Non vitae sed scholae discimus („Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“) ist ein lateinisches Zitat aus einem Brief von Lucius Annaeus Seneca an seinen „Schüler“ Lucilius (epistulae morales ad Lucilium 106, 11–12, ca. 62 n. Chr.), in dem er Kritik an den römischen Philosophenschulen seiner Zeit äußert. __toc__ Non scholae, sed vitae discimus mini|250px|Deutsche Übersetzung der umgekehrten Version an der Außenwand der Grundschule in Niederems mini|250px|Die umgekehrte Version Non scholae, sed vitae discimus über dem Eingangsportal der Rektoratsschule Ronsdorf Die umgekehrte Version Non scholae, sed vitae discimus („Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“) wird verwendet, um auszudrücken, dass das, was man in der Schule lernt, wichtig fürs Leben sei.

Zusammenhang bei Seneca Seneca schreibt in besagtem Brief an Lucilius unter anderem:

Mit dem zuvor zitierten Absatz endet der Brief von SenecaEine englische Übersetzung findet sich in: , der davon handelt, ob Tugendhaftigkeit etwas Körperliches ist. Seneca stellt sich hier vor, was sein Diskussionspartner Lucilius auf seine Ausführungen zu dieser philosophischen Frage erwidern möge. Die Aussage Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir soll dabei den Missstand einer zu wenig am praktischen Leben orientierten Ausrichtung der Philosophie beklagen bzw. eine entsprechende Entgegnung Lucilius’ hervorrufen.

Einzelnachweise

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