Diese Liste der Straßentunnel in Berlin verzeichnet alle Autobahntunnel im Stadtgebiet von Berlin. Die Auflistung erfolgt standardmäßig nach Länge, kann aber individuell verändert werden. Derzeit (Stand: 2025) sind in Berlin 20 Straßentunnel in Betrieb.
+NameLängeFahrspurenStraßeGeographische KoordinatenBemerkung BildTunnel Tiergarten Spreebogen2681 m 4 Berlins längster Straßentunnel unterquert den Tiergarten, das Regierungsviertel sowie die Spree und wurde 2006 eröffnet.Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Tunnel Tiergarten Spreebogen (TTS). Verkehrsfreigabe Straßentunnel im Zuge der B 96. Berlin, 2006Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Tunnel Tiergarten Spreebogen (TTS). Verkehrsbeeinflussungsanlage / Verkehrstechnische Ausstattung. Berlin, 2006zentriert|140x140pxTunnel Ortsteil Britz1713 m 6 Die Tunnelanlage ist nahezu unbebaut. Es befindet sich dort stattdessen eine Parkanlage. Die Teilanschlussstellen Britzer Damm und Buschkrugallee sind in die Anlage integriert. Der Tunnel wurde 2000 errichtet,Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen sowie Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Bundesautobahn A 100. 14. Bauabschnitt: Tunnel Ortsteil Britz. Berlin, 2000 um den Ortsteil Britz nicht durch die Stadtautobahn in zwei Teile zu spalten.zentriert|140x140pxTunnel Rudower Höhe1000 m 6 Die Tunnelanlage führt unter einer Parkanlage hindurch. Unmittelbar westlich des Tunnels liegt die namensgebende Rudower Höhe. Die Anlage wurde im Oktober 2007 in Betrieb genommen.zentriert|140x140px Tunnel Flughafen Tegel967 m 4 Die Tunnelanlage unterquert den ehemaligen Flughafen Tegel. Die Anschlussstelle Eichborndamm ist teilweise in die Anlage integriert. Der Tunnel wurde in den 1980er Jahren errichtet.Bundesminister für Verkehr (Hrsg.): Autobahn Hamburg Berlin – mit Tunnel Flughafen Tegel. Berlin, 1979Dieter Desczyk: Regenwasserpumpspeicherwerk Scharnweberstraße. In: Berliner Bauwirtschaft, 1979, S. 30–33.zentriert|140x140pxTunnel Tegel Ortskernöstliche Röhre: 778 m westliche Röhre: 753 m 4 Die Tunnelanlage führt durch den Tegeler Ortskern parallel entlang zur Trasse der Kremmener Bahn. Der Tunnel wurde weitgehend nicht überbaut. Es befindet sich dort stattdessen eine Parkanlage. Die Anlage wurde in den 1980er Jahren errichtet.Gerd Löwe und Horst Teuber: Innerstädtische Anbindung der Bundesfernstraße Berlin-Hamburg. In: Berliner Bauwirtschaft, 1987, S. 395–404.Oddvar Nymoen: Tunnel Tegel im Zuge der BAB Berlin-Hamburg. In: Berliner Bauwirtschaft, 1984, S. 57–61.zentriert|140x140pxAutobahnüberbauung Schlangenbader Straße570 m 6 Die Autobahn wurde 1980 mit einem Wohnkomplex in der Architektur der 1970er Jahre überbaut.Muammer Caner, Johannes Lietz: Stadtautobahn Berlin im Bereich der Überbauung an der Schlangenbader Straße. In: Bautechnik, 1980, S. 10–18. Die Tunnelanlage gehörte bis 2006 zur A 104, ehe diese ein Ast der A 100 wurde. Aktuell (Stand: 2025) ist die Durchfahrt der Anlage gesperrt.zentriert|140x140pxTunnel Beyschlagsiedlung500 m 4 Die Tunnelanlage unterführt lediglich ein Waldgebiet. Direkt südlich des Tunnels liegt die Beyschlagsiedlung. Die Anlage wurde in den 1980er Jahren errichtet.zentriert|140x140pxTunnel am Adenauerplatz446 m 3 Lewishamstraße / Brandenburgische StraßeDie Tunnelröhre mit drei Fahrstreifen unterquert den Adenauerplatz und den Kurfürstendamm in Nord-Süd-Richtung. Pro Fahrtrichtung ist nur jeweils eine Fahrspur geöffnet, die mittlere (dritte) Spur ist durch Lichtzeichenanlage gesperrt. Der Tunnel wurde in den 1970er Jahren errichtetHeinz Bülow: