Lindleinsberg ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet der Kreisstadt Kronach im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).

Geographie Die Einöde befand sich am Rande eines Waldgebiets auf einer Höhe von zwischen zwei Quellbächen des Föritzbächleins westlich von Judengraben. Im Südwesten schlossen sich daran die Waldgebiete Schwarzholz und Zeyern an.Lindleinsberg im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme)

Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Lindleinsberg zur Realgemeinde Judengraben. Das Hochgericht übten die Rittergüter Schmölz-Theisenort und Küps-Theisenort in begrenztem Umfang aus. Sie hatten gegebenenfalls an das bambergische Centamt Kronach auszuliefern. Das Rittergut Küps-Theisenort war Grundherr der Fronsölde.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 482f.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Lindleinsberg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Theisenort und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Gehülz zugewiesen. 1931 brannte das Anwesen ab.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 581f. In einer topographischen Karte von 1953 war der Ort trotzdem noch verzeichnet.Lindleinsberg im BayernAtlas (Zeitreise: 1953)

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 Einwohner 2 8 6 6 5 HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1925 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 Quelle

Religion Der Ort war ursprünglich katholisch und nach St. Johannes der Täufer (Kronach) gepfarrt. Seit der Gründung der Pfarrei St. Bonifatius (Gehülz) in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Katholiken dorthin gepfarrt.

Literatur

Weblink

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Kronach) Kategorie:Wüstung im Landkreis Kronach Kategorie:Wüstwerdung 1931