mini|hochkant|Kuwaki Gen’yoku mini|260px|Akademikertreffen 1899, Kuwakihintere Reihe, 3. von links Kuwaki Gen’yoku (; geboren 25. Juni 1874 in Tokio; gestorben 15. Dezember 1946 in der Präfektur Kanagawa) war ein japanischer Philosoph.

Leben und Werk Kuwaki Gen’yoku wurde als Sohn eines Samurai des Kaga-han () in dessen Residenz in Tokio geboren. 1896 machte er seinen Studienabschluss im Fach Philosophie an der Universität Tokio. Anschließend wurde er Lehrer an der Oberschule alter ArtDie Oberschule alter Art (旧制高等学校, Kyūsei kōtōgakkō) vermittelte bereits Universitätswissen. in Tokio. Er bildete sich dann in Deutschland weiter und wurde dort besonders von den Neo-Kantianern und von der Philosophie des kritischen Realismus beeinflusst.

1914 zurück in Japan wirkte er bis 1935 als Professor an seiner Alma Mater. Mit seinen Beiträgen, die in der Zeitschrift „Tetsugaku“ () erschienen, setzte er sich für die Verbreitung des „Kulturalismus“ (, Bunka shugi) ein, für eine Bewegung, die er von der deutschen idealistischen Philosophie übernommen hatte. 1918 gründete er mit Yoshino Sakuzō die „Reimeikai“ (), die sich für die Taishō-Demokratie einsetzte.

Nach dem Ende des Pazifikkriegs wurde Kuwaki in das Oberhaus des Parlaments gewählt.

Zu Kuwakis Schriften gehören „Tetsugaku gairon“ () – etwa „Einführung in die Philosophie“, 1900, und „Kanto to gendai no tetsugaku“ () – etwa „Kant und die Philosophie der Gegenwart“, 1917.

Anmerkungen

Literatur S. Noma (Hrsg.): Kuwaki Gen’yoku. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 851.

Weblinks

Biographien Kuwaki Gen’yoku in der Kotobank, japanisch

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