Die Liste der Flugplätze in Lettland führt den internationalen Flughafen in Riga sowie neun von der CAA (, lettische Luftfahrtbehörde) offiziell zugelassene Flugplätze auf (Ādaži, Cēsis, Ikšķile, Jūrmala, Liepāja, Limbaži, Riga, Spilve, Ventspils). Dazu kommen acht Heliports sowie vier weitere Regionalflugplätze. In Daugavpils und Jūrmala findet gegenwärtig kein Flugverkehr statt.
Andere Flugplätze in Lettland sind hauptsächlich ehemalige Agrarflugplätze, ehemalige Luftwaffenstützpunkte der Luftstreitkräfte der Sowjetunion, ehemalige Flugplätze der DOSAAF, drei ehemalige Wasserflugplätze oder private Flugplätze für kleine Flugzeuge. Sie sind nicht offiziell in der nationalen Flugzeuginfrastruktur registriert und zertifiziert, werden jedoch häufig für Luftfahrtclubs (Flugplatz Cīrava), Flugshows (Flugplatz Degumnieki), Fallschirmspringen und Gleitschirmfliegen (Flugplatz Grīva) verwendet. Einige ehemalige Flugplätze wurden aufgegeben, vernachlässigt oder planmäßig abgebaut. Ein Teil der ehemaligen Flugplätze wird für Aktivitäten außerhalb der Luftfahrt (Produktionsanlagen, Autorennen, Modellflug) genutzt.
Die militärische Luftfahrt begann in der Republik Lettland am 7. Juni 1919 mit nur zwei Flugzeugen. Die ersten Flugplätze und Wasserflugzeugbasen wurden schrittweise in und um Riga errichtet. Bis Juni 1940 war die Lettische Luftwaffe mit rund 130 Flugzeugen auf Militärflugplätzen in Riga und einigen anderen Städten stationiert.
Liste der Flughäfen und Flugplätze Die Liste enthält zertifizierte Flugplätze (gemäß den Dokumenten des lettischen Luftverkehrs und der Zivilluftfahrtbehörde) sowie aufgegebene und historische Flugplätze, die in verschiedenen Quellen genannt sind.
Zugelassen Flugplätze, die zugelassen sind und regelmäßig oder sporadisch genutzt werden. Name() Koordinaten Region/Ort ICAOIATA RWY Status Anmerkungen ∡ L×BFlughafen Rīga International () EVRARIX 18/36 3200×45 20px|verweis=Instrumentenflug verweis=Sichtflug 200px|Flughafen Riga InternationalFlugplatz Ādaži Ādažu lidlauks Ādaži () EVAD 15/33 590×15 verweis=SichtflugWird jetzt von einer Flugschule genutzt: Flugplatz Cēsis (neu) Cēsu lidlauks Viesturi EVCA 03/21 800×30 verweis=Sichtflug 200px|Cēsu lidlaukaDer Flugplatz mit Graspiste wurde 2006 als kommerzieller Flugplatz für die allgemeine Luftfahrt gebaut, nur wenige hundert Meter vom alten Flugplatz entfernt.Flughafen Daugavpils Daugavpils lidosta Lociki EVDADGP 02/20 2500×452000×40 verweis=Sichtflug 200px|Daugavpils Airfield 2012Flugplatz Ikšķile Ikšķiles lidlauks Ikšķile () EVPA 09/27 700×20 verweis=Sichtflug200px Flugplatz Jūrmala Lidosta «Jūrmala»auch „Tukuma lidosta“ Tukums EVJA 13/31 2502×45 verweis=Sichtflug200pxFrüherer Name: „Tukuma lidosta“ Flughafen Liepāja Starptautiskā lidosta «Liepāja» Cimdenieki EVLALPX 06/24 2000×40 20px|verweis=Instrumentenflugverweis=Sichtflug 200px|Flugplatz LiepājaAuf dem Gelände ist auch die Pilotenschule von airBatic, Fortsetzung der Luftwaffenschule Libau/GrobinFlugplatz Limbaži Limbažu lidlauks Limbaži () EVLI 16/34 712×30 400×20 verweis=Sichtflug Jetzt Falschirmsport-Basis Flughafen Spilve Spilves lidosta Spilve EVRS 14/32 1000×23 verweis=Sichtflug 200pxFlughafen Ventspils Ventspils lidosta () EVVAVNT 03/21 1298×32 verweis=SichtflugMilitärflugplatz Lielvārde Lielvārdes lidlauks Lielvārde () EVGA 18/36 2500×50 20px|verweis=Instrumentenflugverweis=Sichtflug Militär 200pxDer 1970 vom sowjetischen Militär gebaute Luftwaffenstützpunkt «Аэродром Лиелварде» war der größte im Baltikum und wurde 1994 von den Lettischen Luftstreitkräften übernommen; er ist seit 2004 auch NATO-Stützpunkt.
