Der FC Lausanne-Sport (LS) ist ein Schweizer Fussballclub aus Lausanne im Kanton Waadt. Er ist der Nachfolgeverein von Lausanne-Sports, der 1896 als Montriond FC gegründet worden war und 2003 hatte Konkurs anmelden müssen. Der Vorgänger war sportlich nie abgestiegen.
Lausanne-Sports war siebenfacher Schweizer Meister und neunfacher Cupsieger. Er spielte früher im 15'850 Personen fassenden Stade Olympique de la Pontaise, welches zugleich Austragungsort des alljährlich stattfindenden Leichtathletik-Events ist. Im November 2020 zog Lausanne-Sport ins neu gebaute Stade de la Tuilière um. Die Vereinsfarben von Lausanne sind Weiss/Blau.
Geschichte Lausanne-Sports Der FC Montriond Lausanne wurde am 15. September 1896 gegründet und nahm seit 1902 an der Schweizer Meisterschaft teil. 1920 erfolgte die Namensänderung in Lausanne-Sports.
1998 kaufte der polnisch-französische Unternehmer Waldemar Kita (* 1957) den FC Lausanne-Sports.Lausanne Sports. Kita élu. In: La Liberté. 28. Oktober 1998, S. 31. Er leitete diesen als Präsident, verkaufte ihn aber 2001 wieder.Trois joueurs s’en iront pour éviter un trou de deux millions. In: La Liberté. 11. Juli 2001, S. 25.
Die letzten grossen Erfolge von Lausanne-Sports stellten die Teilnahmen an den Schweizer Cupfinals 1998, 1999 und 2000 dar, wovon zwei Finals gewonnen wurden: 1998 wurde der FC St. Gallen besiegt, 1999 der Grasshopper Club Zürich. Bei der letzten Teilnahme 2000 unterlag man jedoch dem FC Zürich im Penaltyschiessen. Im UEFA-Cup 2000/01 konnte Lausanne den Cork City FC, Torpedo Moskau und Ajax Amsterdam eliminieren, bevor man gegen den FC Nantes in der 3. Runde ausschied.
FC Lausanne-Sport Der Nachfolgeverein FC Lausanne-Sport konnte zwei Aufstiege in Serie feiern, der Durchmarsch von der 2. Liga interregional in die 1. Liga und von dort in die Challenge League gelang dem Team in den Jahren 2004 bis 2006.
In der Saison 2005/06 spielte mit Stéphane Chapuisat einer der erfolgreichsten Schweizer Fussballer aller Zeiten beim FC Lausanne-Sport. Er war zuvor bereits von 1987 bis 1990 für die Waadtländer aktiv gewesen. Seine Tätigkeit als Präsident von Lausanne-Sport beendete er aufgrund von Zeitmangel.
2010 qualifizierte sich Lausanne-Sport für den Schweizer Cupfinal 2010, der jedoch mit 0:6 gegen den Schweizer Meister FC Basel verloren wurde. Da der FC Basel sowohl die Meisterschaft wie auch den Cup gewonnen hatte, war Lausanne als Zweitligist für die UEFA Europa League qualifiziert.
Dort begann der Verein in der 2. Qualifikationsrunde, Lausanne traf auf FK Borac Banja Luka aus Bosnien-Herzegowina. Das Hinspiel im heimischen Stade Olympique de la Pontaise endete mit einem 1:0-Sieg für Lausanne-Sport, ein 1:1 im Rückspiel reichte für den Einzug in die nächste Runde. In dieser traf das Team auf den dänischen Verein Randers FC, der auswärts mit 3:2 besiegt werden konnte, in Lausanne genügte wiederum ein 1:1-Remis zum Einzug in die nächste Runde.
In der Playoff-Runde, der letzten Runde vor der Gruppenphase, wurde Lausanne dem russischen Vertreter Lokomotive Moskau zugelost. Vor 11'200 Zuschauern in der Pontaise rang die Mannschaft dem Favoriten ein 1:1 ab. In Moskau trennten sich die Teams nach 90 Minuten erneut mit 1:1, die nachfolgende Verlängerung brachte keine Entscheidung. Somit entschied das Penaltyschiessen, in dem sich der Schweizer Zweitligist mit 4:3 durchsetzte und damit als Aussenseiter den Einzug in die UEFA Europa League realisieren konnte. In der Gruppenphase der UEFA Europa League wurde Lausanne-Sport Vierter und damit Letzter in der Gruppe F, wo die Gegner PFK ZSKA Moskau, US Palermo und Sparta Prag gewesen waren.
Ende Saison 2010/11 stieg Lausanne-Sport auf. Allerdings konnte man sich nur bis 2014 in der Super League halten. Zur Saison 2016/17 konnte der Verein aber wieder in die oberste Spielklasse aufsteigen.
