Herlas (oberfränkisch: HealesE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „heʳles“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Herlas liegt in der Gemarkung Mangersreuth.
Geografie Die Siedlung Herlas bildet mit Weiher im Norden und Forstlahm im Westen eine geschlossene Siedlung. Sie liegt an der Bundesstraße 85, die nach Leuchau (1,2 km südöstlich) bzw. nach Mangersreuth verläuft (1,5 km nordwestlich). Im Osten am Fuße der bewaldeten Anhöhe Rangen befindet sich ein ehemaliger Muschelkalkbruch, der als Geotop ausgezeichnet ist.
Geschichte 1692 wurde „förder u[nd] hinter Harlas“ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt ein Flurname zugrunde, der einen kleinen Wald bezeichnete (hart, mhd für Wald + angehängte Verkleinerungsform las).E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 57f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Herlas 3 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft standen dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Kulmbach zu. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (2 Gütlein, Mittleres und Hinteres) und das Rittergut Steinenhausen (1 Gütlein, Vorderes).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 601.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Mittleres und Hinteres Herlas dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Gößmannsreuth zugewiesen, während Vorderes Herlas dem Steuerdistrikt Melkendorf zugewiesen wurde.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 781 und 786. 1812 erfolgte die Überweisung der drei Einöden an den Steuerdistrikt Mangersreuth und der neu gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde. Am 1. April 1946 wurde Herlas im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 746. Die Siedlung Herlas entstand erst in den 1970er Jahren. Bis dahin existierten nur die drei Einöden Hinteres, Mittleres und Vorderes Herlas.
Baudenkmäler Kaltes Birkig 14: Bauernanwesen
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Hintere Herlas 7 6 6 8 3 6 5 7 Mittlere Herlas 5 5 8 5 4 5 4 2 Vordere Herlas 10 14 14 12 8 9 7 4 Gesamt 24 22 25 28 25 15 20 16 13
Wohngebäude: Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Hintere Herlas 2 1 1 1 1 Mittlere Herlas 1 1 1 1 1 Vordere Herlas 1 2 2 1 1 Gesamt 3 4 4 4 3 3 Quelle
Religion Hintere, Mittlere und Vordere Herlas sind evangelisch-lutherisch geprägt und nach Unsere Liebe Frau (Mangersreuth) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1692 Kategorie:Siedlung (Städtebau) in Bayern