Zur Verkehrsübergabe des Straßentunnels unter dem Kurfürstendamm im Zuge der Brandenburgischen Straße - Lewishamstraße. In: Berliner Bauwirtschaft, 1972, S. 799–803. und 2018 saniert.zentriert|140x140pxTunnel Alexanderplatz403 m 4 Der Straßentunnel der Grunerstraße verläuft östlich des AlexanderplatzesHorst Opitz, Karl-Heinz Holz Werner Striegler: Bau des Straßentunnels im Berliner Stadtzentrum. In: Bauplanung und Bautechnik, 1968, S. 289–293..zentriert|140x140pxTunnel Grenzallee385 m 6 Tunnel unterquert die Grenzallee und die Neuköllnische Allee.Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (Hrsg.): Der 16. Bauabschnitt der BAB A 100. Flyer. Berlin, 2013. Er wurde 2025 eröffnet.zentriert|140x140pxBundesplatztunnel381 m 4 BundesalleeDer Tunnel unterquert den Bundesplatz, die A 100 und die Ringbahntrasse in Nord-Süd-Richtung. Er wurde in den 1960er Jahren in Betrieb genommen.Klaus Scheelhaase: Zur Verkehrsübergabe des Straßentunnels am Bundesplatz. In: Berliner Bauwirtschaft, 1967, S. 124–128.zentriert|140x140pxWilmersdorfer Tunnel326 m 4 BundesalleeDer Tunnel unterquert die Berliner Straße in Nord-Süd-Richtung und wurde in den 1960er Jahren in Betrieb genommen.Senator für Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.): Die Verlängerung der U-Bahnlinien 7 und 9 – ein neues U-Bahnkreuz. Berlin, 1971. Hier: S. 20–23.zentriert|140x140pxTunnel Altglienicke304 m 6 Die Tunnelanlage unterquert den Landschaftspark Rudow-Altglienicke und wurde 2007 in Betrieb genommen.zentriert|140x140pxTunnel Feuerbachstraße288 m 6 Die Tunnelanlage unterquert die Trasse der Wannseebahn auf Höhe des Bahnhofs Feuerbachstraße. Die Anlage wurde in den 1970er Jahren errichtet.Günter Jeske: Die Ingenieurbauwerke der Westtangente in Berlin. In: Berliner Bauwirtschaft, 1968, S. 563–570.zentriert|140x140pxTunnel Alt-Friedrichsfelde281 m 4 /Der Tunnel unterquert die Rhinstraße/Am Tierpark in Ost-West-Richtung.zentriert|140x140pxTunnel Innsbrucker Platz259 m 6 Die Tunnelanlage unterquert den Innsbrucker Platz und wurde 1978 errichtet.Arthur Franz, Günther Schwierig: Die Bauwerke am Innsbrucker Platz. In: Berliner Bauwirtschaft, 1978, S. 178–185. Die heutigen Nothaltebuchten und die dazugehörigen Notausgänge waren ursprünglich als Haltestellen der Autobuslinie A65 geplant.Senator für Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.): Autobahnen in Berlin. Berlin, 1968. Hier: Kapitel Tunnel, S. 42–44.zentriert|140x140pxTunnel Rathenauplatz245 m 6 Die Tunnelanlage unterquert den Rathenauplatz und wurde 1958 errichtet.Gerhard Schulze, Günter Jeske: Bau eines Straßentunnels in Berlin im Zuge des innerstädtischen Schnellstraßenrings. In: Bautechnik, 1958, S. 169–177.zentriert|140x140pxTunnel Forstamt Tegel208 m 4 Die Tunnelanlage unterführt ein Waldgebiet. Nördlich des Tunnels liegt das Forstamt Tegel. Die Anlage wurde in den 1980er Jahren errichtet.zentriert|140x140pxTunnel Ernststraße154 m 4 Die Tunnelanlage aus den 1980er Jahren unterführt die unterbrochene Ernststraße sowie die Kremmener BahnOddvar Nymoen: Das Kreuzungsbauwerk Ernststraße. Eine Bahnüberführung im Zuge der Autobahn Berlin-Hamburg. In: Berliner Bauwirtschaft, 1987, S. 404–408..zentriert|140x140pxTunnel Unter den Eichen42 m 4 Kurzer Tunnel unter der Drakestraße.Horstpeter Metzing: Straßentunnel Drakestraße. In: Berliner Bauwirtschaft, 1972, S. 442–445.zentriert|140x140px
Stillgelegte oder geplante Tunnel In dieser ergänzenden Liste sind stillgelegte Tunnel, Tunnel mit bereits ausgeführten Bauvorleistungen sowie geplante Tunnel mit starker medialer Präsenz aufgeführt.