Der Club wurde im Dezember des Jahres 2017 durch den Chemiekonzern Ineos übernommen.Samuel Waldis: Der FC Lausanne-Sport will mit neuer Kaufkraft an die Spitze der Super League. In: TagesWoche. 1. Dezember 2017. Noch in derselben Saison musste der Verein den nächsten Abstieg hinnehmen. Ein Tag nach dem Abstieg gab der Verein bekannt, dass das Ziel der sofortige Wiederaufstieg sei. In derselben Mitteilung wurde ebenfalls bekannt gemacht, dass das Budget auf dem Niveau der abgelaufenen Super League bleiben werde oder gar angehoben werde. Auch die Investoren blieben.
Trotz dem hohen Budget wurde der Aufstieg verpasst. Servette machte den Aufstieg im Derby gegen Lausanne perfekt. Zwei Wochen später stand auch fest, dass Lausanne die Barrage verpasst hatte, da der FC Aarau sich den zweiten Platz sichern konnte. Der Aufstieg gelang 2023 gemeinsam mit dem Stadtrivalen FC Stade Lausanne-Ouchy und dem FC Yverdon.
Erfolge mini|120px|Altes Logo Meisterschaft Schweizer Meister (7): 1913, 1932, 1935, 1936, 1944, 1951, 1965 Cup Schweizer Cupsieger (9): 1935, 1939, 1944, 1950, 1962, 1964, 1981, 1998, 1999 Schweizer Cupfinalist (8): 1937, 1946, 1947, 1957, 1967, 1984, 2000, 2010 Schweizer Ligacupfinalist (1): 1981 International Messestädte-Cup: Halbfinal (1955–1958) Cup der Cupsieger: Viertelfinal (1964/65) UEFA-Cup: Sechzehntelfinal (1978/79, 2000/01) UEFA Intertoto Cup: Halbfinal (2001) UEFA Europa League: Gruppenphase (2010/11) UEFA Conference League: Ligaphase (2025/26)
Ewige Tabelle Der FC Lausanne-Sport liegt derzeit auf dem 6. Rang der ewigen Tabelle der Super League.
Kader der Saison 2026/27 Stand: 3. September 2026.Kontingentsliste auf der Website des FC Lausanne-Sport (PDF; 446 kB).Kaderliste auf der Website des FC Lausanne-Sport. Profispieler des FC Lausanne-Sport, die an einen anderen Club ausgeliehen sind, werden nicht aufgeführt. Nr. Nat. Spieler Im Team seit Letzter Verein Torhüter 1 Thomas Castella 2012 Xamax Neuchâtel 61 Emilien Grosso 2023 eigene Jugend (seit 2022) 90 Melvin Mastil 2026 Stade Nyonnais Verteidigung 2 Brandon Soppy 2025 Atalanta Bergamo 3 Tyler Fredricson 2026 Manchester United 4 Étienne Youté Kinkoué 2026 Le Havre AC 5 Dircssi Ngonzo 2026 Stade Nyonnais 6 Theo Bergvall 2026 Djurgårdens IF 18 Morgan Poaty 2023 RFC Seraing 20 Hamza Abdallah 2025 Stade Lausanne-Ouchy 22 Thomas Cordier 2026 Paris Saint-Germain 31 Nicolas Cozza 2026 VfL Wolfsburg 71 Karim Sow 2024 Stade Nyonnais Mittelfeld 10 Olivier Custodio 2022 FC Lugano 16 Nicky Beloko 2025 Austin FC 27 Beyatt Lekoueiry 2025 NK Istra 1961 47 Souleymane N’Diaye 2025 Stade Nyonnais 48 Eren Özcan 2026 eigene Jugend (seit 2025) 80 Sékou Koné 2026 Manchester United 88 Koba Koindredi 2026 Sporting Lissabon 91 Florent Mollet 2025 FC Nantes Stürmer 7 Alban Ajdini 2024 Stade Lausanne-Ouchy 9 Enzo Molebe 2026 Olympique Lyon 11 Nathan Butler-Oyedeji 2025 FC Arsenal 17 Seydou Traoré 2025 Stade Nyonnais 46 Evan Franchi 2025 eigene Jugend (seit 2023) 51 Ibrahim Bah Mendes 2026 Stade Nyonnais 77 Levy Nene 2026 FC Nordsjælland 78 Omar Janneh 2026 Atlético Madrileño
Ehemalige Spieler
Ehemalige Trainer Jimmy Hogan (1925, 1933–1934) Robert Pache (1931–1932) Alv Riemke (Spielertrainer 1934–1935), Gewinn des Doubles 1935 Louis Maurer (1946–1950) Kurt Linder (1965–1966) Miroslav Blažević (1976–1979) Charly Hertig (1979–1982) Umberto Barberis (1987–1993, 2001–2002, 2007–2008) Radu Nunweiller (Co-Trainer 1996–2001, Trainer 2001–2002) Pierre-André Schürmann (1998–2001) Gabriel Calderón (2003) Martin Rueda (2010–2012)
Weblinks
Website des FC Lausanne-Sport
Einzelnachweise
Kategorie:Fußballverein aus Lausanne Kategorie:Vereinsgründung 1896