mini|hochkant=1.1|Stolperstein in Mailand, 2017 Die Liste der Stolpersteine in Mailand enthält die Stolpersteine (italienisch pietre d’inciampo) in der Stadt Mailand in der Lombardei, die an das Schicksal der Menschen dieser Stadt erinnern, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig verlegt, in der Regel vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers.
Die ersten Verlegungen in Mailand wurden von Liliana Segre initiiert und fanden am 19. Januar 2017 statt. Im Januar 2018 wurde Liliana Segre zur Senatorin auf Lebenszeit ernannt.
Die Stolpersteine in Gemeinden des Umlands finden sich in der Liste der Stolpersteine im Großraum Mailand.
Verlegte Stolpersteine Bisher wurde 243 Stolpersteine verlegt.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120pxHIER WOHNTEREBECCAABOLAFFIA VARONGEBOREN 1891VERHAFTET 4.12.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 6.2.1944 Via delle Forze Armate, 175a (1891–1944) 120px HIER WOHNTEANDREA ACHILLEGEBOREN 1912VERHAFTET MÄRZ 1944INTERNIERT FOSSOLIERMORDET 12.7.1944CIBENO DI CARPIVia Grigna 35 (1912–1944) 120px HIER WOHNTEANGELO AGLIERIGEBOREN 1914VERHAFTET 25.5.1944DEPORTIERTFLOSSENBÜRGERMORDET 24.12.1944 Viale Monza, 23 (1914–1944) 120px HIER WOHNTEELIO AGRESTIGEBOREN 1910VERHAFTET 14.3.1944DEPORTIERTMAUTHAUSENERMORDET 4.4.1945EBENSEE Via Amilcare Bonomi, 2 (1910–1945)Pietre d'inciampo (Milano): ELIO AGRESTI, abgerufen am 16. März 2024 120px HIER WOHNTECAROLINAAMERICANO HAZANGEBOREN 1910VERHAFTET 8.11.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET Viale Piave, 42 (1910–1943/45) 120px HIER WOHNTEEUGENIO ARABOGEBOREN 1912VERHAFTET 22.9.1943DEPORTIERTDACHAUERMORDET 11.4.1945ÜBERLINGEN Via Leonardo Bruni, 13 (1912–1945)Pietre d'inciampo (Milano): EUGENIO ARABO, abgerufen am 16. März 2024 120pxHIER WOHNTEOLGA LUIGIAASCOLI LEVIGEBOREN 1877VERHAFTET 23.9.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 11.12.1943 Via Castel Morrone, 12 (1877–1943) 120px HIER WOHNTESARA ATTIAS VARONGEBOREN 1906VERHAFTET 7.6.1944DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET Via dei Cinquecento, 19 (1906–1944) 120pxHIER WOHNTEVINCENZO AULISIOGEBOREN 1904VERHAFTET DEZ. 1943DEPORTIERTMAUTHAUSENERMORDET 21.3.1945ST. VALENTIN Via Castel Morrone, 4 (1904–1945) 120pxHIER WOHNTELUIGI AZRIAGEBOREN 1895VERHAFTET 8.11.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET Via Pomposa, 4 (1895–1943/45) 120px HIER WOHNTEGIORGIO BALBONIGEBOREN 1917VERHAFTETAN DER OSTFRONTDEPORTIERTWIETZENDORFERMORDET 15.4.1945UNTERLÜSS Via Spartaco, 11 (1917–1945)Pietre d'inciampo (Milano): GIORGIO BALBONI, abgerufen am 16. März 2024120px HIER ARBEITETEGIANLUIGI BANFIGEBOREN 1910VERHAFTET 21.3.1944DEPORTIERTMAUTHAUSENERMORDET 10.4.1945GUSEN Via dei Chiostri 2 , wurde am 2. April 1910 in Mailand geboren. Er war Architekt. Zusammen mit seinen Kollegen Belgiojoso, Peressutti und Rogers gründete er das Studio BBPR, welches an Stadtplanungen, Architektur und Innenarchitektur beteiligt war. Des Weiteren publizierte die Gruppe in verschiedenen Zeitschriften, wo sie auch als Mitherausgeber fungierten: „Quadrante“, „Rassegna di architettura“ und „Domus“ und „Casabella“. Banfi förderte den Italienischen Rationalismus und war Antifaschist. Er schloss sich der Bewegung Giustizia e Libertà und war Mitglied der Aktionspartei, später auch Teil der Comitato di Liberazione Nazionale (Komitee der nationalen Befreiung). Banfi und Belgiojoso wurden verraten und am 21. März 1944 inhaftiert, Rogers floh in die Schweiz, da er jüdischer Abstammung war. Banfi und Belgiojoso wurden zuerst ins Durchgangslager Fossoli deportiert, von dort ins Durchgangslager Bozen und schließlich ins KZ Mauthausen. Gianluigi Banfi starb am 10. April 1945 an Unterernährung in Gusen.Kurzbiografie BanfiBericht über die Stolpersteinverlegung, abgerufen am 1. August 2017
Belgiojoso wurde am 5. Mai 1945 befreit. Zusammen mit dem zurückgekehrten Rogers nahm das BBPR seine Tätigkeit wieder auf. Die Gruppe gestaltete unter anderem einige Gedächtnisorte.120px HIER WOHNTEANGELO BARBAGLIAGEBOREN 1896VERHAFTET 3.3.1944DEPORTIERTMAUTHAUSENERMORDET 15.9.1944HARTHEIM Via Caccialepori, 4 (1896–1945)120pxHIER WOHNTEGUGLIELMO BARBÒGEBOREN 1888VERHAFTET 31.7.1944DEPORTIERTFLOSSENBÜRGERMORDET 14.12.1944 Via Uberto Visconti di Modrone, 20 (1888–1944) 120px HIER WOHNTEETTORE BARZINIGEBOREN 1911VERHAFTET 11.12.1943DEPORTIERTMAUTHAUSENERMORDET 13.3.1945MELK Piazza Castello, 20 (1911–1945)La Repubblica: Una Pietra d’inciampo per Ettore Barzini antifascista gentiluomo, 19. Januar 2022120px HIER WOHNTEADELE BASEVILOMBROSOGEBOREN 1868VERHAFTET 1.12.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 5.2.1944 Via Vespri Siciliani 71 wurde am 7. August 1866 in Brescia geboren. Sie war die Tochter von Alessandro Basevi und Silvia Finzi. Sie heiratete Gerolamo Lombroso. Das Paar hatte eine Tochter, Renata. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Oberitalien im September 1943 wurde jenen Bürgern, die Juden an die SS verrieten, deren Wohnung versprochen. Die betagte Dame wurde am 1. Dezember 1943 von deutschen Nationalsozialisten verhaftet, mit dem Konvoi No. 6 am 30. Januar 1944 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert, langte dort am 6. Februar 1944 ein und wurde am Tag ihrer Ankunft ermordet.