AMO Plant () EVAP 25px|verweis=Sichtflug Jetzt genutzt als Firmen-Heliport Baltijas Helikopters Nākotne EVHB 25px|verweis=Sichtflug Centra Jaunzemji Nākotne EVJC 25px|verweis=Sichtflug Čiekuri Devēna EVCS 25px|verweis=Sichtflug Betrieben vom Lido Kirsona Muiza Hotel Vestiena Klauģu muiža Baltiņi EVKM 25px|verweis=Sichtflug Am 14. November registrierte der russische Politiker und Milliardär Пётр Авен (Pjotr Awen) die Firma SIA „Klauģu muiža RE“. Das Ensemble um das futuristische Herrenhaus Klauģi in Klauģuleja, Bezirk Madona, wurde 2017 erbaut. Der Gebäudekomplex am Ufer der Klauģi-Seen besteht aus einem Wohngebäude, einem Gästehaus, einer Banja, einem Wachgebäude und dem Heliport. Ludza AVP () EVLU 25px|verweis=Sichtflug AIP Latvia M Sola Dzelmes EVSM 25px|verweis=SichtflugAuch Sportflugzeuge> Old City Heliport Andrejsala EVOC 25px|verweis=Sichtflug Heliport unmittelbar am Fährschiffanleger
Bedeutung der Symbole in der Statusspalte
Anmerkungen
Ehemalige Flugfelder Etliche Einrichtungen haben nur noch historische Bedeutung und sind für den Flugverkehr nicht mehr brauchbar. Oft sind es ehemalige Fliegerhorste aus den Weltkriegen oder nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Lettlands 1990 aufgegebene Einrichtungen der Sowjetischen Luftverteidigungsstreitkräfte oder eine Vielzahl von Agrarflugpläzen, die nach Privatisierung der Landwirtschaft nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind. Platz Koordinaten Region/Ort ICAO RWY Anmerkungen ∡ L×B Aizpute Aizputes lidlauks Aizpute ()EVAA 15/33 400×20 Der Flugplatz wurde von der Sowjetunion in den Jahren 1975–1985 gebaut und von der staatlichen Aeroflot für Agrarflüge genutzt. Der Platz ist immer noch in einem recht guten Zustand und wird als Park- und Lagerplatz genutzt. Aknīste Aknīstes lidlauks Aknīste () 11/29 400×20Das Gelände wird von einem deutschen Torfproduzenten genutzt. Aloja Alojas lidlauks Aloja () 01/19 400×20 Jetzt als Straße genutzt. Audriņi Audriņu lidlauks Audriņi 06/24 400×20 Der Flugplatz wurde von der Sowjetunion in den Jahren 1975–1985 als Agrarflugplatz gebaut. Er bestand aus einer kleinen Landebahn und einem mittelgroßen Vorfeld südlich der Landebahn. 2012 wurde die Anlage als ‚nicht verfügbar‘ deklariert. Luftaufnahmen zeigen die Landebahn inmitten eines Waldes und weitgehend überwachsen. Der Platz ist für den gesamten Flugverkehr gesperrt. Augstkalne Augstkalnes lidlauks AugstkalneEVMA 06/24 400×20 Der Flugplatz wurde von der Sowjetunion in den Jahren 1975–1985 als Agrarflugplatz gebaut. Er bestand aus einer kleinen Landebahn und einem mittelgroßen Vorfeld und ein hangarähnliches Gebäude südöstlich der Landebahn. Die lettische Luftfahrtbehörde listet den Zustand als ‚ziemlich gut‘, war aber 2013 eher ‚durchschnittlich‘. Der Flugplatz gehört der Gemeinde Augstkalne, ist jedoch N€Z und für den Flugverkehr geschlossen. Balvi Balvu lidlauks Balvi () 03/21 500×30 Der ehemalige Agrarflugplatz bestand aus einer kleinen Landebahn, drei Taxiways und einem mittelgroßen Vorfeld nordöstlich der Landebahn. Dieser Flugplatz unterscheidet sich von ähnlichen Flugplätzen dadurch, dass er einer von nur zwei Agrarflugplätzen ist, die eine 25 % größere (500 m) Landebahn haben (der andere ist in Nākotne). Barkava Barkavas lidlauks Barkava 14/32 400×20 Mai 2017: Ehemaliger landwirtschaftlicher Flugplatz in relativ gutem Zustand, umgeben von flachen Feldern und sauberen Zufahrten. Die Landebahn weist viele Risse mit Gras auf, ist jedoch relativ eben. Der Platz ist N€Z und daher offiziell für den Flugverkehr gesperrt. Bērze Bērzes lidlauks Bērze () 08/26 425×20 Total überwachsen, Graspiste Birzgale Birzgales lidlauks Birzgale () 09/27 400×20 200px Birži Biržu lidlauks Birži () 02/20 400×20 Cēsis (alt) Cēsu lidlauks Spriguļi 06/24 800×20 Der Flugplatz wurde in den 1960er Jahren von der Sowjetunion gebaut. Es wurde für die Flugaktivitäten der DOSAAF verwendet und besteht aus einem großen Flugfeld, einem mittelgroßen Vorfeld und einigen Hangars nordwestlich der Landebahn. Im Jahr 2010 hat die Behörde den Flugplatz als nutzbar eingestuft. Ein Flugverein ist auf dem Flugplatz immer noch aktiv, obwohl ein neuer Flugplatz nur wenige hundert Meter südöstlich eröffnet wurde. Cīrava Cīravas lidlauks Cīrava EVIA 13/31 800×20 200pxDer Flugplatz wurde im Zweiten Weltkrieg für die deutsche Luftwaffe gebaut. Sie evakuierte den Flugplatz am 4. 