Maria Purtsa (* 18. August 1995 in Dresden,Hoch hinaus neben dem Studium, Uni aktuell – Menschen, auf: tu-chemnitz.de, vom 30. April 2019, abgerufen am 7. Dezember 2020. Sachsen) ist eine ehemalige deutsch-griechische Leichtathletin, die sich auf den Dreisprung spezialisiert hat.

Berufsweg Der Wunsch Psychologie zu studieren reifte bei Purtsa schon vor dem Abitur durch die Lektüre des Buches Komm, ich erzähl dir eine Geschichte von Jorge Bucay. 2018 machte sie den Bachelorabschluss, schreibt an der TU Chemnitz an ihrer Masterarbeit und möchte nach erfolgreichem Abschluss eine Therapeutenausbildung beginnen.Jan-Henner Reitze: Maria Purtsa – Energiegeladen, emotional und ein bisschen eigenwillig, Neue Meister, auf: leichtathletik.de, vom 24. November 2020, abgerufen am 25. November 2020.

Sportliche Karriere Purtsa betrieb schon in der Kindheit viel Sport, ging zum Tennis oder Turnen und fand seit ihrem sechsten Lebensjahr durch ihren Bruder motiviert zur Leichtathletik, wo ihr Sprungtalent schon ihrem Grundschuldirektor auffiel. Bis Purtsa sechzehn Jahre alt war konkurrierte sie beim Mehrkampf und konnte dann parallel zum Mehrkampf- mit dem Dreisprungtraining beginnen. Speziell in dieser Disziplin ist für sie die Mischung aus Schnelligkeit, Technik, Sprungkraft und Schnellkraft faszinierend und reizvoll. Bis 2019 kam Purtsa regelmäßig unter die Top 10 oder aufs Podium, konnte aber keinen Titelgewinn verzeichnen.

2016 holte Purtsa Silber bei den Deutschen Hochschulhallenmeisterschaften und wurde Deutsche U23-Vizemeisterin. 2017 belegte sie bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften den Bronzerang und wurde erneut Deutsche U23-Vizemeisterin.

2018 konnte Purtsa in der Hallensaison während ihres Auslandsstipendiums in Cincinnati im Bundesstaat Ohio noch ein paar Top-10-Platzierungen belegen. Anhaltende Rückenprobleme und Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit bescherten ihr aber ein sportlich verlorenes Jahr.

2019 holte sie dann jeweils Bronze bei den Deutschen Hallenmeisterschaften sowie den Deutschen Meisterschaften und wurde Deutsche Hochschulvizemeisterin.

2020 begann Purtsa in der Hallensaison mit einem 5. Platz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften und konnte in der wegen der COVID-19-Pandemie verspätet gestarteten Freiluftsaison Deutsche Meisterin werden. Ihre Siegweite lag nur zwei Zentimeter unter ihrer einen Monat zuvor aufgestellten Bestweite von 13,67 m.

2021 steigerte Purtsa ihre Hallenbestleistung auf ebenfalls 13,67 m, womit sie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften wiederum Bronze holte. Den 3. Platz holte sie auch bei den Deutschen Meisterschaften als sie erstmals in ihrer sportlichen Karriere über die 14-Meter-Marke auf 14,11 m sprang. Damit hatte Purtsa die Norm für die Olympischen Spiele in Tokio erfüllt und war gleichweit gesprungen wie Kristin Gierisch. Den Unterschied zwischen Silber und Bronze machten die zweitweitesten Sprünge aus, in denen Gierisch 13,98 m und Purtsa 13,85 m aufzuweisen hatten.DM Tag 1: Freudentränen, Olympianormen und ein packender Dreikampf im Dreisprung, Braunschweig, auf: leichtathletik.de, vom 5. Juni 2021, abgerufen am 6. Juni 2021.

Purtsa entschied sich dafür, ab 2024 für Griechenland zu starten. Im Januar 2026 erklärte sie ihren Rücktritt vom Leistungssport.

Vereinszugehörigkeiten und Trainer Maria Purtsa startete ab 2015 für den LAC Erdgas Chemnitz, wo sie bei Harry Marusch trainiert. Zuvor war sie seit 2010 beim Dresdner SC 1898 bei Claudia Marx. In ihrem ersten Verein, dem TSV Cossebaude, waren Peter Belger und Enrico de Schultz ihre Trainer.

Privates Purtsas Mutter ist Bulgarin, ihr Vater Grieche und Gastronom in Dresden.Philip Häfner: Maria Purtsa: Springen als pure Lebensfreude, DM 2020, auf: leichtathletik.de, vom 9. August 2020, abgerufen am 9. August 2020.

Bestleistungen (Stand: 18. Februar 2023) Halle Dreisprung: 13,84 m (Dortmund, 18. Februar 2023)

Freiluft Dreisprung: 14,11 m (+0,2 m/s) (Braunschweig, 5. Juni 2021)

Leistungsentwicklung Jahr Halle Freiluft 2011 11,58 m (+0,4 m/s) 2012 12,08 m 11,89 m (−0,3 m/s) 2013 11,80 m 12,22 m (−1,6 m/s) 2014 11,94 m 12,70 m (+0,6 m/s) 2015 – 12,66 m (+1,3 m/s) 2016 12,87 m 12,85 m (−0,4 m/s) 2017 12,72 m 13,30 m (−0,3 m/s) 2018 12,22 m 11,96 m (−1,1 m/s) 2019 13,46 m 13,43 m (+1,6 m/s) 2020 13,32 m 13,67 m (+0,4 m/s) 2021 13,67 m 14,11 m (+0,2 m/s)Stand: 5. Juni 2021

Sportliche Erfolge national 2012: 10. Platz Deutsche U18-Meisterschaften 2013: 5. Platz Deutsche U20-Hallenmeisterschaften 2013: Deutsche U20-Vizemeisterin 2014: 15. Platz Deutsche U20-Hallenmeisterschaften 2014: 3. Platz Deutsche U20-Meisterschaften 2015: 5. Platz Deutsche Hochschulmeisterschaften 2015: 3. Platz Deutsche U23-Meisterschaften 2016: Deutsche Hallenhochschulvizemeisterin 2016: 8. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2016: 10. Platz Deutsche Meisterschaften 2016: Deutsche U23-Vizemeisterin 2017: 6. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2017: 3. Platz Deutsche Hochschulmeisterschaften 2017: Deutsche U23-Vizemeisterin 2017: 5. Platz Deutsche Meisterschaften 2019: 3. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2019: Deutsche Hochschulvizemeisterin 2019: 3. Platz Deutsche Meisterschaften 2020: 5. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2020: Deutsche Meisterin 2021: 3. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2021: 3. Platz Deutsche Meisterschaften 2023: 2. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2023: Deutsche Meisterin

international 2018: 6. Platz Lexington Kentucky Invitational 2018: 2. Platz Columbus Buckeye Open 2018: 6. Platz The American Indoor Championships Birmingham

Weblinks

Leistungsprofil auf leichtathletik-datenbank.de Athletenprofil auf ladv.de

Einzelnachweise

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