Die Roosevelt-Insel (, auch Roosevelt Ice Rise) ist eine EiskuppelRobert H. Thomas, Douglas R. MacAyeal, Charles R. Bentley, James L. Clapp: The Creep of Ice, Geothermal Heat Flow, and Roosevelt Island, Antarctica. In: Journal of Glaciology. Volume 25, Issue 91, 1980, S. 47–60. (Onlineveröffentlichung von Cambridge University Press, 20. Januar 2017)R. Drews, K. Matsuoka, C. Martín, D. Callens, N. Bergeot, F. Pattyn: Evolution of Derwael Ice Rise in Dronning Maud Land, Antarctica, over the last millennia. In: Journal of Geophysical Research: Earth Surface, 24. Februar 2015. (PDF, S. 565)Lionel Favier, Frank Pattyn: ice rise formation, evolution, and stability. In: Geophysical Research Letters, Nr. 42, 8. Juni 2015, S. 2. in der Antarktis. Sie liegt im Ross-Schelfeis, dem südlichen, permanent gefrorenen Teil des Rossmeeres und ist vollständig vergletschert. Ihre Nordspitze ist nur fünf Kilometer von der früheren Bucht der Wale (Schelfeisabbruchkante) entfernt, wo die US-Stationen Little America standen.John Stewart: Antarctica, Second Edition, 2011, S. 1321 Die Roosevelt-Insel hat eine Fläche von etwa 7500 km² (mehr als doppelt so groß wie Mallorca). Das Eis über dem zentralen Bergkamm erreicht eine maximale Höhe von 550 Metern. Entgegen ihrem Namen ist die Roosevelt-Insel keine Insel, da das Land etwa 200 Meter unter dem Meeresspiegel liegt,Pavel G. Talalay: Mechanical Ice Drilling Technology, S. 236. Springer Verlag / Geological Publishing House, 2016. sondern nach der Berkner-Insel die zweitgrößte Eiskuppel der Erde.

Ihr Entdecker Richard E. Byrd benannte sie 1934 nach dem damals amtierenden US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt. Die Tagebuchaufzeichnungen des Geologen Raymond Priestley legen nahe, dass die Eiskuppel bereits während der Nimrod-Expedition (1907–1909) unter Ernest Shackleton als Landmasse gesichtet, jedoch nicht als eigenständige Landmasse identifiziert wurde.Riffenburgh, Nimrod, S. 208. Zitiertes Originaldokument: Eintrag in Raymond Priestleys Expeditionstagebuch vom 24. Januar 1908, SPRI MS 298/1/1.

In den 1960er Jahren wurde von amerikanischer Seite eine Schutzhütte auf 80°11' S, 161°39' W. sowie die Margaret Automatic Weather Station auf 80°00' S, 165°00' W (ursprünglich Roosevelt Island AWS) errichtet.

Literatur Beau Riffenburgh: Nimrod. (Übersetzt von Sebastian Vogel). Berlin Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-8270-0530-2.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Eiskuppel Kategorie:Rossmeer Kategorie:Franklin D. Roosevelt als Namensgeber