Moaña ist eine galicische Stadt in der Provinz Pontevedra im Nordwesten Spaniens mit Einwohnern (Stand: ). Sie bildet zusammen mit Cangas do Morrazo, Marín (Pontevedra), Bueu und Vilaboa die Comarca El Morrazo, die auf der gleichnamigen Halbinsel zwischen der Ría de Vigo und der Ría de Pontevedra liegt. In Moaña befindet sich die höchste Erhebung des Morrazo, der 624 m hohe Berg Monte do Faro. Die Küste Moañas ist geprägt von Stränden, wie Domaio, A Borna, A Xunqueira oder O Con. Ihre Gewässer werden für die Zucht von Muscheln und anderen Meeresfrüchten genutzt. Sie ist ideal für den Anbau von Herzmuscheln "o croque" und anderen Muscheln. Die Miesmuschel spielt dabei eine herausragende Rolle. Außerdem verfügt Moaña über verschiedene Jacht- und Fischereihäfen.

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Quelle: – grafische Aufarbeitung für Wikipedia

Geographie Stadtgliederung Die Gemeinde Moaña ist in vier Parroquias gegliedert:

Diese Parroquias unterteilen sich wiederum in unterschiedlich viele Nucleos. Die größte Parroquia ist das Kerngebiet Moañas, gefolgt von Tirán, Meira und Domaio. + Stadtgliederung Moañas, Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística. Parroquia Patrón Einwohnerzahl (2019) Nucleo Einwohnerzahl (2019) Moaña Virxe do Carme rahmenlos|zentriert 6.168 Verducedo 459 A Fraga 64 A Marrúa 270 Paradela 387 O Piñeiro 432 Moaña 1.103 Redondo 2.172 A Seara 1.281 San Martiño rahmenlos|zentriert 1.970 Abelendo 613 Ameixoada 292 Broullón 254 O Casal 317 O Cruceiro 261 Os Piñeiros 84 Xalde 149 San Martiño e Virxe do Carme 832 Quintela 621 Sabaceda 211 Tirán San Xoan rahmenlos|zentriert 4.460 O Con 1.735 O Igrexario 372 Vilela 506 As Fontes 320 O Real 1.527 Meira Santa Eulalia rahmenlos|zentriert 3.941 Couso 372 Isamil 208 A Moureira 654 O Pombal 216 Reibón 896 A Ribeira 888 A Guía 379 O Latón 328 Domaio San Pedro rahmenlos|zentriert 2.028 O Calvar 376 Carballido 52 A Costa 237 Palmás 785 San Lourenzo 90 Verdeal 488

Geschichte Zahlreiche Spuren und archäologischen Funde lassen darauf schließen, dass das Concello Moaña bereits seit frühester Zeit besiedelt ist. Der früheste Hinweis auf menschliche Besiedlung Moañas ist eine Axt aus der Acheuléen-Zeit (ca. 75000 v. Chr.), die in der Parroquia San Martiño gefunden wurde. Darüber hinaus gibt es weitere Feuersteinwerkzeuge und Überreste von Siedlungen seit der Jungsteinzeit. mini|Chan da Arquiña Die Mámoa von Chan da Arquiña ist ein Dolmen und wurde 1953 archäologisch erschlossen. Die Anlage ist ca. 5000 Jahre alt und verfügt über einen Gang und eine polygonale Kammer, die von einer großen Steinplatte bedeckt ist. Sie gehört zu den besser erhaltenen Anlagen in Galicien. Heute ist sie zum Teil restauriert und für Besucher leicht zugänglich gemacht. Sie befindet sich am Monte do Faro, dem mit 624 m höchsten Punkt Moañas. In O Regueiriño (Domaio) wurde eine wichtige Fundstelle aus dem Endneolithikum gefunden und in A Fontenla (Domaio) wurde zum ersten Mal in Galicien das Vorhandensein von Elementen der Glockenbecherkultur (ca. 2600 v. Chr.–2200 v. Chr.) außerhalb von Bestattungsumgebungen dokumentiert. links|mini|300px| Eine Petroglyhe in Moaña, die vermutlich einen Hafen zeigt. Im gesamten Stadtgebiet finden sich außerdem zahlreiche aus der Bronzezeit (also ab ca. 1800 v. Chr.) stammende Petroglyphen, also in Stein gehauene Felsbilder.

Die Castrokultur ist in der Gemeinde stark vertreten. Die Castros von Montealegre do Domaio (seit Frühjahr 2021 restauriert und für Besucher zugänglich gemacht), As Cidades in Meira, O Castro in San Martiño und Os Remedios in Tirán sind die wichtigsten. In allen gibt es starke Anzeichen einer Romanisierung, die mit der Eroberung Galiciens durch die Römer ab ca. 60 v. Chr. einsetzt.

Persönlichkeiten Iago Aspas (* 1987), Fußballspieler Rodrigo Conde (* 1997), Ruderer Manuel Pérez Mateos (* 2004), Handballspieler

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Galicien