5. Mai 1945. Nach dem Krieg wurde der Platz für Flugübungen der sowjetischen paramilitärischen DOSAAF (ruS|ДОСААФ) verwendet. Es besteht aus einer mittelgroßen Betonlandebahn mit einer parallelen Graslandebahn und einem Rollweg zum mittelgroßen Vorfeld östlich der Landebahn. Zusätzlich gibt es einen Rollweg zum weiteren Vorfeld nordwestlich. Die ettische Behörde stuft den Platz als ‚ziemlich gut‘ ein. Obwohl der Flugplatz N€Z und daher offiziell für den gesamten Verkehr gesperrt ist, handelt es sich um einen aktiven Flugplatz, der von den örtlichen Kurzemes Aeroklubs genutzt wird. Sie nutzen es zum Fallschirmspringen, Segelfliegen und für andere Aktivitäten in der allgemeinen Luftfahrt. Degumnieki Degumnieku lidlauks Degumnieki 03/21 400×20 200px Dobele Dobeles lidlauks Dobele () 01/19 400×20 Dricāni Dricānu lidlauks Dricāni () 13/31 300×20 Dundaga Dundagas lidlauks Dundaga () 18/36 400×20 Durbe Durbes lidlauks Durbe () 04/22 400×20Durbe 30px|verweis=Wasserflugplatz Durbes lidlauks Durbes ezers () Am Ostufer des Durbe-Sees (Durbes ezers) befand sich ein Wasserflugplatz. Er wurde 1939 bis 1941 gebaut. Heute ist der Platz geschlossen, einzelne Reste sind noch vorhanden. Durbe-Sees in der Nähe von Līgatne wurde zwischen 1939 gebaut. Während der Sowjetzeit gab es 43. Luftfahrtgeschwader mit 13 Wasserflugzeugen Berijew MBR-2. Heute zeugen nur noch Betonplatten am Ufer des Sees von dem früheren Objekt.
Dzērbene Dzērbenes lidlauks Dzērbene () 16/34 400×20 Eleja Elejas lidlauks Eleja 01/19 400×20 Ezere Ezeres lidlauks Ezere () 14/32 900×20200px Gaujiena Gaujienas lidlauks Gaujiena () 18/36 400×20 Liegt fast an der Grenze zu Estland (6,5 km), da Flugverbot in der Sperrzone Grenctāle Grenctāles lidlauks Grenctāle () 10/28 400×20 200pxWährend der Sowjetzeit erbaut und als Agrarflugplatz genutzt. Inzwischen fast vollständig zerstört. Ein Teil wurde um den Bau der Rail Baltica abgerissen, da die Eisenbahntrasse direkt über die ehemalige Landebahn führen soll. Grenztal ist 1,7 km von heutiger litauischer Grenze entfernt. Wegen der günstigen Lage an der Grenze und Nähe zu Riga, plante Ryanair 2011 den Standort auszubauen. Das Projekt wurde aufgegeben. Grīva Grīvas lidlauks Grīva () EVBA 14/32 830×90 200pxDer Platz wird jetzt von Fallschirmspringern genutzt Gudenieki Gudenieku lidlauks Gudenieki 07/25 400×20 Während der Sowjetzeit erbaut und als Agrarflugplatz genutzt. Auch als Flugplatz Birži bekannt. Das Gebiet des Flugplatzes wird seit einiger Zeit von der Holzverarbeitungsanlage First Forest International genutzt. Bis 2010 war der Flugplatz völlig unbrauchbar. Die Landebahn war Lagerplatz. Ab 2010 wurde jedoch komplett renoviert. Am 19. März 2012 haben die lettischen Behörden den Status auf "gut" aktualisiert. Der Flugplatz war jedoch noch N€Z und somit offiziell für den gesamten Flugverkehr gesperrt. Inzwischen wird er für Flüge genutzt. Indra Indras lidlauks Indra () 13/31 400×20 Irlava Irlavas lidlauks Irlava () 02/20 400×20 Jaunkalsnava Jaunkalsnavas lidlauks Jaunkalsnava () 04/22 400×20 Jelgava Jelgavas lidlauks (), Lapskalni EVEA 09/27 2500×45800×20 200pxEs ist nicht bekannt, wann der Flugplatz gebaut wurde, aber er war Teil der ersten Verteidigungslinie der Sowjetunion. Jelgava war eine Reserve für die Basis „Tukuma lidosta“ mit einer einzigen Landebahn. Der Luftwaffenstützpunkt wurde für den Notfall (sprich: Kriegszeit) gewartet und von Hubschraubern und einigen Leichtflugzeugen genutzt. In den späten 80ern wurde die Landebahn erweitert, um die Verwendung durch schnelle Düsenflugzeuge zu ermöglichen.