Der ForsterrohrsängerH. Barthel, Ch. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Deutsche Namen der Vögel der Erde Vogelwarte Bd. 58, S. 1–214, 2020, früher Raiatea-Rohrsänger (Acrocephalus musae) ist ein nach Erkenntnisstand der IUCN ausgestorbener Singvogel aus der Gattung der Rohrsänger (Acrocephalus) und der Familie der Rohrsängerartigen (Acrocephalidae).

Der Vogel war ursprünglich endemisch auf den Gesellschaftsinseln-Inseln, auf Raiatea und Huahine.A. Dyrcz, E. De Juana und G. M. Kirwan: Society Islands Reed Warbler (Acrocephalus musae), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Society Islands Reed Warbler

Ursprung und Bedeutung des Artepithetons sind nicht bekannt, sie wurde wohl vom Erstbeschreiber verwendet.J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Früher wurde die Art als Unterart (Ssp.) des Langschnabel-Rohrsängers (Acrocephalus caffer) angesehen und als Acrocephalus caffer musae bezeichnet.Alice Cibois, Jon S. Beadell, Gary R. Graves, Eric Pasquet, Beth Slikas, Sarah A. Sonsthagen & Robert C. Fleischer: Charting the course of reed warblers across the Pacific islands. Journal of Biogeography, 38(10), 2011: 1963–1975Takema Saitoh, Alice Cibois, Sayaka Kobayash, Eric Pasquet & Jean-Claude Thibault: The complex systematics of the Acrocephalus of the Mariana Islands, western Pacific. Emu 112(4), June 2012, S. 343–349

Merkmale Die Art war etwa 20 cm groß mit einem sehr langem Schnabel, die Oberseite war gelb mit bräunlich-oliven Flecken und blass cremefarbenen Federberandungen. Die Unterart garretti soll deutlich größer gewesen sein. Gebrütet wurde nahezu ausschließlich in Bambusdickicht und Sekundärwald in Tälern und Abhängen bis 1700 m Höhe. Die Nahrung bestand hauptsächlich aus Insekten, aber auch Flusskrebsen, Schnecken und Nektar.J. P. Hume: Extinct birds. 2. Aufl., S. 296, 2017, ISBN 978-1-4729-3744-5

Geografische Variation Es wurden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List Bushtits, leaf warblers, reed warblers A. m. musae (, 1844), Nominatform – Raiatea A. m. garretti & , 1978 – Huahine

Aussterben Der Bestand gilt als seit den 1870er-Jahren ausgestorben (Extinct).Redlist Abgerufen am .BirdLife International (2020) Species factsheet: Acrocephalus musae. Abgerufen am . Als Ursache werden eingeschleppte Tiere wie Ratten, Hauskatzen vermutet.Endagerex

Literatur J. R. Forster: Oriolus musa. In: J. R. Forster, H. Lichtenstein: Descriptiones animalium quae in itinere ad Maris Australis terras per annos 1772, 1773 et 1774 suscepto, Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, S. 163, 1844, Biodiversity Library David T. Holyoak & Jean-Claude Thibault: Undescribed Acrocephalus Warblers from Pacific Ocean Islands In: Bulletin of the British Ornithologists’ Club, Bd. 98, 1978, S. 124, Biodiversity Library

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Rohrsängerartige Kategorie:Neuzeitlich ausgestorbener Vogel