Bernhard Winkler (* 29. März 1929 in Sand in Taufers; † 28. April 2024 in Starnberg) war ein deutsch-italienischer Architekt, Designer, Stadtplaner und Hochschullehrer. mini|Stachusbrunnen in München

Leben Der gebürtige Südtiroler Bernhard Winkler studierte Architektur und Urbanistik an der Universität Rom und an der Technischen Hochschule StuttgartDie alte Stadt. Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung, 25. Jahrgang 1998, S. 100., als Abschluss erwarb er 1955 den akademischen Grad eines Diplom-Ingenieurs.Bernhard Winkler. euroform-w.com. Abgerufen am 7. November 2020. Er war als freier Architekt tätig, bevor er 1973 zum ordentlichen Professor für Entwerfen und industrielle Formgebung an die Fakultät für Architektur der Technischen Universität München berufen wurde.Jahrbuch der Technischen Universität München 1974. S. 28. Bei seiner Emeritierung hatte Winkler den Lehrstuhl für Entwerfen von Bauten und Industrielle Formgebung inne.Deutsche Universitäts-Zeitung (DUZ), Das Hochschulmagazin, Jahrgang 1997, S. 35. Er war Mitglied im Bund Deutscher Architekten.

Winkler wird als „Vater der Fußgängerzone Münchens“ bezeichnet. Er realisierte eine Vielzahl an Brunnen in München, die in der Liste Münchner Brunnen verzeichnet sind. Er war nicht nur in Deutschland im Bereich Stadtplanung tätig, sondern plante auch in den Städten Florenz, Verona, Bozen, Riva del Garda, Venedig, Rom, Genua und Toledo. Auch in seinem Südtiroler Heimatort Sand in Taufers wirkte Winkler an wichtigen planerischen Grundsatzentscheidungen mit: Er unterstützte 1972 mit seinem Zone-A-Plan die Verkehrsberuhigung des Ortes sowie die Unterschutzstellung des weitläufigen Tauferer Bodens und entwarf den modernen Zubau am Rathaus als den Sitz der Mittelpunktsbibliothek Josef Andreas Jungmann.Ingrid Beikircher: In Erinnerung an Prof. Bernhard Winkler. In: Dolomiten, Ausgabe vom 15./15. Juni 2024, S. 7.

Bauwerke mini|Hainbrücke mini|Hohenstaufenhalle in Göppingen mini|Hohenstaufenhalle, Innenraum mini|Jungmann-Bibliothek Sand in Taufers 1956: Gymnasium in Göppingen (gemeinsam mit Hermann Schröder) 1967: Hohenstaufenhalle in Göppingen 1972: Fußgängerzone in München 1972: Wasserpilzbrunnen am Frauenplatz in München 1972: Stachusbrunnen am Karlsplatz in München 1973: Hainbrücke und darunterliegender Wasserlandschaft in Bamberg-Hollergraben 1977–78: Fußgängerzone in Bamberg (mit Röhrenbrunnen und Obstmarktbrunnen) 2000–01: Mittelpunktsbibliothek Josef Andreas Jungmann in Sand in Taufers Katholisches Pfarramt St. Maria in Starnberg

Auszeichnungen und Preise 1971: BDA-Preis Bayern für den Gärtnerhof auf dem Olympiagelände in München 1973: BDA-Preis Bayern für die Hainbrücke in Bamberg-Hollergraben

Ehemalige Assistenten

1989–93: Ludwig Wappner

Ausstellungen 1998: Stadtraum und Mobilität, Architekturgalerie München 2015: Munich is a modern city, Maximiliansforum

Schriften (als Herausgeber, gemeinsam mit Heribert Hamann): Mechanik in der Architektur. Band I. Zweisemestriges Seminar am Lehrstuhl für Entwerfen von Bauten und Industrielle Formgebung. Technische Universität München, München 1989. Stadtraum und Mobilität. Die Wiedergeburt des öffentlichen Raumes in Italiens historischen Städten. (Spazio urbano e mobilità. La rinascita dello spazio pubblico nelle città storiche italiane.) AV Edition, Stuttgart 1998, ISBN 3-929638-15-0.

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (München) Kategorie:Stadtplaner (München) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München) Kategorie:Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Kategorie:Deutscher Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann