Beatrice Fleischlin (* 19. März 1971 in Sempach) ist eine Schweizer Performerin und Autorin.
Leben
Beatrice Fleischlin studierte an der Schauspielakademie Zürich (heute Zürcher Hochschule der Künste, Abschluss 2000). Sie gründete gemeinsam mit Nicolas Galeazzi und Andreas Liebmann das Label Gaststube°. Gemeinsam realisierten sie Projekte aus Inszenierung, Installation und Interaktion, mit denen sie international unterwegs waren (Deutschland, Österreich, Frankreich, Los Angeles, Bolivien, Schweiz). Nach 12 Jahren Zusammenarbeitspause starteten sie 2020 mit einer neuen Zusammenarbeit, in der sie die fragilen Möglichkeiten der Existenz in den Ruinen des Kapitalismus erforschen und an der Möglichkeit kollektiven Überlebens arbeiten.
Beatrice Fleischlin wurde u. a. in Arbeiten von Thom Luz, Boris Nikitin und postTheater als Performerin engagiert.
Fleischlin lebt in Basel. Von dort aus produziert sie ihre Theaterprojekte u. a. mit freien Spielstätten, wie der Kaserne Basel, dem Südpol Luzern, dem Theaterhaus Gessnerallee Zürich und den Sophiensaelen Berlin.
Ihr Solo „my ten favorite ways to undress – a personal hitlist“, mit dem sie tourte, eröffnete ihr die Möglichkeit für eine Reihe eigener Arbeiten. In den letzten Jahren entwickelte sie Werke, die sich mit einem transnationalen, queeren Identitätsverständnis auseinandersetzen. Meist entstehen diese Arbeiten in Kooperation mit anderen Künstlern.
Beatrice Fleischlin war von 2012 bis 2019 an der Inszenierung von Theaterprojekten der freien Theaterszene und von Studiobühnen kommunaler Theater beteiligt, von 2017 bis 2019 auch gelegentlich als Mitarbeiterin des Dramaturgen.
Als Hälfte des Duos fleischlin/meser erhielt sie zusammen mit Anja Meser einen Schweizer Preis Darstellende Künste 2021., schweizerkulturpreise.ch, abgerufen am 2. September 2021.
Performances 2004: Der Gesang vom flexiblen Menschen. Regie: Andreas Liebmann / Thomas J. Jelinek. Theaterdiscounter Berlin, Wien, Wismar.Der Gesang vom flexiblen Menschen (Andreas Liebmann) im TD Berlin, abgerufen am 18. Februar 2021 2004: Labyrinth.Chor. Gaststube°. Theaterdiscounter Berlin.Labyrinth.Chor im TD Berlin, abgerufen am 18. Februar 2021 2005: Öngel – Schöner wohnen für alle. Gaststube°. Rote Fabrik Zürich. dieTheater Wien, Theaterdiscounter Berlin.Öngel – schöner wohnen für alle im TD Berlin, abgerufen am 18. Februar 2021 2005: Exot. Gaststube°. zur Eröffnung des KunstgARTen Pasewalk.Claudia Grimm, Leonie Weigmann (Hrsg.): Disappearing artists. Edition Ostgleis (PDF; 1,98 MB), abgerufen am 18. Februar 2021 2006: 7,5 Untersuchungen über das Unfertige. Gaststube°. Berlin Festival HÖLLENFAHRT Wien, Festival Rohkunstbau Berlin, Theater Spektakel Zürich, Festival La Båti Genf, Sophiensäle Berlin., abgerufen am 18. Februar 2021 2006: Fanny – Eine Untersuchung über Ausfransungen. Gaststube°.Migma Performance: Fanny – Eine Untersuchung über Ausfransungen (PDF; 825 kB), abgerufen am 18. Februar 2021 2007: Erlösung abgebrochen. Theaterdiscounter Berlin.Erlösung abgebrochen im TD Berlin, abgerufen am 18. Februar 2021 2007: Prekäre Gärten. fleischlin/galeazzi. Performance im öffentlichen Raum, Kunstpanorama Luzern, White Space Zürich.www.likeyou.com – fleischlin/galeazzi – Prekäre Gärten – White Space, Raum für aktuelle Kunst, Zürich, abgerufen am 18. Februar 2021 2007: El quinto pasajero. Gaststube°. Museo Tambo Quirquincho, La Paz, Bolivien.El quinto pasajero (2007), Museo Tambo Quirquincho, La Paz, Bolivia Harm Lux, abgerufen am 18. Februar 2021 2008: Wann stören wir uns endlich. Text/Regie: Andreas Liebmann. Volksbühne Berlin, Prater Foyer Berlin, BallhausOst Berlin, Kaserne Basel, Kleintheater Luzern, Schlachthaus Theater Bern.wann stören wir uns endlich – Liebmann, Andreas, abgerufen am 18. Februar 2021 2008: Die anderen. Konzeption: A. Liebmann. Zur Eröffnung der Kaserne Basel.Die Anderen – Training für Nachbarschaft – Andreas Liebmann, abgerufen am 18. Februar 2021 2009: Fish Tales. Regie: Post.Theater. Stromereinfestival Zürich, Dock 11, Sophiensäle Berlin.Fish Tales – www.posttheater.com, abgerufen am 18. Februar 2021 2009: Imitation of Life. Regie: Boris Nikitin. Festival "Treibstoff", Kaserne Basel, HAU Berlin, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Festival „auawirleben“ Schlachthaus Theater Bern, Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr, Tuchlaube Aarau, Festival „plateaux“ Mousonturm Frankfurt, Sakharov Center Moskau, Joburg Theatre Johannesburg (SA), Little Theatre Cape Town (SA), Jornees de Théatre Suisse Contemporain, Ganz New Festival Zagreb, Theater Rampe Stuttgart, FIT Lugano.Boris Nikitin – Imitation of Life, abgerufen am 18. Februar 2021 2009: Schutz und Rettung. Regie: Thom Luz. Freischwimmer Festival Kampnagel, Sophiensäle Berlin, Kampnagel Hamburg, Gessnerallee Zürich, Brut Wien, FFT Düsseldorf., abgerufen am 18. Februar 2021 2010: Die Zeitmaschine 1980–2010. Konzept: Boris Nikitin. Kaserne Basel.Boris Nikitin – Die Zeitmaschine 1980–2010, abgerufen am 18. Februar 2021 2010: Tag der hellen Zukunft. Regie: Thom Luz. Gessnerallee, Kaserne Basel, Südpol Luzern, far Festival Nyon.Tag der hellen Zukunft – Musiktheater von Thom Luz HD on Vimeo, abgerufen am 18. Februar 2021 2010: Gefühlstraining für weltweite Körper. Regie: Andreas Liebmann. Hebbel am Ufer (HAU) Berlin.Gefühlstraining für weltweite Körper – Andreas Liebmann, abgerufen am 18. Februar 2021 2011: Come on Baby. fleischlin/meser. Südpol Luzern, Kaserne Basel, Zeitgen. Schweizer TanzTage im Tojo Bern, Gessnerallee Zürich, Tanzfest Zürich, Festival d. Freien Theater bestOFFstyria Graz, Sophiensäle Berlin, Unithea Frankfurt (Oder).Come on Baby fleischlinmeser, abgerufen am 18. Februar 2021 2011: Universal Export. Regie: Boris Nikitin.Universal Export. Eine Reise in unser Gehirn – Ein inspirierender Ausflug von Boris Nikitin und drei Schauspielern. Nachtkritik.de vom 25. Februar 2011, abgerufen am 23. August 2014. 2011: Amuse Gueule No.1. Fleischlin/Schupp. Theater Basel., abgerufen am 18. Februar 2021 2011: Amuse Gueule No.2. Fleischlin/Schupp. Theater Basel., abgerufen am 18. Februar 2021 2012: There Must Be Some Kind Of Way Out Of Here. Luz/Weibel/Kuggeleyn. Gessnerallee Zürich, Kaserne Basel, Südpol Luzern. (PDF; 475 kB), abgerufen am 18. Februar 2021 2013: Drop Dead, Gorgeous. fleischlin/meser. Kaserne Basel, Südpol Luzern, Gessnerallee Zürich, Sophiensaele Berlin.Drop Dead, Gorgeous! – In der Kaserne Basel musizieren fleischlin/meser/oberholzer gegen den Tod an Nachtkritik vom 9. Januar 2013, abgerufen am 27. Dezember 2020. 2013: Do You Feel Real? fleischlin/meser/flores.Vimeo Vorstellung vom 04. Mai 2013, abgerufen am 27. Dezember 2020. 2013: Love.State.Kosovo. Fleischlin/Schupp. Theaterspektakel Zürich, Nationaltheater Kosovo, Prishtina, Kaserne Basel, Theater Tuchlaube Aarau, Spielart Festival München., abgerufen am 18. Februar 2021 2015: Willkommen im Paradies meines guten Gefühls. Aufzug N°3 aus «MENSCH! – ein Showbusiness in mehreren Aufzügen». Regie: Jonas Knecht. Lokremise St. Gallen.willkommen im paradies meines guten gefühls – Jonas Knecht & theater konstellationen, abgerufen am 18. Februar 2021 2015: Thinking about Medea – Duke Menduar Medean. Beatrice Fleischlin & Gjergj Prevazi. Nationaltheater Tirana, Durres, Basel, Aarau, Südpol Luzern.Trailer: THINKING ABOUT MEDEA on Vimeo, abgerufen am 18. Februar 2021 2015: Islam für Christen – Ein Crashkurs (Level A1). Fleischlin/Schupp. Markthalle Basel, Kaserne Basel, Schauspielhaus Wien, Helferei Zürich, Schwankhalle Bremen.Schauspielhaus Wien – Produktion Detail, abgerufen am 18. Februar 2021 2016: Hingabe. B.Fleischlin/K. Hadjiioannou. Südpol Luzern., abgerufen am 18. Februar 2021 2016: Bergblaumachen. Chez Icke. Regie: Gesine Danckwart.bergblaumachen.net, abgerufen am 18. Februar 2021 2016: I just wanna fucking dance oder Begeisterung und Protest. fleischlin/meser. Kaserne Basel, Südpol Luzern, Gessnerallee Zürich, Zeitgenössische Schweizer Tanztage Genf, Sophiensaele Berlin, Theater Rampe StuttgartFleischlin/Meser «I just wanna fucking dance oder Begeisterung und Protest» in Berlin Theaterverlag.de vom 1. März 2017, abgerufen am 27. Dezember 2020. 