mini|Individuell konfigurierte Rollcontainer beim THW zum Transport von Werkzeug und Material Rollcontainer (umgangssprachlich auch Gitterwagen, Gitterrollwagen oder Rollis) sind Transporthilfsmittel, die insbesondere im Handel zum Einsatz kommen und aus einer Plattform mit Lenkrollen und Seitenwänden bestehen.
Allgemeines Per DefinitionHeinrich Martin, Transport- und Lagerlogistik, 2009, S. 68 handelt es sich um Transporthilfsmittel ohne eigenen Antrieb, die vom Personal angeschoben und gelenkt werden müssen. Zudem handelt es sich um bodenunterfahrbare Transporthilfsmittel, die zu den Behälterpaletten gehören und deshalb keine Container sind. Ihr Einsatzgebiet ist meist der Handel, vornehmlich der Lebensmitteleinzelhandel. Leere Rollcontainer können platzsparend kopfüber ineinander gestapelt werden oder lassen sich teilweise zusammenfalten. In Europa sind die handelsüblichen Rollbehälter mit zwei starren und zwei lenkbaren Rollen ausgestattet und weisen eine Ladefläche von ungefähr 145 cm × 66 cm × 80 cm (HBL) auf. Das Eigengewicht liegt bei etwa 25 kg und einer Nutzlast von ca. 500 kg.
Zweck Ihr Zweck besteht darin, eine Vielzahl von Waren aus dem Lieferwagen oder Warenlager zu verstauen, die ansonsten einzeln in den Laden oder die Regale zu transportieren wären. Sie können gleiche oder ungleichförmige Waren aufnehmen, bilden gleichartige Ladeeinheiten und bündeln Mengen.Klaus Bichler/Ralf Krohn/Peter Philippi, Gabler Kompakt-Lexikon Logistik, 2005, S. 104 Es handelt sich um innerbetriebliche Transporthilfsmittel, die neben Hubwagen oder Gitterboxen zum Einsatz kommen.
Transport
Auf einem gängigen Sattelauflieger können 51 bis 60 der üblichen Gitterwagen transportiert werden. Die Anzahl ergibt sich durch verschiedene Möglichkeiten der Anordnung. Theoretisch passen drei Wagen quer zur Fahrtrichtung gestellt nebeneinander auf die Ladefläche von 2,48 m × 2,70 m: 3× 0,8 m = 2,4 m Breite. Auf diese Weise können 20 Reihen gestellt werden, was 60 Stellplätze ergibt. Toleranzen und überstehende Beladung der Wagen erschweren eine solche Stellung aber in der Regel, da der Abstand zu den Seitenwänden dann zu gering ist. Alle Wagen in Längsrichtung stellen, ist die bequemste Anordnung für den Belader, da sich so die feststehenden Laufräder in Längsrichtung befinden und der Wagen nicht gedreht werden muss. Dabei ergeben sich drei Reihen mit je 17 Stellplätzen (51 insgesamt). Üblich ist es, eine oder zwei Reihen quer zur Fahrtrichtung zu stellen und die restlichen längs. Dabei müssen die Wagen allerdings quer über die feststehenden zwei Laufrollen in die Lücken geschoben werden. Das bedeutet eine Belastung fürs Material und Kraftaufwand durch die Be- und Entladenden. Die gängige Lösung sind zwei quergestellte Reihen und eine in Längsrichtung, wie auf dem Bild gezeigt. Damit ergeben sich branchenübliche 57 Stellplätze.
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Einzelnachweise
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