Das Francisco Carolinum (benannt nach Erzherzog Franz Karl von Österreich) ist ein Kunstmuseum in Linz, Oberösterreich. Es wurde nach einem Entwurf der Düsseldorfer Architekten Otto van Els und Bruno Schmitz erbaut, durch Kaiser Franz Joseph I. am 29. Mai 1895 eröffnet und widmet sich nationalen und internationalen Positionen der Fotografie und Medienkunst. Am 24. April 2021 erwarb das Museum, als eines der ersten weltweit, einen virtuellen Standort im Metaverse Cryptovoxels. Das DFC Francisco Carolinum befindet sich auf der Insel San Francisco in der Clarion Alley 17.https://www.cryptovoxels.com/play?coords=N@730W,651N

Geschichte Im Jahr 1854 beschloss der Oberösterreichische Kunstverein auf Anregung seines Vizepräsidenten Adalbert Stifter, nicht nur Ausstellungen auszurichten, sondern auch Kunstwerke für den Aufbau einer eigenen „Landesgalerie“ anzukaufen, um dadurch einen Beitrag für die „Erbauung und Bildung des Bürgertums“ zu leisten und dem „Volke allzeit die Anschauung guter, ernster Kunst als bestes Erziehungs- und Veredelungsmittel zu ermöglichen“. Als erstes Werk wurde im Mai 1855 das großformatige Gemälde „Schiffbruch an der Insel Capraja im Ligurischen Meere“ vom „hervorragenden Landschafts- und Marinemaler“ Hermann Mevius aus der Düsseldorfer Schule erworben.

1883 wurde der siegreich aus einen Architekturwettbewerb hervorgegangene Entwurf der Düsseldorfer Architekten Otto van Els und Bruno Schmitz genehmigt und 1884 mit der Bauausführung begonnen. Die Bauleitung besorgte der Linzer Architekt Hermann Krackowizer. Schmitz, der nach dem Ende seiner Arbeitsgemeinschaft mit van Els alleine für den Bau verantwortlich zeichnete, griff die Idee des Zentralbaus auf, der erstmals im Leipziger Museum der bildenden Künste (1856–1858) von Ludwig Lange Anwendung gefunden hatte.

Ende 1892 waren die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Im Januar 1893 begann die Aufstellung der Sammlungen. Der Entwurf des 110 Meter langen Figurenfrieses aus Stotzinger Sandstein stammt vom Leipziger Bildhauer Melchior zur Strassen, die Ausführung besorgte Rudolf von Cöllen (Leipzig). Das Werk visualisiert die Geschichte Oberösterreichs seit der Keltenzeit bis zu den Habsburgern. Das monumentale Treppenhaus im Innern öffnet sich bis zur gläsernen Kuppel. Franz Attorner malte in den Lünetten die vier Viertel des Landes Oberösterreich.

Landesgalerie mini|Ansicht von der Museumstraße mini|Innenansicht des Museums Francisco Carolinum mini|Ausstellung von Roger Ballen in den restaurierten Ausstellungsräumen mini|DFC Francisco Carolinum, eines der ersten Kunstmuseen im Metaverse Cryptovoxels Mit der Eröffnung des Francisco Carolinums 1895 übersiedelte auch die Landesgalerie in das neue Museumsgebäude. Sie war dadurch knapp vierzig Jahre nach ihrer Gründung erstmals sowohl räumlich als auch organisatorisch in die Struktur eines Museums eingebunden. Gleichzeitig waren die Eigentumsverhältnisse vom Kunstverein uneingeschränkt an das Land Oberösterreich übergegangen. Für die Landesgalerie wurden die Oberlichtsäle im 2. Obergeschoß des Bauwerks adaptiert.

Obwohl die Bezeichnung „Landesgalerie“ auch weiterhin bestehen sollte, veränderte der Begriff durch den konkreten musealen Kontext im Francisco Carolinum allmählich seine ursprüngliche Bedeutung. Hatte die „Landesgalerie“ bislang eine klar umrissene und über Jahre hinweg kontinuierlich gewachsene Bildersammlung bezeichnet, so verschmolz sie zunehmend mit dem Inventar und der Identität des Museums.

Erst in den 1980er Jahren wurde die Landesgalerie mit einer kontinuierlichen Ausstellungstätigkeit zur Kunst seit 1900 neu an der Museumstraße institutionalisiert. So hat sich in knapp 100 Jahren das Francisco Carolinum radikal verändert. Die ursprüngliche Dauerpräsentation unterschiedlicher Sammlungen von 1895 wurde in einem jahrzehntelangen Prozess von einem Raumkonzept für die Realisierung von Wechselausstellungen abgelöst.

Haus für Fotografie und Medienkunst Seit April 2020 widmet sich das Francisco Carolinum nationalen und internationalen Positionen der Fotografie und Medienkunst. Dafür wurden die Säle im 1. und im 2. Obergeschoß von den Vorsatzwänden befreit, die Oberlichtfenster geöffnet und damit die Innenräume in den ursprünglichen Zustand versetzt.

Ausstellungen

He Yunchang: The Golden Sunshine. 12. Okt. 2021 – 20. Feb. 2022, Eröffnung mit Ai Weiwei. Aneta Grzeszykowska: Family Skin. 28. Okt. 2020 – 5. Apr. 2021. Luo Yang: Youth, Girls. 21. Okt. 2020 – 28. März 2021. Roger Ballen: The Place of the Mind. 14. Okt. 2020 – 14. Feb. 2021. VALIE EXPORT: Collection Care. 16. Mai – 13. Sept. 2020 Annegret Soltau: Retrospektive, 27. Feb. – 28. Juni 2026:

Literatur Bernhard Prokisch: Das Museum Francisco-Carolinum. Sonderpublikation des Biologiezentrums Linz, 1983, S. 43–54. () Bernhard Prokisch: Zur Architekturgeschichte des Museums Francisco-Carolinum in Linz im 19. Jahrhundert. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines, Band 129a (1984), S. 9–54. () Brigitte Heinzl: Das Museum Francisco Carolinum in Linz und seine Sammlungen bei der Eröffnung im Jahre 1895. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines, Band 140a (1995), S. 303–334. ()

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Einzelnachweise

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