Filmjournalistin arbeitete. Sie starb 1972 im Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien an den Folgen einer Krebserkrankung.Magistrat der Stadt Wien, Sterberegister Standesamt Wien-Ottakring, Nr. 1445/1972.

Filmografie 1944: Ich bitte um Vollmacht 1948: Alles Lüge 1949: Kleine Melodie aus Wien (nur Idee) 1949: Wie ein Dieb in der Nacht 1950: Jetzt schlägt’s 13 (Es schlägt 13) 1951: Tanz ins Glück 1951: Hallo Dienstmann 1952: Der Mann in der Wanne 1953: Wirbel um Irene (Irene in Nöten)

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, , S. 94.Glenzdorf nennt als Geburtsdatum den nicht zutreffenden 19. Oktober 1904.

Anmerkungen und Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Autor Kategorie:Journalist (Österreich) Kategorie:Darstellender Künstler (Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1972 Kategorie:Frau