+NameLängeFahrspurenStraßeGeographische KoordinatenBemerkung Bild Tunnel am Breitscheidplatz 25 m 2 Budapester Straße, Fahrrichtung OstenDer Tunnel wurde Mitte der 1960er Jahre eröffnet. Er unterquerte die damals vorhandene Straßenbahnstrecke und die Straße, die von der Tauentzienstraße zur Budapester Straße führte (umgangssprachlich: „Die Schnalle“). Er wurde 2005 stillgelegt kurz darauf verfüllt.Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Informationen zum Umbau des Breitscheidplatzes und zur Schließung des Tunnels Budapester Straße. Berlin, 2005.zentriert|140x140pxAchsenkreuz – 2 Geplante Ost-West-Achse (heute: Straße des 17. Juni) unter der Nord-Süd-AchseEs handelt sich um eine Bauvorleistung im Zusammenhang mit der Umgestaltung Berlins zur „Welthauptstadt Germania“ aus dem Ende der 1930er Jahre. Es sind nur die zwei Abschnitte vorhanden, die die Fahrbahn der Ost-West-Achse unterqueren sollten, damit diese nicht wieder aufgerissen werden müsste.H. Langer: Die Straßentunnel am Berliner Achsenkreuz. In: Zeitschrift des Vereines Deutscher Ingenieure, Jg. 83 (1939), S. 932–934 Im Zweiten Weltkrieg wurden die Tunnel als Produktionsstätte genutzt.Das Achsenkreuz unter dem Tiergarten. Website Berliner-Unterwelten.de, abgerufen am 19. Oktober 2025 Die beiden Tunnelabschnitte stehen unter DenkmalschutzEintrag in die Berliner Denkmalliste Tunnel am Breitscheidplatz – 4 Nachodstraße / Hohenzollerndamm unter der BundesalleeDer kurze Tunnelstummel ist im beim Bau der U-Bahn-Linie U9 entstanden. Dabei wurde nur der Bereich gebaut, der unmittelbar über dem U-Bahn-Tunnel liegt.Alexander Seefeldt: Berliner U-Bahn-Linien. U9: Nord-Süd durch die City-West. Berlin, 2011, S. 22Stefan Jacobs: Alles im Schlot. In: Der Tagesspiegel, Onlineausgabe vom 30. November 2013. Richard-Wagner-Platz – 4 Otto-Suhr-Allee unter dem Richard-Wagner-Platz Die Trasse des Tunnels im Verlauf der Otto-Suhr-Allee ist im nördlichen Verteilergeschoss des U-Bahnhofs baulich berücksichtigt worden.Alexander Seefeldt: Berliner U-Bahn-Linien. U7: quer durch den Westen. Berlin, 2013, S. 88–90. Tunnel Paulsternstraße – 4 Nonnendammallee unter der PaulsternstraßeBeim Bau vom U-Bahnhof Paulsternstraße wurde eine Spundwand der U-Bahn-Baugrube im Erdboden stehen gelassen, um später die Tunnel-Baugrube neben der U-Bahn ausschachten zu können. Vorgesehen war der Tunnel wegen einer geplanten Straßenverbindung von der Paulsternstraße zur Reichsstraße in WestendVerlängerung der U-Bahn-Linie U7 bis U-Bahnhof Rathaus Spandau. In: Berliner Bauwirtschaft, Sonderheft 1984, Heft 18/84. S. 11 Tunnel am U-Bahnhof Amrumer Straße – 4 Westtangente unter der Luxemburger Straße / Föhrer StraßeDie Westtangente war ursprünglich als Straßenverbindung von Zehlendorf über Tiergarten nach Tegel geplant. Über dem U-Bahnhof Amrumer Straße wurde der Einbau eines Straßentunnels durch Verstärkungen der Stützen und Decke am südlichen Bahnsteigende vorbereitet. Die Straße sollte die Luxemburger/Föhrer Straße unterqueren.Alexander Seefeldt: Berliner U-Bahn-Linien. U9: Nord-Süd durch die City West. Berlin, 2011, S. 74–75zentriert|140x140pxTunnel unter dem Güterbahnhof des Potsdamer Bahnhofs – 4 Von der Schöneberger Straße zur Dennewitzstraße Dieser Tunnel sollte das Gelände des Güterbahnhofs der Potsdamer Bahn unterqueren und von der Schöneberger Straße zur Dennewitzstraße führen. Beim Bau vom oberirdisch liegenden U-Bahnhof Gleisdreieck wurde er konstruktiv berücksichtigt, indem am oberen Ende der Hochbahn-Pfeiler Halterungen für Abfangträger eingebaut wurden, um die Träger beim Bau des Tunnels abfangen zu können.Johannes Bousset: Die Erweiterungen der Berliner Hoch- und Untergrundbahn vom Jahre 1913. In: Verkehrstechnische Woche. 1914, S. 525–542, 549–572. Hier: Abbildung auf S. 565.zentriert|140x140pxTunnel Ortskern Zehlendorf – 4 Potsdamer Straße / Berliner Straße unter der Clayallee Für diesen Tunnel gibt es keine Bauvorleistungen. Das Bauwerk hätte einschließlich der Rampen eine Gesamtlänge von 871 m gehabt, davon 462 m als geschlossener Tunnel.Senator für Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.): Autotunnel Ortskern Zehlendorf. Broschüre, Berlin. 1974, DigitalisatHans-Joachim Müller, Alfred Schönrock: Straßenbauliche Umgestaltung des Ortskerns von Zehlendorf. In: Berliner Bauwirtschaft, 1974, S. 520–524. Die Veröffentlichung der damaligen Planung führte zu erheblichen Bürgerprotesten, die von der Wählergemeinschaft Unabhängiger Bürger unterstützt wurde.