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Blaich (oberfränkisch: BlaachE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „blāch“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Blaich hat eine Fläche von 4,985 km². Sie ist in 1215 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 4103,14 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Eggenreuth, Oberndorf, Oberpurbach, Pörbitsch und Unterpurbach.
Geografie Das Pfarrdorf Blaich bildet mit Pörbitsch und Ziegelhütten im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese liegt nördlich des Weißen Mains. Im Norden erhebt sich der Pörbitscher Hang ().
Geschichte Der Ort wurde 1423 als „Blaich“ erstmals urkundlich erwähnt. Den Namen erhielt er aufgrund seiner Funktion als markgräfliche Wäschebleiche.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 11.
Blaich bildete mit Unterpurbach eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Blaich 10 Anwesen. Das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach übte das Hochgericht aus und hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (2 Gütlein, 1 Tropfhaus, 1 Hofstatt, 1 Tropfhofstatt, 1 öde Hofstatt), das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Gütlein), der bambergische Langheimer Amtshof (1 Haus) und das Rittergut Kirchleus (1 Haus, 1 Tropfhäuslein mit Hofstatt).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 584.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Ersten Gemeindeedikt wurde Blaich dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kauerndorf und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. 1818 entstand die Ruralgemeinde Blaich, zu der Eggenreuth, Oberndorf, Oberpurbach, Pörbitsch und Unterpurbach gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kulmbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kulmbach (1919 in Finanzamt Kulmbach umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit gehörten einige Anwesen bis 1848 zum Patrimonialgericht Kirchleus. Ab 1862 gehörte Blaich zum Bezirksamt Kulmbach (1939 in Landkreis Kulmbach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kulmbach (1879 in das Amtsgericht Kulmbach umgewandelt).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 745. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 5,093 km².
Am 1. Januar 1902 wurde die Gemeinde Blaich nach Kulmbach eingegliedert.
Baudenkmäler In der Bayerischen Denkmalliste sind 12 Baudenkmäler aufgeführt: Evangelisch-lutherische Auferstehungskirche Ehemaliges Feuerwehrhaus Blaicher Schule Kontorgebäude der ehemaligen Brauerei Mönchshof Verwaltungstrakt der Sauermannfabrik mit Bronzeplastik einer Kuh Drei Villen Doppelwohnhaus Grenzsteine
Einwohnerentwicklung Gemeinde Blaich Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 Einwohner 299 365 370 368 393 447 454 541 659 752 852 913 1163HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 44 56 77 76 97Quelle
Ort Blaich Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 148 153 98 106 223 412 51 Häuser 20 27 36 Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 724.
Religion Blaich ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Petrus (Kulmbach) gepfarrt. Mittlerweile ist der Ort Sitz einer Pfarrei.
Persönlichkeiten Hans Sauermann (1885–1960), Kunsthistoriker und Kunsthändler
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1423 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1901 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Kulmbach