Adolf Jansen (* 14. Juni 1888 im Deutschen ReichAdolf Jansen in den Akten der Reichskulturkammer/Reichsfilmkammer; † nach 1959) war ein deutscher Tontechniker beim Film.
Leben und Wirken Über Jansens Herkunft und Ausbildung ist derzeit nichts bekannt. Er war unter der Führung des Pioniers Guido Bagier seit der Geburtsstunde des deutschen Tonfilms zum Jahreswechsel 1928/29 in der Zelluloidbranche aktiv, beginnend mit Walter Ruttmanns experimenteller Inszenierung Melodie der Welt. In dem folgenden Vierteljahrhundert betreute Jansen tontechnisch eine Fülle von Unterhaltungsproduktionen, darunter zu Beginn seiner Karriere auch G. W. Pabsts Verfilmung der Brecht/Weill-Oper Die Dreigroschenoper und das völkerverbindende, deutsch-französische Zeitdrama Kameradschaft sowie die beiden letzten Inszenierungen Fritz Langs vor der Machtergreifung M und Das Testament des Dr. Mabuse.
Im Dritten Reich sorgte Jansen auch bei einer Reihe von staatstragenden Großproduktionen für den guten Ton, darunter Hans Steinhoffs Tanz auf dem Vulkan, der antibritische Propagandafilm Der Fuchs von Glenarvon, Herbert Maischs Dichterportrait Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies sowie mit Herbert Selpins und Werner Klinglers Titanic-Film eine weitere antibritische Produktion. Jansens Regimetreue bis 1945 schien für die soeben gegründete ostdeutsche Staatsfirma DEFA kein Hinderungsgrund, den erfahrenen Tontechniker zu verpflichten. Bis Mitte der 1950er Jahre arbeitete Adolf Jansen an zum Teil streng prokommunistischen Propagandafilmen, mit Das Beil von Wandsbek war er auch an einem künstlerisch überdurchschnittlichen Film beteiligt.
Jansens letzter bekannter Wohnort befand sich in Bernau (DDR) bei BerlinGlenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Zweiter Band, Bad Münder 1961, S. 752.
Filmografie
Literatur Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Zweiter Band, Bad Münder 1961, S. 1170
Einzelnachweise
Weblinks
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