2017: Radical Hope no1 / Pilatusblick. fleischlin/meser. Südpol Luzern.Radical Hope no1. Ich habe bei Proben noch nie so viel geheult Zentralplus.ch vom 20. November 2017, abgerufen am 27. Dezember 2020. 2018: Radical Hope no2 / Creatures. fleischlin/meser. Südpol Luzern, Gessnerallee Zürich.Radical Hope no2. Kontaktsuchende Kreaturen am Südpol in Kriens Luzerner Zeitung vom 22. Februar 2018, abgerufen am 27. Dezember 2020. 2019: This Is Me. fleischlin/meser. Sophiensäle Berlin, Südpol Luzern, Schlachthaus Bern, Theater Rampe Stuttgart.This Is Me. Tanzforum Tanzforum vom 18. September 2019, abgerufen am 27. Dezember 2020. 2020: What is human – ein Abend über und mit Familie. fleischlin/meser. Kaserne Basel.What is human. Was wollen wir genau, wenn wir Familie wollen? bz vom 1. Oktober 2020, abgerufen am 27. Dezember 2020.
Installationen 2002: Installation mit Diaprojektoren FRISCHE FRAGEN. fleischlin/galeazzi. Wismar.Nicolas Galeazzi, auf nomad-theatre.eu 2002: Rauminstallation FRÜHLINGSERWACHEN – Einladung zum Picknicken. fleischlin/galeazzi. 2008: PREKÄRE GÄRTEN. fleischlin/galeazzi. Performance im öffentlichen Raum, Kunstpanorama Luzern. Performance/Installation im Hotel Kyjev, Bratislava, im Rahmen von “end/ending” Internationales Kunstprojekt. Kuratorin: Lillian Fellmann.Minds meet to weigh fate of Hotel Kyjev – spectator.sme.sk, abgerufen am 19. Februar 2021 2015: Just one Minute. Luzern, Zürich, Berlin, Basel, Bern.«Just one Minute»: Mahnmal für die Toten im Mittelmeer, Luzerner Zeitung vom 30. Juni 2015, abgerufen am 27. Dezember 2020.
Preise und Auszeichnungen 2009: Jurypreis des Festivals 100° Berlin für my ten favorite ways to undress / a personal hitlist. sophiensaele.com, abgerufen am 25. Dezember 2020 2011/2012: Autorenstipendium „Stück Labor Basel“; Hausautorin am Theater Basel.THEATER BASEL, auf stuecklaborbasel.ch 2015: Werkpreis für I just wanna a fucking dance oder Begeisterung und Protest.Werkbeiträge Kanton Luzern, abgerufen am 25. Dezember 2020
Hörspiel 2019: Triptychon eines seltsamen Gefühls. Redaktion: Reto Ott. SRF,«Triptychon eines seltsamen Gefühls» von Beatrice Fleischlin – Premiere, auf srf.ch
Theaterstücke 2012: Mein törichter Beweis von Leidenschaft. Uraufführung am 14. Januar 2012, Theater Tuchlaube, Aarau (CH)Mein törichter Beweis von Leidenschaft, auf schaefersphilippen.de, abgerufen am 26. Dezember 2020 2012: Utopia, vom besten Zustand. Regie: Florentine Klepper.Utopia – vom besten Zustand, auf evabutzkies.com, abgerufen am 26. Dezember 2020 2012: Triptychon eines seltsamen Gefühls. Regie: Antje Schupp, Theater Basel., abgerufen am 19. Februar 2021 2013: willkommen in der tyrannei meiner intimität. Aufzug N°1 aus «Mensch! – ein Showbusiness in mehreren Aufzügen» Wildwuchs Festival und Kaserne Basel, theater konstellationen.willkommen in der tyrannei meiner intimität – Jonas Knecht & theater Konstellationen, abgerufen am 19. Februar 2021 2014: mein herz ist ein dealer. Aufzug N°2 aus «Mensch! – ein Showbusiness in mehreren Aufzügen». Gessnerallee Zürich.mein herz ist ein dealer – Jonas Knecht & theater Konstellationen, abgerufen am 19. Februar 2021 2015: Willkommen im Paradies meines guten Gefühls. Aufzug N°3 aus «Mensch! – ein Showbusiness in mehreren Aufzügen» Lokremise St. Gallen.
Weblinks Website von Beatrice Fleischlin Profil von Beatrice Fleischlin auf SPECTYOU.com THIS IS ME* Stück von Beatrice Fleischlin mit fleischlin/meser auf SPECTYOU.com
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