Die Gemeinde Kranowitz ( Gmina Krzanowice []) ist eine Stadt-und-Land-Gemeinde im Powiat Raciborski der Woiwodschaft Schlesien in Polen. Ihr Sitz ist die gleichnamige Stadt mit etwa 2150 Einwohnern.
Geographie Die Gemeinde liegt im Westen der Woiwodschaft und grenzt im Süden an Tschechien. Nachbargemeinden sind Pietrowice Wielkie im Norden, die Kreisstadt Racibórz (Ratibor) im Nordosten, Krzyżanowice im Osten, in Tschechien Chuchelná im Süden, Strahovice im Südwesten und Rohov sowie Sudice im Westen.
Die Region gehört zum Leobschützer Lößhügelland (Płaskowyż Głubczycki). Zu den Fließgewässern gehört die Bilawoda (Biała Woda).
Geschichte Verwaltungsgeschichte Die Landgemeinde wurde 1954 in Gromadas aufgelöst und 1973 wieder gebildet. Im Jahr 1975 kam sie von der Woiwodschaft Opole alten Zuschnitts zur Woiwodschaft Katowice, der Powiat wurde aufgelöst. Zum 1. Januar 1999 kam die Gemeinde zur Woiwodschaft Schlesien und wieder zum Powiat Raciborski. Mit der Erteilung der Stadtrechte erhielt sie 2001 den Status einer Stadt-und-Land-Gemeinde.
Deutsche Minderheit Nach der Volkszählung von 2002 gehörten 20,64 % der Gemeindebevölkerung der deutschen Minderheit an, weitere 7,10 % bezeichneten sich als „Schlesier“.Vgl.
Die Gemeinde führte 2008 zweisprachige Ortsbezeichnungen ein. Im November 2012 wurden zweisprachige Ortstafeln aufgestellt. Es war die erste Gemeinde der Woiwodschaft, in der alle Orte zweisprachige Ortstafeln haben.Internetportal der Deutschen in Polen: ; Nachricht vom 22. November 2012.
Partnerschaft Die Gemeinde ging im Mai 2006 eine Partnerschaft mit Salzbergen in Deutschland ein. Eine weitere besteht von Strahovice in Tschechien.
Gliederung Zur Stadt-und-Land-Gemeinde Kranowitz mit 47 km² Fläche und 5652 Einwohnern (am 31. Dezember 2015) gehören fünf Orte mit Schulzenamt (sołectwo):powiatraciborski.pl: Krzanowice. O gminie. (polnisch, abgerufen am 13. Dezember 2020) Kranowitz (Krzanowice; 1936–1945 Kranstädt) – Stadt und Schulzenamt Bojanow (Bojanów; 1936–1945 Kriegsbach) Borutin (Borucin; 1936–1945 Streitkirch) Klein Peterwitz (Pietraszyn) Woinowitz (Wojnowice; 1936–1945 Weihendorf)
Politik
Bürgermeister An der Spitze der Verwaltung steht der Bürgermeister. Seit 2014 ist dies Andrzej Strzedulla. Bei der turnusmäßigen Wahl im April 2024 gab es folgendes Resultat:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 18. Oktober 2025. Andrzej Strzedulla (Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde Kranowitz – Andrzej Strzedulla“) 52,1 % der Stimmen Jarosław Gałkowski (Wahlkomitee „Eine starke Gemeinde durch ihre Einwohner“) 28,4 % der Stimmen Adam Mróz (Wahlkomitee „Eine Alternative für die Gemeinde Kranowitz“) 16,6 % der Stimmen Übrige 2,9 % der Stimmen
Damit wurde Amtsinhaber Strzedulla bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.
Bei der turnusmäßigen Wahl im Oktober 2018 wurde Amtsinhaber Strzedulla ohne Gegenkandidaten mit 86,8 % der Stimmen wiedergewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 18. Oktober 2025.
Gemeinderat Der Gemeinderat von Kranowitz besteht aus 15 Mitgliedern, die in Einpersonenwahlkreisen gewählt werden. Bei der Wahl 2024 wurde folgendes Ergebnis ermittelt:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 18. Oktober 2025. Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde Kranowitz – Andrzej Strzedulla“ 39,0 % der Stimmen, 9 Sitze Wahlkomitee „Eine Alternative für die Gemeinde Kranowitz“ 28,4 % der Stimmen, 5 Sitze Wahlkomitee „Eine starke Gemeinde durch ihre Einwohner“ 19,0 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde Kranowitz“ 11,0 % der Stimmen, 1 Sitz Übrige 2,6 % der Stimmen, kein Sitz
Bei der Wahl 2018 kandidierte lediglich das Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde Kranowitz – Andrzej Strzedulla“, das ohne Wahl alle 15 Sitze erhielt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 18. Oktober 2025.
Baudenkmale Zu den Sehenswürdigkeiten gehört das Schloss in Woinowitz (Pałac w Wojnowicach) aus dem 19. Jahrhundert.
Verkehr Die Woiwodschaftsstraße DW917 führt von der Grenze nach Racibórz. Die DW916 führt durch den Norden der Gemeinde.
Der nächste internationale Flughafen ist Katowice.
Der Bahnhof Lekartów lag auf der Gemeindegrenze. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Racibórz–Głubczyce wurde 2000 eingestellt. Woinowitz und Kranowitz selbst lagen an der Bahnstrecke Racibórz–Opava, der Personenverkehr wurde zwischen Ratibor und Kranowitz Süd 1993 eingestellt.
Weblinks
Webpräsenz von Stadt und Gemeinde (polnisch)
Fußnoten