Die Endrunde der 10. Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen () soll vom 24. Juni bis 25. Juli 2027 in Brasilien ausgetragen werden. Die Qualifikation begann 2025.
Teilnehmer Das Format soll das gleiche wie 2023 mit 32 teilnehmenden Mannschaften sein. Da Brasilien Gastgeberland ist, ist das Team für die Weltmeisterschaft 2027 direkt qualifiziert.
Bewerbungen und Vergabe Mehrere Nationen hatten ein Interesse an der Ausrichtung der Veranstaltung geäußert, es lagen auch gemeinsame Angebote vor. Bis zum 21. April 2023 musste die Bewerbung beim Weltverband FIFA abgegeben werden. Am 17. Mai 2024 wurde Brasilien zum Gastgeber ernannt.
Bewerberverbände für die Austragung der Weltmeisterschaft (KBFV), (DFB), (KNVB) (CBF)
Bei einem Zuschlag für die Bewerbung Deutschlands, der Niederlande und Belgien sollte in den nordrhein-westfälischen Städten Dortmund (Signal Iduna Park), Düsseldorf (Merkur Spiel-Arena), Gelsenkirchen (Veltins-Arena) und Köln (Rheinenergiestadion) gespielt werden. Der ursprünglich geplante Austragungsort Duisburg mit der Schauinsland-Reisen-Arena stieg am 6. September 2023 aus dem WM-Bewerbungsverfahren aus. Alle Spielorte müssen, nach Auflage der FIFA, zum 31. Dezember 2026 einsatzbereit sein. Die Sanierung des Dachs werde, laut Stadtverwaltung, aber wohl erst frühestens zum zweiten Halbjahr 2027 beendet sein. Als Ersatzspielort rückte am 27. September Gelsenkirchen nach.
Am 24. November 2023 zog sich Südafrika aus dem Bewerberfeld zurück. Der südafrikanische Verband SAFA wolle sich auf eine Bewerbung für die folgende Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2031 konzentrieren. Ebenso zogen die USA und Mexiko ihre Bewerbung am 29. April 2024 zurück und wollen erst 2031 kandidieren. Am 17. Mai 2024 wurde auf dem FIFA-Kongress in Bangkok der Ausrichter gewählt, vorher hatte immer nur der FIFA-Rat darüber abgestimmt. Brasilien wurde mit 119:78 Stimmen von 207 stimmberechtigten Mitgliedsverbänden und 197 gültigen Stimmen zum Gastgeber gewählt. In Europa stimmten – bis auf Russland – alle europäischen Verbände für eine WM in Europa. Weitere Stimmen kamen vor allem aus der Karibik, teilweise aus Afrika und China. Die Qualifikation begann 2025.
Spielorte Insgesamt hat die CBF in ihrer Bewerbung zehn Stadien für die Austragung vorgeschlagen. Für das Turnier werden die Stadionkapazitäten reduziert, können aber je nach Kartennachfrage angepasst werden. Alle Stadien wurden für die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2014 renoviert oder neu errichtet. Am 7. Mai 2025 gab die FIFA die acht Spielorte bekannt.
Stadion Stadt KapazitätWM / gesamt Bild Arena Castelão Fortaleza, CE 25.500 / 57.876 150px|Arena Castelão Neo Química Arena São Paulo, SP 42.707 / 47.252 150px|Arena Corinthians Arena Fonte Nova Salvador, BA 36.260 / 47.915 150px|Arena Fonte Nova Arena Pernambuco Recife, PE 20.602 / 45.440 150px|Arena Pernambuco Estádio Beira-Rio Porto Alegre, RS 25.830 / 49.055 150px|Estádio Beira-Rio Estádio do Maracanã Rio de Janeiro, RJ 66.167 / 73.139 150px|Estádio do Maracanã Estádio Mineirão Belo Horizonte, MG 25.700 / 66.658 150px|Estádio Mineirão Estádio Nacional de Brasília Mané Garrincha Brasília, DF 40.883 / 69.910 150px|Estádio Nacional de Brasília Mané Garrincha
Qualifikation
Bereits qualifiziert sind (Stand: 9. August 2026):
11 aus Europa 3 aus Südamerika (Gastgeber) 4 aus Nord-, Mittelamerika und Karibik 4 aus Afrika 6 aus Asien 1 aus Ozeanien 3 über ein interkontinentales Turnier
Übertragung und Berichterstattung
Deutschland Im Juni 2025 sicherte sich die Deutsche Telekom erstmals die Übertragungsrechte für alle 64 Spiele der Weltmeisterschaft, die sie auf der kostenpflichtigen Plattform MagentaTV übertragen wird. Die FIFA gab darüber hinaus bekannt, die Rechte an 30 Spielen zu behalten, um diese an frei-empfangbare Sender zu vergeben.
Die Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft wurden von den öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste und ZDF übertragen.
Vereinbarung der UEFA mit der EBU und Saran Media Group Im April 2026 verkündete die UEFA umfassende Vereinbarungen mit der European Broadcasting Union (EBU) und der Saran Media Group, die die Übertragung der Weltmeisterschaft in mehreren Ländern sicherstellen soll.
Die Vereinbarung mit der EBU garantiert 19 öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in 18 Territorien Live-Übertragungen in TV und Radio sowie auf Digitalplattformen. Zu diesen Territorien gehören die Schweiz und Liechtenstein (SRG SSR), Belgien (RTBF & VRT), die Niederlande (NOS), Tschechien (Cesky Rozhlas & Ceská Televize), Dänemark (DR & TV 2 Danmark), Ungarn (MTVA), Norwegen (NRK & TV 2 AS), Malta (PBS), Spanien (RTVE), Slowakei (RTVS), Island (RUV), Schweden (SR), Ukraine (Suspilne), Polen (TVP) und Finnland (YLE).
Die Saran Media Group erwarb in einer ähnlichen Vereinbarung ebenfalls umfassende Rechte für 24 Gebiete im europäischen und eurasischen Raum. Diese Gebiete sind: Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Estland, Georgien, Kasachstan, Kirgisische Republik, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Moldawien, Montenegro, Nordmazedonien, Republik Irland, Rumänien, Serbien, Slowenien, Tadschikistan, Türkei, Turkmenistan und Usbekistan.
Einzelnachweise
#2027 Kategorie:Fußballveranstaltung 2027